Dank großer Nervenstärke hat der FC Villarreal den großen Favoriten Manchester United besiegt und in einem Final-Krimi erstmals die Europa League gewonnen. Die Mannschaft von Europacup-Experte Unai Emery bezwang die Red Devils am Mittwochabend in Danzig im Elfmeterschießen mit 11:10 (1:1, 1:1, 1:0). Den entscheidenden Elfmeter vom Punkt vergab Uniteds spanischer Nationaltorwart David de Gea, was für Partystimmung unter den mitgereisten spanischen Fußball-Fans sorgte. Die 9500 im Stadion zugelassenen Zuschauer sorgten annähernd für echte Endspiel-Atmosphäre.

Durststrecke für Manu geht weiter

In der regulären Spielzeit hatte Gerard Moreno (29.) für Villarreal getroffen, Edinson Cavani (55.) war der zwischenzeitliche Ausgleich für das Team von Trainer Ole Gunnar Solskjaer gelungen. Nach drei Erfolgen mit dem FC Sevilla durfte Emery bereits zum vierten Mal den schwersten aller Pokale der Uefa  in die Höhe recken. United muss nach zuletzt vier verloren Halbfinals dagegen weiter auf die nächste große Trophäe warten.
Die im Europapokal lange vermissten Fans gaben in der modernen Arena Gdańsk einen Vorgeschmack auf die EM-Spiele in diesem Sommer, die alle unter Corona-Vorgaben vor Zuschauern stattfinden sollen. „Vamos, Submarino“, auf geht's U-Boot, sangen die vielen spanischen Anhänger im Stadion in Anspielung auf den Spitznamen ihres Clubs schon vor der Partie.

Manchester bestimmt meist Spiel

Spielbestimmend war über weite Strecken aber Manchester. Der stargespickte Tabellenzweite der Premier-League-Saison machte das Spiel breit und suchte im Zentrum immer wieder Altstar Cavani.
Villarreals Trainer Emery tigerte angriffslustig an der Seitenlinie entlang. Seine Mannschaft tat sich zwar schwer – der Tabellensiebte der abgelaufenen Saison der Primera División kam in der ersten halben Stunde kaum in offensive Aktionen. Ein Freistoß von Daniel Parejo reichte dem Außenseiter aber: Gerard Moreno bewegte sich geschickt gegen die unaufmerksame United-Abwehr und schockte den Favoriten mit dem Führungstor