Nach Start der Luftbrücke: Merz will Hilfe für Gaza auch über Landweg möglich machen

Über die Plattform X betont Kanzler Friedrich Merz, dass die Bundesregierung an Hilfslieferungen für Gaza über den Landweg arbeite.
Soeren Stache/dpa- Kanzler Merz will Hilfslieferungen für Gaza künftig auch über den Landweg ermöglichen.
- Bundeswehr startete Luftbrücke: 34 Paletten mit 14 Tonnen Hilfsgütern abgeworfen.
- Kritik an Luftbrücke: ineffizient, gefährlich; Hilfsorganisationen fordern Landweg.
- UNRWA warnt: Airdrops beenden Hunger nicht, 6000 Laster warten an der Grenze.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat der Bundeswehr für ihre Beteiligung an einer Luftbrücke für Hilfsgüter für den Gazastreifen gedankt und gleichzeitig betont, dass die Bundesregierung weiter an der Ermöglichung von Hilfslieferungen über den Landweg arbeite. „Wir wissen: Airdops sind nur ein kleiner Beitrag, um das Leid der Menschen in Gaza zu lindern. Deshalb arbeiten wir weiter intensiv daran, Hilfe über den Landweg zu ermöglichen“, erklärte Merz am Freitagabend im Onlinedienst X.
Der Kanzler dankte der Bundeswehr vor Ort und den jordanischen und europäischen Partnern. Die Luftbrücke war in Zusammenarbeit mit Jordanien zustande gekommen. Dem Beitrag waren Fotos angefügt, die unter anderem auf einen Küstenstreifen hinabgleitende Fallschirme mit Paketen daran zeigen.
Kritik an Luftbrücke: ineffizient und gefährlich
Am Freitag hatte die Bundeswehr damit begonnen, Hilfsgüter über dem Gazastreifen abzuwerfen. Bei den ersten beiden Flügen wurden laut Auswärtigem Amt 34 Paletten mit insgesamt knapp 14 Tonnen Nahrungsmitteln und medizinischen Hilfsgütern abgeworfen.
Hilfsorganisation kritisieren solche Luftbrücken als ineffizient und gefährlich und fordern stattdessen Hilfslieferungen über den Landweg. Der Chef des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA, Philippe Lazzarini, erklärte im Onlinedienst X, diese sogenannten Airdrops würden die „sich verschlimmernde Hungersnot“ nicht beenden. Sie seien „teuer, ineffizient und könnten ausgehungerte Zivilisten sogar töten“. Knapp 6000 Laster mit Hilfsgütern stünden an der Grenze bereit und warteten auf Erlaubnis, in den Gazastreifen zu fahren.
