Politbarometer: AfD mit Rekordwert in Umfrage

CDU und CSU kommen in der am Freitag veröffentlichten Umfrage zusammen auf 27 Prozent, ebenfalls die AfD
Sina Schuldt/dpa- Union und AfD erreichen im ZDF-„Politbarometer“ je 27 % – beide legen 1 Prozentpunkt zu.
- SPD bleibt bei 14 %, Grüne unverändert bei 12 %, Linke fällt auf 9 %, sonstige Parteien bei 11 %.
- 71 % der Befragten sehen Rentenpolitik als Belastung für Jüngere, 62 % der Älteren stimmen zu.
- Streit um Rentenniveau bis 2031 – Unionsnachwuchs warnt vor Kosten von 120 Milliarden Euro.
- Rentenpaket der Koalition wackelt – Widerstand von 18 Unionsabgeordneten könnte Mehrheit kosten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Union und AfD haben im ZDF-„Politbarometer“ leicht an Zustimmung gewonnen und teilen sich weiter den ersten Platz. CDU und CSU kommen in der am Freitag veröffentlichten Umfrage zusammen auf 27 Prozent, ebenfalls die AfD. Beide gewannen im Vergleich zur Umfrage Anfang des Monats einen Prozentpunkt hinzu. Auf Platz drei landet weiter die SPD mit unverändert 14 Prozent vor den Grünen mit unverändert zwölf Prozent.
Die Linkspartei dahinter verlor einen Punkt auf nun neun Prozent. Die sonstigen Parteien - darunter auch die FDP und das BSW - verloren ebenfalls einen Punkt und kommen auf gemeinsam elf Prozent.
Rentenpolitik geht zulasten der Jüngeren
Eine große Mehrheit der Bundesbürger ist der Umfrage zufolge zudem der Ansicht, dass die Rentenpolitik zu stark zu Lasten der jüngeren Generation geht. 71 Prozent der Befragten sehen dies so, darunter auch 62 Prozent der über 60-Jährigen. Knapp jeder Vierte (23 Prozent) ist hingegen nicht dieser Ansicht, der Rest positionierte sich nicht dazu.
Ein aktueller Gesetzesvorschlag der Bundesregierung sieht vor, das Rentenniveau bis zum Jahr 2031 unverändert zu halten und dieses Niveau dann als Basis für die Rentenberechnung nach 2031 zu nutzen. Nicht nur in der CDU gibt es darüber Streit, auch die Bevölkerung ist bei diesem Thema gespalten.
46 Prozent aller Befragten und 50 Prozent der Unionsanhänger fänden es demnach gut, wenn das unveränderte Rentenniveau trotz sehr hoher finanzieller Belastungen auch nach 2031 als Berechnungsbasis dienen würde. Insgesamt 43 Prozent der Befragten und 39 Prozent der CDU/CSU-Anhänger sprechen sich angesichts der hohen Folgekosten gegen diesen Plan aus, darunter mehr jüngere als ältere Befragte.
Rentenpaket steht auf der Kippe
Das Rentenpaket der schwarz-roten Koalition steht im Bundestag wegen des Widerstands der 18 Abgeordneten der Jungen Gruppe in der Union auf der Kippe. Sollten ihre Stimmen bei dem für Dezember geplanten Votum fehlen, hätte die Koalition keine Mehrheit. Der Unionsnachwuchs begründet seinen Widerstand damit, dass die von der SPD gewünschte Festschreibung des Rentenniveaus über 2031 hinaus Folgekosten von rund 120 Milliarden Euro nach sich ziehen würde.
Die Forschungsgruppe Wahlen befragte für das ZDF 1207 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte zwischen dem 18. und 20. November. Die maximale Fehlertoleranz wurde mit plus/minus zwei Prozentpunkten angegeben.


Erst Stadtbild-Debatte, dann Renten-Debatte und jetzt auch noch die Brasilien-Debatte. So unterschiedlich die Themen sind – aus ihnen erwächst inzwischen eine für Kanzler Friedrich Merz (CDU) gefährliche Frage.