US-Angriff auf Venezuela
: Das werfen die USA Maduro vor

2020 wurde Maduro bereits von den USA angeklagt. Jetzt gibt es eine aktualisierte Anklage.
Von
dpa
Washington/Caracas
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Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro. (zu dpa: «Das werfen die USA Maduro vor»)

Matias Delacroix/AP/dpa
  • Die USA nahmen Venezuelas Präsident Maduro und seine Frau bei einer Militäroperation fest.
  • Maduro wird in New York u. a. wegen „Drogenterrorismus“ vor Gericht gestellt.
  • Anklage von 2020 gegen Maduro wurde aktualisiert, auch Ehefrau und Sohn betroffen.
  • Vorwurf: Kokainhandel nach USA über Karibik und Mittelamerika, Korruption in Venezuela.
  • Mitangeklagt: Innenminister und Anführer der Organisation „Tren de Aragua“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die USA haben bei einer Militäroperation in Venezuela Staatschef Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores gefangen genommen und außer Landes gebracht. Sie sollen in New York vor Gericht gestellt werden, unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“.

Die USA werfen Maduro vor, sich mit Mitverschwörern zusammengeschlossen zu haben. Er soll seine aus Sicht der USA illegal erlangte Autorität dafür genutzt haben, damit Tausende von Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben, wie aus den Vorwürfen hervorgeht, die US-Justizministerin Pam Bondi auf der Plattform X postete.

Anklage aus dem Jahr 2020 aktualisiert

Maduro war in den USA schon einmal 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Die Vereinigten Staaten hatten eine Art Kopfgeld auf Maduro ausgesetzt. Jetzt gibt es quasi eine aktualisierte Anklage. 

Mitangeklagt sind seine Ehefrau und sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister und einen laut USA Anführer oder Mit-Anführer der kriminellen Organisation „Tren de Aragua“. 

Der Kokainhandel in dem Umfeld blühte laut den US-Vorwürfen in den vergangenen Jahrzehnten regelrecht auf. Verarbeitetes Kokain aus Venezuela sei über Umschlagpunkte in der Karibik und Mittelamerika wie Honduras, Guatemala und Mexiko in die USA gelangt - per See und per Luft. Zugleich sei es demnach zu Korruption in Venezuela gekommen.