Nach Wahl zum Landtagspräsidenten: Bericht: BMW stellt AfD-Politiker Rausch keinen Dienstwagen zur Verfügung

Tobias Rausch (AfD) ist der neue Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt.
Jan Woitas/dpa pool/dpa- BMW zieht laut Landtag ein Leasingangebot für den Dienstwagen von Tobias Rausch zurück.
- Hintergrund: Rausch wurde zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt gewählt.
- Die „Zeit“ berichtet, BMW kommentiert den Fall nicht und verweist auf keine Aussagen zu Kunden.
- Weitere große Marken hätten bisher keine Angebote für den Präsidentenwagen vorgelegt.
- Rausch ist der erste AfD-Politiker in Deutschland, der dieses Amt erhielt; er bekam sofort die Mehrheit.
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Der Autobauer BMW stellt dem in Sachsen-Anhalt zum Landtagspräsidenten gewählten AfD-Politiker Tobias Rausch einem Bericht zufolge keinen Dienstwagen zur Verfügung. Wie die „Zeit“ am Freitag unter Berufung auf die Landtagsverwaltung berichtete, zog die Unternehmenszentrale des Münchner Konzerns am Dienstag ein entsprechendes Leasingangebot zurück, das sie dem Landtag zuvor unterbreitet hatte. Am selben Tag war der AfD-Politiker gewählt worden.
BMW selbst wollte den Fall dem Bericht zufolge nicht kommentieren und betonte, sich „grundsätzlich nicht zu Kundenbeziehungen“ zu äußern. Laut „Zeit“ war das Leasingangebot von BMW das einzige, das dem Landtag für das Fahrzeug des Parlamentspräsidenten von einem der namhaften deutschen Hersteller vorlag. Von den weiteren großen Marken wie Mercedes oder Audi habe es bislang keine Angebote gegeben.
Mit Rausch war zum ersten Mal in Deutschland ein AfD-Politiker zum Landtagspräsidenten gewählt worden. Der 35-Jährige erhielt auf Anhieb die nötige Mehrheit. Für Rausch stimmten auch neun Abgeordnete von außerhalb seiner eigenen Fraktion.