NE Heiners Neu-Ulm: Ein Haus als Lebensraum
Mit einem Festakt wurde das neue Gebäude von der Entwicklungsgesellschaft Neu-Ulm (EGNU) offiziell an die Stadt Neu-Ulm übergeben. „Mit dem Heiners ist mitten in unserer Stadt ein neuer Ort für alle Neu-Ulmerinnen und Neu-Ulmer entstanden. Das Gebäude ist ein Meilenstein der Innenstadtentwicklung“, sagte Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger. „Hier wird schon bald gelesen, gelernt, gearbeitet, gewohnt, gegessen, Kultur erlebt und vor allem: Hier kommen Menschen zusammen. Genau das macht für mich den besonderen Wert dieses Hauses aus.“
Bayerns Bauminister Christian Bernreiter, der zum Festakt nach Neu-Ulm kam, ergänzt: „Mit dem Neubau gewinnt Neu-Ulm einen attraktiven Treffpunkt. Das Heiners ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Belebung der Innenstadt.“ Der Freistaat hat das Projekt mit rund sechs Millionen Euro aus der Städtebauförderung unterstützt. Dies sei „hervorragend investiertes Geld“, so der Minister.
Rund vier Jahre nach Baubeginn nimmt das Heiners damit zunehmend seinen Platz im Herzen der Stadt ein. Direkt am neu gestalteten Heiner-Metzger-Platz verbindet das Gebäude unterschiedliche Nutzungen und bringt Wohnen, Arbeiten, Kultur, Bildung und Begegnung unter einem Dach zusammen. Die Stadtbücherei findet hier ebenso ihr neues Zuhause wie der Generationentreff Ulm/Neu-Ulm und die städtische Seniorenberatung.
Gemeinsame Angebote unter einem Dach
Der Neubau ist damit nicht nur ein Haus, sondern soll zu einem lebendigen Treffpunkt für die gesamte Stadtgesellschaft werden. Stadtbücherei und Generationentreff wollen dabei auch gemeinsame Angebote entwickeln. Ein Lesecafé ergänzt das Büchereiangebot. Im Erdgeschoss wird voraussichtlich im Frühjahr 2027 das Restaurant „Ömi Korean BBQ“ eröffnen.
Mit der Übergabe ist das Heiners noch nicht in allen Bereichen vollständig fertiggestellt. In den kommenden Wochen stehen noch verschiedene Restarbeiten an, unter anderem in der Tiefgarage, dem Restaurant oder den Büroflächen. Auch die Stadtbücherei wird derzeit noch eingerichtet und für den Betrieb vorbereitet. Die Eröffnung ist voraussichtlich für Ende Oktober vorgesehen. Das Heiners wird damit Schritt für Schritt mit Leben gefüllt und seine unterschiedlichen Funktionen nach und nach aufnehmen.
Die Baukosten haben sich im Verlauf des Projekts von ursprünglich rund 62 Millionen Euro auf inzwischen rund 79 Millionen Euro erhöht. Gründe dafür waren unter anderem Bauschäden am Nachbargrundstück und daraus resultierend längere Baustillstände sowie die erheblichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, des Ukraine-Krieges und stark gestiegene Energie- und Baupreise. „Trotz dieser Herausforderungen ist mit dem Heiners ein wertvolles Haus für unsere Stadt entstanden“, betonte Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger.
Förderung durch den Freistaat
Für die Entwicklung und Umsetzung des Projekts hatte die Stadt Neu-Ulm die Entwicklungsgesellschaft Neu-Ulm gegründet. Geschäftsführer André Zaman würdigte beim Festakt die zahlreichen Beteiligten, die an der Realisierung des Großprojekts mitgewirkt haben. Neben den Planern und Projektsteuerern waren zahlreiche Unternehmen und Handwerksbetriebe sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung über Jahre mit dem Projekt beschäftigt. Besonderer Dank galt auch dem Freistaat Bayern und dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr für die Unterstützung und Begleitung des Vorhabens. Das Heiners wird durch Mittel der Bund-Länder-Städtebauförderung im Programm „Sozialer Zusammenhalt“ unterstützt. Für das Projekt sind Fördermittel von Bund und Freistaat Bayern in Höhe von voraussichtlich rund sechs Millionen Euro vorgesehen. Die Förderung unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Stärkung und Belebung der Neu-Ulmer Innenstadt.⇥pm

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