Nach einer Messerattacke in einer Flüchtlingsunterkunft in Kressbronn im Bodenseekreis erlag am späten Sonntagabend eines der Opfer seinen Verletzungen.
Nach ersten Informationen der Polizei, die der SWR eingeholt hat, soll ein 31 Jahre alter Bewohner der Unterkunft gegen 22 Uhr wahllos an Türen geklopft und dann auf mehrere Mitbewohner mit einem Messer eingestochen haben.

Messerstecherei in Kressbronn: Mutmaßlicher Täter festgenommen

Ein Mann wurde durch die Messerstiche tödlich verletzt und starb noch vor Ort, mindestens fünf weitere Bewohner wurden verletzt. Ein Schwerverletzter wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen; vier weitere Verletzte wurden von Rettungswagen ins Klinikum gebracht.
Den 31-Jährigen nahmen die Beamten widerstandslos vor der Asylbewerberunterkunft fest. Sein Motiv und weitere Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Spezialisten der Kriminaltechnik sicherten am Montagmorgen Spuren am Tatort.

Messerattacken mit oft schweren Folgen

Dass Täter mit einem Messer auf Menschen losgehen und ihnen dadurch mindestens schwere Verletzungen zufügen, kommt in der Region nicht selten vor:
  • Erst wenige Wochen ist der Messerangriff an einer Grundschule in Esslingen her: Ein siebenjähriges Mädchen und eine 61 Jahre alte Betreuerin wurden durch Messerstiche schwer verletzt.
  • Vergangene Woche ereignete sich eine Bluttat in Bisingen (Zollernalbkreis), bei der eine 63-Jährige auf einen 77-Jährigen eingestochen haben soll. Gegen die Frau wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt.
  • Bei einem Streit in einer Schrebergartenanlage am Donaubad in Neu-Ulm wurde im Mai ein Mann mit einem Messer niedergestochen. Er schwebte in Lebensgefahr.