Fußball Champions League: Barcelonas Zauberzirkus quält überforderten BVB

Dortmunds Serhou Guirassy (r) im Clinch mit Barcelonas Jules Kounde.
Federico Gambarini/dpa- Dortmund verlor 0:4 gegen Barcelona, Halbfinal-Chancen sind gering.
- Lewandowski traf zweimal, insgesamt 29 Tore in 28 Spielen gegen BVB.
- BVB hatte einige Chancen, aber Barcelona dominierte.
- Trainer Niko Kovac setzte auf ein 4-2-3-1-System, Änderungen im Team.
- Rückspiel am Dienstag, wenig Hoffnung auf Wunder.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Schreckgespenst Robert Lewandowski und der Zauberzirkus des FC Barcelona haben Borussia Dortmund schon im Hinspiel alle Halbfinal-Hoffnung geraubt. Der frühere Dortmunder Torjäger traf beim 4:0 (1:0) der magischen Katalanen zum 28. und 29. Mal im 28. Spiel gegen den BVB. Nicht einmal Fantasten glauben jetzt noch an ein Dortmunder Champions-League-Wunder im Rückspiel am Dienstag. Der BVB löste seine Herkules-Aufgabe im Olympiastadion anfangs noch phasenweise ordentlich, rannte den Supertechnikern von Hansi Flick jedoch dann wie befürchtet ständig hinterher. Das erste Gegentor durch Raphinha (25.) hätte nach einem Freistoß aus Allerweltsposition niemals fallen dürfen, beim zweiten schlug BVB-Spezialist Lewandowski eiskalt zu (48.). Er legte gleich noch einmal nach (66.). Der überragende Lamine Yamal (77.) setzte den letzten Stoß für die Katalanen.
„Es ist offensichtlich, wenn man Spiele von Barcelona sieht, wo du sie kriegen kannst“, sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken vor dem Anpfiff bei Prime Video noch selbstbewusst. Den Ball erobern, beißen, kontern – dafür hatte sich Trainer Niko Kovac ein 4-2-3-1-System einfallen lassen, er wich also von der zuletzt erfolgreichen Dreierkette ab. Ramy Bensebaini ersetzte den verletzten Nico Schlotterbeck, Felix Nmecha spielte erstmals wieder von Beginn an, Carney Chukwuemeka gab sein Startelfdebüt in der Champions League.
Es dauerte aber keine zwei Minuten, bis Stürmer Serhou Guirassy seine Teamkollegen aufforderte, weiter aufzurücken. Sekunden später vergab Fermin Lopez die erste Großchance der Gastgeber, Yamal hatte die beiden nächsten (5./6.), es folgte Lewandowski (7.): Der BVB musste in den Vollwaschgang, Torhüter Gregor Kobel bekam heiße Hände.
Der BVB brachte den katalanischen Wirbelsturm mit Kompaktheit und Härte immerhin ab und an ins Stottern. Ganz besonders ärgerlich war daher das Gegentor nach einem Standard: Inigo Martinez legte nach Freistoßflanke mit dem Kopf für Cubarsi ab, Raphinha schob den Ball über die Linie.
Tiefschlag nach der Pause
Räume für den BVB waren nach Ballgewinn durchaus vorhanden, das erste konsequente Ausspielen gegen das extreme Barcelona-Pressing führte auch zu einer Riesenchance: Der Ex-Stuttgarter Guirassy trat am Ende einer starken Kombination am Ball vorbei (36.) – er traf auch nach perfekter Flanke nicht (45.+1). Die Gäste waren unterlegen, aber keineswegs chancenlos. In diesen Momenten war durchaus mehr drin für die Schwarz-Gelben.
Die zweite Halbzeit dieser Begegnung begann für die Gäste mit einem Tiefschlag. Der zauberhafte Yamal wechselte wunderbar die Seite, Raphinha bereite diesmal mit dem Kopf für Lewandowski vor. Dem BVB schlotterten mächtig die Knie: Fermin Lopez traf den Pfosten (63.) und schoss kurz darauf über das leere Tor (65.). Es drohte der Knockout noch im Hinspiel, Barcelona setzte erneut durch Lewandowski den nächsten Volltreffer.
Der BVB nahm offensiv nur noch arg dosiert am Spiel teil, mehr als eine Ecke und ein Freistoß waren kaum drin. Als die Dortmunder sich doch noch einmal nach vorne trauten, liefen sie in einen Traumkonter zum 4:0.
