Ukraine-Krieg
: Raketenangriff: Atomkraftwerk Saporischschja im Notstrom-Betrieb

Nach einem russischen Raketenangriff ist das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja im Notstrombetrieb mit Generatoren. Der Diesel reicht nur für zehn Tage.
Von
Sven Kaufmann
Saporischschja
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Das Atomkraftwerk Kernkraftwerk Saporischschja war bereits im März 2022 unter Beschuss (Archivbild aus Video). Jetzt ist es nach Raketenangriffen in der Ukraine von der Netzstromversorgung getrennt.

Foto: Uncredited/Kernkraftwerk Saporischschja via AP/dpa

In der Nacht ist aus zahlreichen Städten in der gesamten Ukraine heftiger Raketenbeschuss gemeldet worden, darunter auch aus Kiew.

Davon betroffen ist auch das riesige, ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja, in der südlichen Stadt Enerhodar, das wegen der Angriffe der Russen immer wieder Anlass zur Sorge gab.

Nach Angriff: Notstrom für das Atomkraftwerk Saporischschja

Der Betreiber des AKW meldete jetzt, dass es nach einem russischen Angriff vom Stromnetz abgeschnitten worden sei. „Die letzte Verbindung zwischen dem besetzten Akw Saporischschja und dem ukrainischen Stromnetz wurde infolge von Raketenangriffen unterbrochen“, berichtete Energoatom am Donnerstagmorgen, 09.03.2023, mit.

Das Atomkraftwerk laufe derzeit mithilfe von Diesel-Generatoren, um den notwendigen Strom für den sicheren Betrieb zu liefern. Der Diesel-Vorrat reiche für zehn Tage.

Russland hatte das Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine kurz nach Beginn des Krieges im Februar besetzt. Es handele sich bereits um das sechste Mal seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor mehr als einem Jahr, dass das AKW in den Notbetrieb gehen müsse, hieß es weiter.