Fußball FC Bayern
: Leon Goretzka kennt seinen Marktwert

Der Ex-Schalker ist zurück im Team und schon läuft es bei den Münchnern wieder besser. Das hat Folgen.
Von
sid
München
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Leon Goretzka ist zurück auf dem Platz.⇥

dpa

Mit der Rückkehr von Leon Goretzka will der FC Bayern in der Fußball-Bundesliga wieder was draufpacken. Der nach einer Corona-Infektion genesene Nationalspieler stellte seine Bedeutung beim 4:1 in der Champions League gegen Lazio Rom auf Anhieb unter Beweis. „Wir haben es geschafft, wieder den Matchday-Modus auf den Platz zu bringen. Das war ein erster guter Schritt in die richtige Richtung“, sagte Goretzka. Der nächste soll am Samstag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln folgen.

Faute in der Bundesliga

Nach einem 3:3 gegen Bielefeld und einem 1:2 in Frankfurt soll der auf zwei Punkte geschrumpfte Vorsprung des Spitzenreiters auf RB Leipzig behauptet werden. Schon gegen die Eintracht sorgte Goretzka bei seinem 45-Minuten-Comeback zur Freude von Trainer Hansi Flick für „positive Energie“. Er präsentierte sich nach der Zwangspause fitter als erwartet. „Es waren schwierige zwei Wochen für jemanden, der eigentlich jeden Tag Sport macht, die Füße hochzulegen“, sagte Goretzka: „Es ist nicht die Corona-Erkrankung, die in den Knochen steckt. Eher die zwei Wochen Trainingspause.“

Goretzkas Vertrag bei den Bayern läuft am 30. Juni 2022 aus. Die Unternehmensleitung will einen zweiten Fall Alaba, also den ablösefreien Abgang eines Stars, unbedingt vermeiden. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge lobte vor allem Goretzkas Entwicklung auf der „moralisch empathischen Ebene“.  Er wies aber auch auf die finanziellen Belastungen hin, die dem FC Bayern durch die Corona-Pandemie entstanden seien.

70 Millionen Euro Marktwert

Goretzka, der mit Joshua Kimmich die Hilfsaktion #WeKickCorona initiierte, dürfte dies nicht entgangen sein. Doch er weiß auch, dass sein Marktwert nun weitaus höher ist als bei seinem ablösefreien Wechsel im Sommer 2018 vom FC Schalke. Er wird auf 70 Millionen Euro geschätzt, 30 Millionen mehr als 2018.