Nato-Gipfel
: Trump: Waffenruhe im Iran ist vorbei – Grönland für die USA „sehr wichtig“

Auf dem Nato-Gipfel hat US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe im Iran für beendet erklärt. Er äußerte in Ankara scharfe Kritik an der Nato und erneuerte seinen Anspruch auf Grönland.
Von
dpa
Ankara
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US-Präsident Donald Trump

Streit auf dem Nato-Gipfel: „Ich bin sehr verärgert über die Nato“, sagt US-Präsident Donald Trump.

Alex Brandon/AP/dpa
  • Trump erklärte auf dem Nato-Gipfel in Ankara die Waffenruhe mit dem Iran für beendet.
  • Er sprach von einer jüngsten Eskalation im Krieg zwischen den USA und dem Iran.
  • Gespräche sollen dennoch möglich bleiben, wenn seine Unterhändler dies wünschen.
  • Am Rande des Gipfels kam es zu harten Worten – Streit prägte das Treffen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach den nächtlichen Angriffen der US-Streitkräfte auf Ziele im Iran hat US-Präsident Donald Trump die Feuerpause mit der Islamischen Republik für beendet erklärt. „Was mich betrifft, ist sie vorbei“, sagte Trump am Mittwoch auf dem Nato-Gipfel in Ankara auf die Frage eines Journalisten. Trump bezeichnete die iranische Führung als „Lügner“ und „krank“.

„Es ist reine Zeitverschwendung, sich mit ihnen abzugeben“, sagte Trump weiter über die iranische Führung. Trump fügte an: „Das sind fiese Typen, deshalb haben sie es auf jeden abgesehen, wahrscheinlich auch auf mich. Ich stehe schon seit Jahren ganz oben auf ihrer Liste. Und sie sind ein Haufen Abschaum, um ehrlich zu sein. Sie sind Abschaum.“

Die Angriffe der USA auf iranische Ziele in der Nacht zum Mittwoch bezeichnete Trump als „sehr heftig“ und ergänzte: „Wir haben ihnen gestern Abend sehr hart zugesetzt, sehr hart.“

Streit beim Nato-Gipfel in Ankara

Zuvor hatte der US-Präsident bereits angekündigt, keinen Handel mehr mit Spanien zu machen. „Ich will nichts mit Spanien zu tun haben. Alle Handelsbeziehungen mit Spanien sollten abgebrochen werden“, sagte Trump am Mittwoch.

„Ich bin sehr verärgert über die Nato“, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. „Ich bin nicht glücklich mit der Nato wegen dem, was sie mit Grönland gemacht haben“, sagte Trump. Zudem habe die Allianz Washington im Iran-Krieg nicht geholfen.

„Sie waren nicht bereit, uns zu helfen“, bekräftigte Trump seine oft geäußerte Kritik an den Verbündeten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Die USA hätten nicht wirklich Hilfe gebraucht, er habe die Nato-Partner auf die Probe gestellt, sagte der US-Präsident. In diesem Zusammenhang nannte er erneut Italien und Deutschland.

Trump hat den Verbündeten wiederholt vorgeworfen, die USA im Iran-Krieg nicht ausreichend unterstützt zu haben, und deshalb damit gedroht, sie im Ernstfall nicht zu verteidigen.

Der US-Präsident nahm Rutte von seiner Kritik aus. „Ich möchte Mark danken. Er ist ein großartiger Generalsekretär der Nato“, sagte Trump in Beisein des Niederländers. Er habe nicht mit Rutte über Hilfe im Iran-Krieg gesprochen. „Ich glaube, wenn ich es getan hätte, wäre es vielleicht anders gekommen.“

Trump verwies auf das viele Geld, dass die USA für Verteidigung ausgeben, um die Nato-Partner „vor Russland zu schützen“. Dabei habe „das nichts mit uns zu tun. Wir haben einen Ozean dazwischen“, fügte er hinzu.

Grönland sei „sehr wichtig“ für die USA

Zu Grönland sagte Trump, die Insel sei „sehr wichtig“ für die USA, aber nicht für Dänemark. „Wir brauchen es zum Schutz der Welt, nicht nur der Vereinigten Staaten“, betonte der Präsident. Deshalb sei Grönland „ein großes Problem für uns“.

Im vergangenen Winter hatte Trump wiederholt die Annexion des zu Dänemark gehörenden Grönlands gefordert und damit die Nato-Partner brüskiert. Nach einem von Rutte vermittelten Kompromiss auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ließ der US-Präsident zunächst von seiner Forderung ab. Nach seiner Ankunft in Ankara am Dienstag sagte er dann, Grönland „sollte von den Vereinigten Staaten kontrolliert sein, nicht von Dänemark“.