Eklat beim Nato-Gipfel
: Trump will „alle Handelsbeziehungen mit Spanien“ abbrechen

US-Präsident Donald Trump fordert wegen des Nato-Streits mit Spanien den sofortigen Abbruch aller Handelsbeziehungen – obwohl die Zuständigkeit bei der Europäischen Union liegt.
Von
afp
Ankara
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TURKEY-US-NATO-SUMMIT-DEFENCE: US President Donald Trump reacts as he meets with NATO Secretary General on the sidelines of the NATO summit in Ankara, on July 8, 2026. The summit comes at a fraught time for the 77-year-old transatlantic alliance, with the US President demanding members make good on a pledge to ramp up defence spending as Washington takes a step back from Europe. (Photo by Filip SINGER / POOL / AFP)

US-Präsident Donald Trump: „Ich will nichts mit Spanien zu tun haben.“

FILIP SINGER/afp
  • Trump droht beim Nato-Gipfel mit Abbruch aller Handelsbeziehungen zu Spanien.
  • Begründung ist ein Streit über Spaniens Engagement in der Nato.
  • Zitat: „Ich will nichts mit Spanien zu tun haben“, sagte Trump am Mittwoch.
  • Der Abbruch solle „sofort“ erfolgen – Spanien sei „ein schrecklicher Nato-Partner“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

US-Präsident Donald Trump will wegen des Streits um Spaniens Engagement in der Nato den Handel mit dem EU-Land einstellen. „Ich will nichts mit Spanien zu tun haben. Alle Handelsbeziehungen mit Spanien sollten abgebrochen werden“, sagte Trump am Mittwoch beim Nato-Gipfel in Ankara. Der Beziehungsabbruch soll demnach „sofort“ vollzogen werden, Spanien sei „ein schrecklicher Nato-Partner“.

Trump wirft den Nato-Staaten vor, nicht genug für die Verteidigung zu tun und sich auf die USA zu verlassen. Er fordert von allen Mitgliedsländern des Verteidigungsbündnisses, dass sie ihre Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung erhöhen. Spanien gehört zu den Ländern, deren Verteidigungsausgaben bislang kaum steigen. Im laufenden Haushaltjahr liegen sie weiterhin bei rund zwei Prozent der Wirtschaftsleistung.

Spanien hat Iran-Krieg kritisiert

Spanien hatte sich zudem mit Kritik am US-Krieg gegen den Iran bei Trump unbeliebt gemacht. Unter anderem verweigerte Madrid der US-Armee die Nutzung von Stützpunkten für den Krieg. Spanien gehört außerdem zu den schärfsten Kritikern Israels unter den EU-Staaten. Ministerpräsident Pedro Sánchez warf Israel wiederholt vor, im Gazastreifen einen „Völkermord“ zu begehen.

Inwiefern die USA die Handelsbeziehungen mit einem einzelnen EU-Land abbrechen können, ist allerdings fraglich. Der Außenhandel liegt gemäß der Logik des gemeinsamen europäischen Binnemarktes als gebündelte Aufgabe des Staatenbundes in der Verantwortung Brüssels.