Unterlagen fehlen
: Überall auf der Welt bangen Deutsche um ihre Teilnahme an der Wahl

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Zahlreiche Deutsche im Ausland haben ihre Briefwahlunterlagen sehr spät oder noch gar nicht erhalten.
Von
Laura Mensch
Berlin
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Noch bis Freitag (21. Februar), 15 Uhr, können Anträge auf Briefwahl bei den Wahlbehörden gestellt werden.

Es hakt bei der Zustellung der Wahlunterlagen im Ausland.

Sina Schuldt/ dpa

Der Aufschrei ist groß – zurecht. Zahlreiche Deutsche, die im Ausland leben, haben ihre Briefwahlunterlagen zu spät oder immer noch nicht erhalten. Wie viele es genau sind, ist nicht klar. Mehrere Medien berichten von verzweifelten Wahlberechtigten in China, in Amerika, sogar in deutschen Nachbarländern fehlen teilweise Unterlagen. Auch in den Sozialen Medien liest man von vielen im Ausland lebenden Deutschen, die um ihre Teilnahme an der Bundestagswahl bangen. Zwar wird der Postversand der Wahlunterlagen bis Samstagabend noch priorisiert, sicher ist aber nicht, dass die Briefe rechtzeitig ankommen.

So viele wie nie wollten teilnehmen

Vor einigen Tagen hieß es noch, an der Bundestagswahl wollen in diesem Jahr so viele Deutsche im Ausland teilnehmen wie noch nie. Das berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf aktuelle Zahlen von Bundeswahlleiterin Ruth Brand.

Demnach hatten sich bis Montag, 17. Februar, bereits 210.297 im Ausland lebende deutsche Staatsbürger ins Wählerverzeichnis eintragen lassen. Das seien schon jetzt gut 60 Prozent mehr als bei der letzten Bundestagswahl 2021. Damals seien 128.929 Anträge von sogenannten Auslandsdeutschen bewilligt worden. Die Zahl für 2025 könne sich sogar bis zum Wahltag noch weiter erhöhen, erklärte Brand. Es gab zahlreiche Nachmeldungen.

Brief muss bis Sonntagabend da sein

Dennoch gilt für alle, die sich angemeldet haben: Die Wahlunterlagen müssen rechtzeitig im zuständigen Wahlamt ankommen. Der rote Wahlbrief muss am Wahlsonntag bis zum Ende der Wahlzeit (spätestens 18 Uhr) bei der auf dem Umschlag angegebenen Stelle sein.

Dass es diesmal eng für die Beteiligung von Briefwählern an der Bundestagswahl werden könnte, war schon vor der Aussendung der Wahlunterlagen klar. Selbst innerhalb Deutschlands kamen wegen des knapp bemessenen Zeitraums bis zu den vorgezogenen Neuwahlen Zweifel auf.

Mit Informationen der dpa.