„Verpiss dich!“: Dänen-Politiker beschimpft Donald Trump wegen Grönland

Nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump haben Vertreter Grönlands und Dänemarks erneut dessen Ansprüche zurückgewiesen.
Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa- Dänischer Politiker Anders Vistisen beschimpft Trump wegen Grönland.
- Grönlands Regierungschef Mute Egede und Dänemarks Außenminister Rasmussen lehnen Trumps Übernahmepläne ab.
- Trump wollte Grönland bereits 2019 kaufen, aber Dänemark und Grönland lehnten ab.
- Grönland ist reich an Rohstoffen und besitzt einen US-Armee-Stützpunkt.
- Grönland hat Autonomiestatus, Dänemark regelt Justiz, Währung und Außenpolitik.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Donald Trumps Aussagen sorgen für viel Wirbel! Der neue US-Präsident will Grönland übernehmen und hatte dabei auch ein militärisches Vorgehen nicht ausgeschlossen. Nun reagiert der grönländische Regierungschef und auch ein dänischer Politiker äußert sich. Dieser schießt aber verbal über das Ziel hinaus.
„Wir sind Grönländer. Wir wollen keine Amerikaner sein“
„Wir sind Grönländer. Wir wollen keine Amerikaner sein“, sagte der grönländische Regierungschef Mute Egede am 22. Januar 2025. Der dänische Außenminister Lars Lökke Rasmussen betonte, es dürfe keine Weltordnung geben, in der große Länder „sich einfach nach Herzenslust bedienen können“. „Über Grönlands Zukunft entscheidet Grönland“, sagte der grönländische Regierungschef vor Journalisten. Grönland befinde sich in einer „schwierigen Lage“, es sei jedoch wichtig, „Ruhe zu bewahren“. Egede hatte davor mehrfach betont, dass Grönland nichts gegen eine engere Bindung an Washington habe, das Land aber nicht zum Verkauf stehe.
Dänischer Politiker beschimpft Donald Trump: „Verpiss dich!“
Anders Vistisen, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Dansk Folkeparti, sprach in einer Rede direkt zu US-Präsident Donald Trump. „Sehr geehrter Präsident Trump, hören Sie mir gut zu. Grönland ist seit 800 Jahren Teil des dänischen Königreichs. Es ist ein integrierter Teil unseres Landes. Es steht nicht zum Verkauf“, sagte Vistisen und legte dann verbal massiv nach: „Lassen Sie es mich in Worte fassen, die Sie vielleicht verstehen: Mr. Trump, verpissen Sie sich.“
Trump wollte Grönland 2019 kaufen
Grönland sei bereit zu Gesprächen mit den USA, um deren Interessen in der Arktisregion zu wahren, versicherte Egede. Seine Regierung arbeite an einem Treffen mit den US-Vertretern, um „Grönlands Standpunkt zu erklären“. Trump hatte bereits 2019 während seiner ersten Amtszeit erklärt, Grönland kaufen zu wollen. Das Angebot war damals sowohl von Dänemark als auch von Grönland selbst abgelehnt worden.
Trump: „Ich bin mir sicher, dass Dänemark klar kommen wird.“
In seiner Antrittsrede wiederholte Trump die Drohung mit einer Einverleibung Grönlands zwar nicht, allerdings sagte er kurz darauf auf Nachfrage vor Pressevertretern: „Ich bin mir sicher, dass Dänemark klar kommen wird.“ Grönland sei ein wunderbarer Ort, den die USA für die „internationale Sicherheit“ bräuchten.
Der dänische Außenminister Rasmussen sagte nach Trumps Amtseinführung weiter, er sei zwar „zufrieden“ darüber, dass der neue US-Präsident Grönland nicht als „Priorität“ in seiner Antrittsrede genannt habe. Seine „Rhetorik“ bleibe jedoch die gleiche, zudem habe Trump „andere Dinge über die Ausweitung des Gebiets der USA“ gesagt. Trump hatte in seiner Rede unter anderem den Anspruch formuliert, die USA müssten ein Land sein, das sein „Gebiet vergrößert“.
Grönland ist reich an natürlichen Rohstoffen
Das geografisch zu Nordamerika gehörende Grönland war im 18. Jahrhundert von Dänemark kolonisiert worden und hat seit dem Jahr 1979 einen Autonomiestatus, der 2009 erweitert wurde. Dänemark ist allerdings noch unter anderem für Justiz- und Währungsfragen sowie die Außen- und Sicherheitspolitik zuständig.
Das grönländische Territorium ist reich an natürlichen Ressourcen. Dazu zählen Öl, Gas, Gold, Diamanten, Uran, Zink und Blei. An der Nordwestküste Grönlands befindet sich seit dem Kalten Krieg ein Stützpunkt der US-Armee.


