Die Nerven lagen blank bei Santiago Ascacibar. Der junge Argentinier, von den Fans des VfB Stuttgart auch „Gift-Goucho“ genannt, bespuckte in der Nachspielzeit gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag Nationalspieler Kai Havertz. Klar, dass Schiedsrichter Tobias Stieler ihn mit der Roten Karte vom Feld schickte.

Der 22-jährige Argentinier wurde bis einschließlich 25. Mai gesperrt, wie der DFB mitteilte. Damit könnte Ascacibar erst in einem möglichen Relegationsspiel gegen den Abstieg gegen den Zweitliga-Dritten erst im Rückspiel (27. Mai) wieder für den VfB auflaufen.

Spuckattacken: Diese Profis haben wie Ascacibar ihre Gegenspieler angespuckt

Im Februar verlor der Ex-Wolfsburg Stürmer und Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko die Nerven und bespuckte im Spiel mit der AS Rom beim AC Florenz den Schiedsrichter.

Youtube Edin Dzeko bespuckt Schiedsrichter

Unerklärlich: Dzeko wurde für diese eklige Spuckattacke für läppische zwei Spiele gesperrt.

Ähnlich viel Glück mit der Länge seiner Sperre hatte der ehemalige Bayern-Star Douglas Costa. Der Brasilianer von Juventus Turin rastete im September vergangenen Jahres im Spiel gegen Sassuolo komplett aus und verpasste seinem Gegenspieler zunächst einen Schlag mit dem Ellbogen, dann einen Kopfstoß und zu guter Letzt spuckte er ihn aus kurzer Distanz ins Gesicht.

Youtube Douglas Costa rastet komplett aus

Die Konsequenz für den Ausraster? Vier Spiele Sperre. Wenn Ascacibar in der italienischen Serie A spielen würde könnte er wohl mit Gnade rechnen ...

Nach Rijkaard gegen Völler: Die Geschichte der Spuckattacken wiederholt sich

Der Vater aller Rotzer ist Frank Rijkaard. Seine Spuckattacke im WM-Achtelfinale 1990 gegen Rudi Völler ist legendär. Damals sahen beide Spieler die Rote Karte. Deutschland besiegte die Niederlände mit 2:1.

Youtube Der Vater aller Spuckattacken: Rijkaard bespuckt Völler

Der niederländische U-20-Nationalspieler Jordan Teze wollte Rijkaard in nichts nachstehen, als er im Oktober 2018 Salih Özcan, den Kapitän der deutschen U-20-Nationalmannschaft, nach Abpfiff angespuckt hat.

Youtube Jordan Teze spuckt Salih Özcan an

Die Konsequenz für den 19-jährigen Verteidiger von PSV Eindhoven II: er wurde für die U 20 der Niederlande suspendiert. Allerdings dürfte sich sein Frust in Grenzen halten: im März wurde er für die niederländische U 21 nominiert.

Javier Pinola vom 1. FC Nürnberg ist im Jahr 2010 durch eine üble Spuckattacke gegen den späteren Weltmeister Bastian Schweinsteiger auffällig geworden.

Youtube Javier Pinola bespuckt Bastian Schweinsteiger

Er entschuldigte sich wenig später. Trotzdem wurde der argentinische Linksverteidiger nachträglich für vier Spiele gesperrt.

In Südamerika fiel im Jahr 2017 der ehemalige Wolfsburger Bruno Henrique mit dieser hässlichen Spuckattacke auf:

Youtube Ex-Wolfsburger Bruno Henrique spuckt Gegenspieler ins Gesicht

Rekordsperren in der Bundesligageschichte

Die längsten Sperren in der Geschichte der Fußball-Bundesliga war siebeneinhalb Monate. Der Übeltäter: Lewan Kobiashvili. Der Georgier wurde nach seiner üblen Attacke auf Schiedsrichter Wolfgang Stark im Kabinengang nach dem Relegationsspiel von Hertha BSC gegen Fortuna Düsseldorf 2012 mit der Rekordstrafe bedacht. Der Rekordhalter zuvor: Friedhelm „Timo“ Konietzka von 1860 München, der 1966 einen Schiedsrichter stößt, tritt und ihm danach noch die Pfeife aus dem Mund geschlagen hat. Konietzka wurde damals für sechs Monate gesperrt. Ganz so hart sollte es den VfB Stuttgart und Santiago Ascacibar nicht erwischen.

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