Medienberichte
: Warken wird Kanzleramtschefin, Linnemann Gesundheitsminister

EilmeldungÜbereinstimmenden Medienberichten zufolge baut der Kanzler seine Regierung um: Die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken soll Thorsten Frei im Kanzleramt ersetzen. Der Baden-Württembergerin würde ein Merz-Vertrauter folgen.
Von
Igor Steinle
Ulm
Gremiensitzungen der Bundesparteien: 08.09.2025, Berlin: Carsten Linnemann (l), CDU-Generalsekretär, und Nina Warken (CDU), Bundesministerin für Gesundheit, geben nach den Gremiensitzungen ihrer Partei im Konrad-Adenauer- Haus eine Pressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Carsten Linnemann (l), CDU-Generalsekretär, und Nina Warken (CDU), Bundesministerin für Gesundheit, bekommen neue Aufgaben.

Kay Nietfeld/dpa
  • Merz plant eine Umbildung der Regierung nach Spahns Rücktritt als Unionsfraktionschef.
  • Nina Warken soll Kanzleramtschefin werden – sie würde Thorsten Frei ablösen.
  • Frei gilt als Nachfolger von Jens Spahn an der Spitze der Unionsfraktion im Bundestag.
  • Carsten Linnemann soll das Gesundheitsministerium übernehmen.
  • Offizielle Bestätigungen fehlen noch, das Personalpaket werde final abgestimmt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bundeskanzler Friedrich Merz baut nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn seine Regierung um. Nach übereinstimmenden Medienberichten von „Spiegel“ und „Bild“ soll Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) neue Kanzleramtschefin werden. Sie würde auf Thorsten Frei (CDU) folgen, der den Vorsitz der Unionsfraktion im Bundestag übernehmen soll.

Den dadurch frei werdenden Posten im Bundesgesundheitsministerium soll nach den Berichten CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann übernehmen. Eine offizielle Bestätigung der Personalentscheidungen lag zunächst nicht vor. Nach Angaben beider Medien werde das Personalpaket noch final abgestimmt. „Der Bundeskanzler wird die Personalentscheidungen bekanntgeben, wenn alle offenen Punkte geklärt sind“, hieß es am Donnerstagabend aus dem Umfeld von Friedrich Merz.

Personalrochade nach Spahns Rücktritt

Merz hatte bereits am Wochenende im ZDF angekündigt, den Wechsel an der Spitze der Unionsfraktion für eine Kabinettsumbildung nutzen zu wollen. Frei gilt als Nachfolger des zurückgetretenen Jens Spahn, der sein Amt als Fraktionschef nach der Debatte um die Geburt seines Sohnes durch eine Leihmutter in den USA niedergelegt hatte. Schon seit Dienstagabend war Warken als Nachfolgerin von Frei im Gespräch, soll aber aus familiären Gründen zunächst mit ihrer Zusage gezögert haben.

Offen ist bislang, wer Linnemann als CDU-Generalsekretär nachfolgen soll. Nach BILD-Informationen werden dafür unter anderem Bundesschatzmeisterin Franziska Hoppermann und die Bundestagsabgeordnete Catarina dos Santos-Wintz gehandelt.

Spahn war als Unionsfraktionschef im Bundestag zurückgetreten, nachdem er öffentlich gemacht hatte, dass er und sein Ehemann Daniel Funke mit Hilfe einer Leihmutter in den USA ein Kind bekommen hatten. Mit dem Rückzug reagierte er auf die scharfe Kritik auch innerhalb der Union an seinem Verhalten. In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Der 46-jährige CDU-Politiker aus Nordrhein-Westfalen sagte nicht, ob er sein Bundestagsmandat behalten will.

Mit Material von dpa.