Reaktionen auf TV-Duell in den USA: Taylor Swift und die Obamas stehen klar auf Harris' Seite

Im Anschluss an das TV-Duell zwischen Kamala Harris und Donald Trump äußern sich Michelle Obama (von links), Taylor Swift und Barack Obama zur US-Präsidentschaftswahl.
afp, Collage mit befunkyEs ist wohl der Moment, auf den viele Menschen sehnlichst gewartet haben, als sich die US-amerikanische Sängerin Taylor Swift heute Nacht (11. September) zur US-Präsidentschaftswahl geäußert hat. Wenige Minuten nach Ende des hitzigen TV-Duells, das sich Donald Trump und die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris lieferten, sicherte Swift überraschend Harris die Unterstützung zu.
Swift nutzt ihren enormen Einfluss auf Social Media
In einem Instagram-Post schrieb der US-Superstar, dass sie bei der Präsidentenwahl für Harris und deren Vizepräsidenten Tim Walz stimmen werde. Swift hat bei ihren Fans enormen Einfluss – vor allem bei jungen Frauen, einer wichtigen Wählergruppe – und auf der Plattform Instagram rund 283 Millionen Followerinnen und Follower. Der Einfluss der Sängerin dürfte sich merklich auf den Wahlkampf auswirken. Mehr als vier Millionen Menschen haben ihren Instagram-Post innerhalb von zwei Stunden bereits gelikt.
In dem Beitrag schrieb sie, die Fernsehdebatte verfolgt zu haben. Es sei ein guter Zeitpunkt, sich über die jeweiligen Positionen der Kandidaten zu informieren. Mit Blick auf Harris schrieb Swift: „Ich halte sie für eine besonnene, begabte Führungspersönlichkeit und glaube, dass wir in diesem Land so viel mehr erreichen können, wenn wir von Ruhe und nicht von Chaos geleitet werden.“
Auch Barack Obama äußert sich auf Instagram
Auch Barack Obama, ehemaliger demokratischer Präsident der USA, und seine Frau Michelle Obama äußerten sich im Anschluss an das TV-Duell auf Instagram. „Heute Abend haben wir aus erster Hand erfahren, wer die Vision und die Kraft hat, dieses Land voranzubringen, anstatt uns zu spalten“, schreibt Barack Obama unter einem Post auf seinem Instagram-Account. Kamala Harris werde eine Präsidentin für alle Amerikaner sein. Barack Obama ruft seine gut 36 Millionen Followerinnen und Follower dazu auf, sich an die Arbeit zu machen.
„TUT ETWAS“, appelliert Michelle Obama nach Debatte
Michelle Obama spricht sich wenig überraschend ebenfalls für Kamala Harris als zukünftige US-Präsidentin aus. Diese sei die einzige Kandidatin im Wahlkampf, die bereit dafür ist, Präsidentin zu werden. Die ehemalige First Lady appelliert an ihre Instagram-Community: „Krempelt die Ärmel hoch und TUT ETWAS – telefoniert, klopft an Haustüren, redet mit jedem, den ihr kennt und fordert sie auf, für Kamala Harris und Tim Walz zu wählen.“
Michelle Obama befürchtet ein knappes Wahlergebnis. „Wir können es uns nicht leisten, dass jemand untätig bleibt. Es steht einfach zu viel auf dem Spiel“, schreibt sie an ihre 57 Millionen Followerinnen und Follower.
Kopf-an-Kopf-Rennen
Harris und Trump liegen in Umfragen in etwa gleichauf. Beide wollen vor allem unentschlossene Wählerinnen und Wähler für sich gewinnen. Einer aktuellen Umfrage zufolge sind Harris' Positionen vielen Menschen wenig bekannt. Sie bemühte sich daher bei der Debatte, ihre inhaltlichen Ziele auszubreiten – unter anderem bei ihrem Paradethema Abtreibung.
Das einzige TV-Duell der beiden?
Vorab hatte es langes Gezerre um den Termin für die Fernsehdebatte gegeben. Unmittelbar nach dem Duell erklärte sich Harris' Team umgehend zu einer zweiten Debatte im Oktober bereit. Bislang ist allerdings noch kein Termin für ein weiteres Duell vereinbart. Als Nächstes sind die Vizekandidaten an der Reihe: Tim Walz und J.D. Vance treffen sich am 1. Oktober (Ortszeit) zum Schlagabtausch.
Mit Material der dpa.
