DFB-Pokal
: Düsseldorf gewinnt Elferkrimi auf St. Pauli

Fortuna Düsseldorf hat die Festung Millerntor gestürmt und erstmals seit 28 Jahren wieder das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht.
Von
dpa
Hamburg
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Düsseldorfs Christos Tzolis (vorne) behauptet gegen St. Paulis Philipp Treu den Ball.

Christian Charisius/dpa

Fortuna Düsseldorf hat in einem Fußball-Krimi erstmals seit 28 Jahren das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht und den FC St. Pauli aus dem Wettbewerb geworfen. Im Déjà-vu-Duell der 2. Bundesliga gewannen die Gäste das Viertelfinale am Dienstag in Hamburg im Elfmeterschießen mit 4:3 (2:2, 1:1, 1:0) und revanchierten sich für die Ligapleite drei Tage zuvor in Düsseldorf.

Vincent Vermeij (38. Minute/Foulelfmeter) und Ao Tanaka (99.) nach einem Fehler von Paulis Pokal-Torwart Sascha Burchert trafen im laufenden Spiel für die Fortuna, die sich die Prämie in Höhe von 3,45 Millionen Euro sicherte. Für den Zweitliga-Tabellenführer waren Marcel Hartel (60./Foulelfmeter) und in letzter Minute Carlo Boukhalfa (120.+1) erfolgreich. Am Ende reichte es dennoch nicht für Paulis erste Halbfinalteilnahme im Pokal seit 2006. Der Großteil der 29 546 Fans am Millerntor ging enttäuscht nach Hause.

Der Videoassistent brachte Düsseldorf nach gut einer halben Stunden deutlich näher ans Halbfinale. Schiedsrichter Sascha Stegemann hatte, statt den Strafstoß zu geben, zunächst wegen einer vermeintlich vorausgegangenen Abseitsstellung gepfiffen, die Entscheidung nach Prüfung dann aber wieder kassiert. Burchert hatte Vermeij im Strafraum klar gefoult, und der Düsseldorfer ließ sich die Chance vom Elfmeterpunkt nicht nehmen.

Das Spiel wurde nun zunehmend hitziger. Düsseldorfs Passivität bestrafte St. Pauli mit etlichen Offensivaktionen, gegen Philipp Treu konnte sich Tanaka dann nur mit einem Foul im Strafraum behelfen. Hartel verwandelte den Strafstoß in die linke untere Ecke. Die Partie wurde langsam zum Nervenspiel, klare Torchancen konnten sich beide Vereine bis zur Schlussphase nicht herausspielen.

So musste das Spiel in die Verlängerung, in der Pauli-Keeper Burchert einen Schuss nicht festhalten konnte, Tanaka reagierte gedankenschnell und traf. Hürzeler wurde kurz vor Schluss mit Gelb-Rot in die Kabine geschickt (120.), ehe Boukhalfa St. Pauli praktisch in letzter Sekunde ins Elfmeterschießen brachte.