Das war die WM-Nacht
: USA und Belgien erreichen Achtelfinale

Der Mitgastgeber besiegt Bosnien-Herzegowina und verstärkt die Euphorie im Land. Belgien zitterte sich gegen Senegal eine Runde weiter. Nach dem DFB-Aus fordern Ex-Weltmeister einen Neuanfang.
Von
dpa
Santa Clara
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WM 2026 - USA - Bosnien-Herzegowina

Die USA stehen im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft.

Martin Meissner/AP/dpa
  • USA besiegen Bosnien-Herzegowina 2:0 und erreichen das Achtelfinale.
  • Balogun trifft und sieht später Rot – die USA spielen rund 30 Minuten in Unterzahl.
  • Gegner im Achtelfinale ist Belgien, das Senegal nach 0:2 noch 3:2 n. V. schlägt.
  • Tielemans gleicht aus und verwandelt in der 120.+5 per Elfmeter, Lukaku trifft spät.
  • Ex-Weltmeister fordern nach deutschem Aus einen Neuanfang; Trauerfall beim DR Kongo-Coach.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die US-Fußballer träumen dank eines Sieges in Unterzahl gegen Bosnien-Herzegowina weiter von einer glorreichen Heim-Weltmeisterschaft. Das Team um Superstar Christian Pulisic bezwang die Mannschaft von Trainer Sergej Barbarez im Sechzehntelfinale verdient mit 2:0 (1:0). Im Achtelfinale geht es für die USA nun gegen Belgien.

Folarin Balogun (45. Minute) und Malik Tillman (82.) ließen mit ihren Toren die US-Fans im Super-Bowl-Stadion in Santa Clara frenetisch jubeln. Weil Balogun eine umstrittene Rote Karte sah, mussten die von Mauricio Pochettino trainierten Co-Gastgeber rund 30 Minuten zu zehnt spielen. Für die Bosnier um Sturm-Legende Edin Dzeko, der angeschlagen ausgewechselt werden musste, endet die erste WM-Reise seit 2014.

Belgien nach dramatischem Comeback-Sieg im Achtelfinale

Belgiens goldene Fußball-Generation hat ein fulminantes Comeback hingelegt und den nächsten heftigen Tiefschlag mit großer Moral abgewendet. Das Team um Doppeltorschütze Youri Tielemans gewann sein WM-Sechzehntelfinale gegen Senegal in Seattle nach Zwei-Tore-Rückstand noch mit 3:2 (2:2, 0:1) nach Verlängerung. Damit zog Belgien trotz eines über weite Strecken schwachen Auftritts ins Achtelfinale ein.

Habib Diarra (24. Minute) und Ismaila Sarr (51.) hatten die Afrikaner vor 66.925 Fans im Football-Tempel der Seattle Seahawks in Führung gebracht. In der Schlussphase wurde es dann hektisch. Romelu Lukaku (86.) und Tielemans (89.) sorgten für den Ausgleich. In der Verlängerung verwandelte erneut Tielemans (120.+5) einen Foulelfmeter. Das vorangegangene Foulspiel war minutenlang via Videobeweis überprüft worden.

Frühere Weltmeister fordern Neuanfang beim DFB

Frühere Welt- und Europameister fordern nach dem schmachvollen deutschen Aus einen Neuanfang. „Es darf so nicht weitergehen“, schrieb der langjährige Nationalspieler Guido Buchwald im „Kicker“. „Alle und alles muss hinterfragt werden.“ Sein Weltmeister-Kollege von 1990, Jürgen Kohler, äußerte: „Gescheitert ist die DFB-Auswahl auch, weil ihr Spieler fehlten, die den Unterschied ausmachen.“

Die Nationalmannschaft war im Sechzehntelfinale in den USA im Elfmeterschießen an Paraguay gescheitert. Im „Kicker“ äußerten neben Buchwald und Kohler auch die 1990er-Weltmeister Andreas Möller und Olaf Thon sowie Fredi Bobic, Europameister von 1996, ihre Sorgen. In Teilen zählten sie Bundestrainer Julian Nagelsmann an. „Es braucht nun einen Neuanfang. Ich weiß nicht, ob Julian Nagelsmann dafür der Richtige ist“, sagte Thon.

DR Kongo verabschiedet sich mit trauriger Nachricht

Die Pressekonferenz der Demokratischen Republik Kongo nach dem Aus im Sechzehntelfinale ist mit einer traurigen Nachricht zu Ende gegangen. „Wir möchten Ihnen mitteilen, dass der Trainer seinen Vater verloren hat. Unser aufrichtiges Beileid“, sagte ein Sprecher im Anschluss an das 1:2 gegen England. Nationaltrainer Sébastien Desabre, der neben ihm saß, wirkte für einen Moment irritiert und bedankte sich dann knapp.

Weitere Informationen zu der Bekanntgabe lagen zunächst nicht vor. Unklar blieb auch, ob Desabre (49) die Nachricht bereits vor dem Spiel erhalten hatte. Mit der DR Kongo hatte der Franzose in den vergangenen Tagen eine höchst erfolgreiche WM gespielt – die von der Ebola-Krise gezeichnete Nation hatte sich erstmals für die K.-o.-Runde qualifiziert.