Trumps Verfügung blockiert
: Richter rettet Transfrauen vor Verlegung in Männergefängnis

Der Richter Royce Lamberth verwies bei seiner Entscheidung auf die US-Verfassung, die „grausame und unübliche Bestrafung“ verbiete.
Von
Christian Wille
Washington
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US President Donald Trump looks on as French President Emmanuel Macron speaks during a joint press conference in the East Room to the White House in Washington, DC, on February 24, 2025. (Photo by Jim WATSON / AFP)

US-Präsident Donald Trump hat seit seiner Amtseinführung bereits zahlreiche Programme für LGBTQ-Personen gestoppt.

JIM WATSON/AFP
  • US-Richter blockiert Trumps Anordnung zur Verlegung von trans Frauen in Männergefängnisse.
  • Richter Royce Lamberth beruft sich auf das Verbot „grausamer und unüblicher Bestrafung“.
  • Trump stoppte zahlreiche LGBTQ-freundliche Programme seit seiner Amtszeit.
  • Zwölf trans Frauen klagten gegen die Verlegung, aus Angst um ihre medizinische Behandlung.
  • Lamberth erweitert einstweilige Verfügung auf insgesamt zwölf Frauen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein US-Bundesrichter hat für zwölf Transfrauen die von Präsident Donald Trump verfügte Verlegung in Männergefängnisse vorerst blockiert. Zur Begründung verwies Richter Royce Lamberth am Montag unter anderem darauf, dass die US-Verfassung „grausame und unübliche Bestrafung“ verbiete. Es sei davon auszugehen, dass das Frauengefängnis für die Betroffenen „die geeignete Einrichtung im Rahmen der bestehenden verfassungsmäßigen und gesetzlichen Regelung ist“.

Trump will Transfrauen in Männergefängnisse stecken

Konkret wies Trump unter anderem die Behörden an, dafür zu sorgen, dass „Männer nicht in Frauengefängnissen inhaftiert werden“. Zwölf transsexuelle Häftlinge reichten daraufhin Klage ein, um die Regierung an der Umsetzung der Anordnung zu hindern. Sie begründeten dies unter anderem mit der Befürchtung, ihre geschlechtsspezifische medizinische Behandlung zu verlieren.

Bundesrichter Lamberth erließ daraufhin eine einstweilige Verfügung, um zunächst die Überstellung von drei Transfrauen in Männergefängnisse zu stoppen – am Montag weitete er dies auf neun weitere aus.

US-Präsident stoppt LGBTQ-freundliche Programme

Trump hat seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus zahlreiche Programme beendet, die darauf abzielten, Vielfalt und Gleichheit in der Regierung, am Arbeitsplatz und im Gesundheitswesen sowie die Rechte von LGBTQ-Menschen zu fördern. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer. Transgender Personen sind Menschen, die sich nicht mit ihrer durch die biologischen Geschlechtsmerkmale zugewiesenen Rolle als Mann oder Frau identifizieren.

Mit Material von afp.