Oliver wer? Diese Frage werden sich viele Fans des VfB Stuttgart stellen, wenn sie zum ersten Mal von Oliver Glasner hören. Laut Informationen der Bild Zeitung soll der 44-jährige Österreicher zur nächsten Saison Markus Weinzierl als Cheftrainer beerben. Glasner ist bisher in Deutschland ein unbeschriebenes Blatt. Er hat sowohl seine Spielerkarriere, als auch seine bisherige Trainerkarriere in Österreich verbracht.

Glasner war Co-Trainer unter Roger Schmidt bei RB Salzburg

Der konkreteste Bezugspunkt zur deutschen Fußball-Bundesliga ist Glasners knapp zweijährige Amtszeit als Co-Trainer von Roger Schmidt bei RB Salzburg (2012 bis 2014). Sein Chef wechselte danach zu Bayer Leverkusen, wo er für seine Spielweise, die auf aggressives Gegenpressing basiert, bekannt wurde. Nach zweieinhalb Jahren wurde Schmidt entlassen und trainiert seitdem in China. Glasner wurde für eine Saison lang Cheftrainer vom SV Ried. Seit 2015 arbeitet er für den LASK, wie der Linzer Athletik-Sport-Klub in Österreich genannt wird.

Glasner und Linz, das passt: Aufstieg, Platz vier, aktuell auf dem zweiten Platz

Glasner übernahm den LASK in der zweiten Liga. 2016/2017 folgte der Aufstieg in die Bundesliga, in der vergangenen Saison als Aufsteiger Platz vier. In der Europa League Qualifikation scheiterte der LASK denkbar knapp am Besiktas Istanbul (0:1-Niederlage auswärts, 2:1-Heimsieg im Rückspiel, der entscheidende Treffer für die Türken fiel in der 90. Minute). In der laufenden Saison befindet sich der LASK auf dem zweiten Platz. Der Rückstand auf Tabellenführer RB Salzburg beträgt vier Punkte, der Vorsprung auf Platz drei stolze acht Punkte. Am gestrigen Mittwoch schied Glasners Mannschaft im ÖFB-Pokal-Halbfinale nach einer 4:5-Niederlage nach Elfmeterschießen gegen Rapid Wien aus.

Beim LASK war Glasner auch Sportchef – und der VfB Stuttgart sucht nach einem Sportdirektor

Taktisch bevorzugt Glasner eine 3-4-3 Grundordnung. Seine Arbeitsweise gilt als sehr analytisch. Interessante Randnotiz: in Linz war der 44-Jährige auch Sportchef und für die Kaderplanung zuständig. Thomas Hitzlsperger, Sportvorstand beim VfB Stuttgart, sucht aktuell einen Sportdirektor, der ihn beim Scouting unterstützt. Wie der Kicker berichtet, seien die Schwaben dabei an Stephan Schwarz (Technischer Direktor FC Augsburg), Bernhard Peters (ehemaliger Direktor Sport beim HSV, davor bei Hoffenheim) und Helmut Schulte (aktuell als Scout beim VfB für die ausgeliehenen Spieler zuständig) interessiert. Vielleicht schlägt Sportvorstand Thomas Hitzlsperger für den VfB Stuttgart ja zwei Fliegen mit einer Klappe: ein Nachfolger für den bisher glücklosen Markus Weinzierl als Trainer und in Personalunion auch einen Sportdirektor, der Hitzlsperger unterstützt. Allerdings könnte der VfB durchaus Konkurrenz aus der Bundesliga bekommen: laut Kicker ist auch der VfL Wolfsburg an Glasner interessiert.

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