NRW Kommunalwahlen: 16 tote Kandidaten – Was steckt dahinter?

Der Tod von Kommunalwahlkandidaten der AfD nährt Spekulationen im Internet.
Oliver Berg/dpa- 16 Todesfälle unter Kommunalwahlkandidaten in NRW gemeldet, Wahl am 14. September 2025.
- Sieben der Verstorbenen gehören zur AfD, weitere Fälle betreffen neun andere Parteien/Gruppen.
- Polizei schließt in vier Fällen unnatürliche Todesursachen oder Fremdverschulden aus.
- Landeswahlleiterin sieht keine Hinweise auf ungewöhnlich viele Todesfälle bei Kandidaten.
- AfD-Landeschef Vincentz kritisiert „rücksichtslosen Umgang“ mit der Partei als möglichen Hintergrund.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Anderthalb Wochen vor der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen hat die Landeswahlleiterin Kenntnis von 16 Todesfällen unter den insgesamt mehreren tausend Kandidaten. Was sind die Hintergründe?
Erhöhte Anzahl von Todesfällen vor Kommunalwahlen in NRW?
Angesichts von Spekulationen im Internet, dass besonders viele AfD-Kandidaten betroffen sein könnten, betonte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf, es gebe keine Hinweise auf eine signifikant erhöhte Anzahl von Todesfällen. Bei der Kommunalwahl 2020 waren in NRW mehr als 20.000 Mandate vergeben worden.
Der Sprecher erklärte, dass solche Todesfälle unter Kandidatinnen und Kandidaten – unabhängig von Partei oder Wählergruppe – bei allen Wahlen vorkommen können. Da die kommunalen Behörden nicht verpflichtet sind, diese an die Landeswahlleiterin zu melden, seien die genannten Fälle möglicherweise nicht vollständig.
Allein sieben Todesfälle bei der AfD
Von den bislang erfassten 16 Todesfällen betreffen den Angaben zufolge sieben die AfD und jeweils einer die SPD, die Sozialdemokratische Aktion (SDA), FDP, Grüne, die Tierschutzpartei, die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG), Freie Wähler, die Partei Volksabstimmung sowie eine Wählergruppe - in insgesamt 14 verschiedenen Gemeinden.
Im Internet wird wild spekuliert
Im Internet hatten unter anderem Andeutungen einzelner AfD-Politiker Spekulationen zum Tod von AfD-Kandidaten befeuert. In vier Fällen hatte die Polizei unnatürliche Todesursachen beziehungsweise ein Fremdverschulden bereits ausgeschlossen.
Das sagt der AfD-Landeschef
Der Landesparteichef der AfD NRW, Martin Vincentz, teilte der dpa mit: „Nach den ersten uns vorliegenden Informationen haben wir keine Hinweise auf unnatürliche Todesfälle.“ Die im Netz offenbarten Gedanken über mögliche Hintergründe seien allerdings ein Spiegel des parteipolitischen Umgangs: „Wenn für viele Menschen mittlerweile selbst politischer Mord vorstellbar erscheint, ist das eine direkte Folge des oft rücksichtslosen Kampfes, der seit Jahren gegen die AfD geführt wird“, argumentierte Vincentz. „Das macht uns sehr betroffen und zeigt, wie die Politik der Brandmauer demokratisches Miteinander aushöhlt.“
