Neue Bundesregierung
: SPD-Parteichef Klingbeil soll Vizekanzler und Finanzminister werden

Das nächste Bundeskabinett nimmt weiter Form an: SPD-Parteichef Lars Klingbeil sichert sich eine Machtposition.
Von
dpa
Berlin
Jetzt in der App anhören
Dialogkonferenz zum SPD-Mitgliedervotum in Baunatal: ARCHIV - 26.04.2025, Hessen, Baunatal: Der SPD Parteivorsitzender Lars Klingbeil stellt sich während der Dialogkonferenz zum SPD-Mitgliedervotum den Fragen der Teilnehmer. (zu dpa: «Klingbeil soll Vizekanzler und Finanzminister werden») Foto: Matthias Bein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Verantwortlichkeiten des SPD Parteivorsitzenden Lars Klingbeil in der nächsten Bundesregierung werden klarer.

Matthias Bein/dpa
  • Lars Klingbeil (SPD) wird Vizekanzler und Finanzminister in der neuen Bundesregierung.
  • Er übernimmt das Finanzministerium und wird Stellvertreter von Friedrich Merz (Union).
  • Trotz Wahlniederlage sichert sich Klingbeil eine wichtige Machtposition.
  • SPD-Mitglieder stimmten mit 84,6 Prozent für den Koalitionsvertrag.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

SPD-Chef Lars Klingbeil soll Vizekanzler in der neuen Bundesregierung werden. Das Parteipräsidium habe sich einstimmig dafür ausgesprochen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen. Damit wird Klingbeil Stellvertreter des wohl künftigen Bundeskanzlers Friedrich Merz (Union) und zementiert seine Macht.

Klingbeil übernimmt nach Informationen der dpa das Finanzministerium, das als mächtigstes Ressort gilt. Damit hat er nicht nur die Hoheit über die Aufstellung des Haushalts, sondern wird auch außenpolitisch Akzente setzen können – denn in dem Bereich liegt Klingbeils eigentliche politische Leidenschaft.

Klingbeil sichert sich Machtposition trotz Niederlage

Klingbeil ist seit 2021 Parteivorsitzender und übernahm nach dem Debakel seiner Partei bei der Bundestagswahl auch das Amt des Fraktionschefs. Der 47 Jahre alte Niedersachse sicherte sich damit trotz der von ihm mitverantworteten Niederlage eine Machtposition.

Er führte die SPD in die Koalitionsverhandlungen mit der Union, verhandelte teilweise unter vier Augen mit dem voraussichtlich künftigen Kanzler Friedrich Merz – ohne Co-Parteichefin Saskia Esken.

Zuvor hatten die SPD-Parteimitglieder den Koalitionsvertrag nach der CSU und CDU dem Vertrag über die Bildung einer schwarz-roten Regierungskoalition ebenfalls mit großer Mehrheit zugestimmt. 84,6 Prozent der Mitglieder votierten dafür.