• Am 14.03.2021 hat Baden-Württemberg einen neuen Landtag gewählt
  • Winfried Kretschmann und die Grünen haben die Landtagswahl BW klar gewonnen
  • Die CDU und Susanne Eisenmann hingegen haben ein Wahldebakel erlebt
  • Mit welcher Partei und ihren Abgeordneten werden Kretschmann und die Grünen nun eine Koalition bilden?
  • Hier sind alle Informationen zum Endergebnis, zu Zahlen, Wahlbeteiligung sowie der Sitzverteilung der Kandidaten im Landtag BW
Die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg haben über den neuen Landtag entschieden. Der grüne Amtsinhaber Winfried Kretschmann bleibt Landesvater, Kultusminsterin Susanne Eisenmann (CDU) sagte nach dem schlechten Wahlergebnis für die CDU, dass sie für das Wahlergebnis als Spitzenkandidatin die Verantwortung trage.

Aktuelle Entwicklungen im Live-Ticker: Hochrechnungen, Reaktionen, Ergebnisse

In unserem Live-Ticker zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021 berichten wir am Wahl-Sonntag und darüber hinaus über die neuesten Entwicklungen der Wahl sowie die Ergebnisse:

Eisenmann zieht sich aus der Politik zurück

Update: Dienstag, 16.03.2021, 17:45 Uhr

Wie am Dienstagnachmittag bekannt wurde, zieht sich Noch-Kultusministerin Susanne Eisenmann aus der Politik zurück. Nach dem Desaster bei der Landtagswahl will die gescheiterte Spitzenkandidatin den Weg für einen Neuanfang freimachen.

Mit wem gehen dir Grünen in eine Koalition? Gespräche starten am Mittwoch

Update: Dienstag, 16.03.2021, 09:00 Uhr

Nach ihrem historischen Sieg bei der Landtagswahl haben die Grünen Bedingungen für eine Koalition aufgestellt. „Es geht um Klimaschutz, Innovationen und Zusammenhalt. Aber auch um Vertrauen und Verlässlichkeit“, sagte Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand der Deutschen Presse-Agentur nach einer virtuellen Sitzung des Landesvorstands am Montag. Am Nachmittag sollten die Einladungen für die Sondierungsgespräche verschickt werden. Es gehe dabei nach Stärke der anderen Parteien. Am Mittwoch spreche man zuerst mit dem derzeitigen Koalitionspartner CDU, am Freitag dann nacheinander mit SPD und FDP. „Wir gehen ohne Vorfestlegungen und Automatismen in die Gespräche“, stellte Hildenbrand klar. Sie dienten auch dazu zu sehen, ob die Chemie stimmt. Es brauche eine „Vertrauenskultur“.

Kretschmann: Was Scholz zu möglichen Koalitionen sagt, „ist mir ziemlich egal“

Update: Dienstag, 16.03.2021, 07:00 Uhr

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will sich von der Bundes-SPD und Vizekanzler Olaf Scholz nicht zu einer Ampel-Koalition drängen lassen. „Was jetzt der Finanzminister Scholz dazu sagt, ist mir mal ziemlich egal“, sagte der grüne Wahlsieger am Montagabend im SWR Fernsehen.
Es sei noch völlig unklar, ob die Grünen im Südwesten die Koalition mit der CDU fortsetzen oder mit SPD und FDP ein Ampel-Bündnis bilden werden. Man könne ihm da noch nicht in die Karten schauen. „Das Kartenspiel ist noch gar nicht verteilt.“ Die Grünen hatten die Landtagswahl am Sonntag mit 32,6 Prozent klar vor der CDU gewonnen, die nur auf 24,1 Prozent kam.
Auf die Frage, ob es nicht sinnvoll sei, mitten in der Corona-Pandemie das eingespielte grün-schwarze Bündnis fortzusetzen, sagte Kretschmann: „Das kann natürlich nicht der Gesichtspunkt sein. Die Legislatur dauert ja fünf Jahre, die Pandemie ist hoffentlich im Sommer vorbei.“

CDU in städtischen Milieus „ein Wettbewerber unter vielen“

Update: Dienstag, 16.03.2021, 06:00 Uhr

Die CDU verliert vor allem in Städten das Label der Volkspartei. „Die CDU kam diesem Modell zwar lange nahe, ist aber heute – so die Datenlage – in städtischen Milieus nur noch eine unter vielen Wettbewerbern“, erklärte der Freiburger Politikwissenschaftler Uwe Wagschal am Montag nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg, bei der die Christdemokraten ein historisch schlechtes Ergebnis erzielt hatten. „Das Konzept der Volkspartei ist ein Modell aus der alten Bundesrepublik mit einem Zweieinhalb-Parteiensystem aus CDU/CSU, SPD und FDP“, so Wagschal. Heute sei die Parteienlandschaft sehr viel ausdifferenzierter, aber auch zersplitterter.

CDU-Bundestagsabgeordnete Kemmer: „Hatten falsche Spitzenkandidatin“

Update: Montag, 15.03.2021, 16:20 Uhr

Die Ulmer CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer hat eine Ursache für das Wahldebakel ihrer Partei bei der Landtagswahl BW ausgemacht. Und sie fordert, dass ihre Partei aus dem Ergebnis Konsequenzen zieht.

CDU-Chef Laschet will sich nicht in Baden-Württemberg einmischen

Update: Montag, 15.02.2021, 15:12 Uhr

Trotz des Desasters seiner Partei bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg will sich CDU-Chef Armin Laschet nicht in den Neuaufbau der Südwest-CDU einmischen. „Ich hätte mir als Landesvorsitzender in Regierungs- und Oppositionszeiten verbeten, dass die Bundespartei regelt, wie wir zu arbeiten und Wahlkampf zu machen haben und wie wir uns aufstellen“, sagte der neue Bundesvorsitzende am Montag in Berlin. „Das ist Sache des Landesverbands.“ Er sei bereit, seinen Rat zu geben, sollte er gefragt werden. Aber die Südwest-CDU werde selbst die Kraft haben zu überlegen, wie sie sich in Zukunft aufstelle. „Ich traue der baden-württembergischen CDU zu, dass sie das gut lösen wird“, sagte Laschet.

Grüne stellen Bedingungen für Koalition - Erste Machtprobe bei CDU

Update: Montag, 15.03.2021, 14:14 Uhr

Nach ihrem historischen Sieg bei der Landtagswahl haben die Grünen Bedingungen für eine Koalition aufgestellt. „Es geht um Klimaschutz, Innovationen und Zusammenhalt. Aber auch um Vertrauen und Verlässlichkeit“, sagte Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand der Deutschen Presse-Agentur nach einer virtuellen Sitzung des Landesvorstands am Montag. Am Nachmittag sollten die Einladungen für die Sondierungsgespräche verschickt werden. Es gehe dabei nach Stärke der anderen Parteien. Am Mittwoch spreche man zuerst mit dem derzeitigen Koalitionspartner CDU, am Freitag dann nacheinander mit SPD und FDP. „Wir gehen ohne Vorfestlegungen und Automatismen in die Gespräche“, stellte Hildenbrand klar. Sie dienten auch dazu zu sehen, ob die Chemie stimmt. Es brauche eine „Vertrauenskultur“.
Bei der CDU gab es die erste Machtprobe um eine wichtige Personalie. CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart verwarf nach massivem Druck aus den eigenen Reihen seine Pläne, sich an diesem Montag für weitere drei Jahre im Amt bestätigen zu lassen. Eine Gruppe von Abgeordneten wollte per Entschließungsantrag erreichen, dass die Neuwahl zunächst nur so lange gelten soll, bis entschieden ist, ob es zu einer Neuauflage der grün-schwarzen Koalition kommt. Reinhart schlug dann zu Beginn der ersten Fraktionssitzung nach der schweren Niederlage der CDU bei der Landtagswahl vom Sonntag selbst vor, die neue Amtszeit des Vorsitzenden zu begrenzen. Reinhart sagte der dpa, diese Lösung habe er schon am Morgen im Fraktionsvorstand eingebracht. „Ich brauche ein breites Mandat für die Verhandlungen mit den Grünen.“ Die stark geschwächte CDU will unbedingt vermeiden, neben der AfD in der Opposition zu landen.

Fehler im Corona-Krisenmanagement und Maskenaffäre Gründe für Wahlpleiten der CDU?

Update: Montag, 15.03.2021, 10:47 Uhr

CSU-Chef Markus Söder sieht Fehler im Corona-Krisenmanagement als Mitursache für die Wahlpleiten der CDU in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Beim Wettlauf mit der Zeit im Kampf gegen das Virus habe es in den vergangenen Wochen einige Fragen und einige Lücken gegeben, sagte Söder am Montag vor einer Videokonferenz des CSU-Vorstands in München. Als Beispiel nannte er Unzulänglichkeiten bei der Corona-Warn-App, bei der Auszahlung der Wirtschaftshilfen, beim Thema Tests und im Bereich der Impfungen.
Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Silvia Breher zeigte wiederrum Verständnis für Wähler, die sich wegen der sogenannten Maskenaffären von der Union abgewandt haben. „Die Maskenaffäre ist ein unfassbarer Vorgang (...). Da kann ich jeden verstehen, der sagt, das geht jetzt echt gar nicht“, sagte sie im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk am Montag. „Natürlich ist das bitter, das war kein schöner Wahlabend“, sagte sie.

Wissenschaftler: Koalitionen im Südwesten können Signal für Bund sein

Update: Montag, 15.03.2021, 09:55 Uhr

Die Wahlausgänge in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz können aus Sicht des Freiburger Politikwissenschaftlers Ulrich Eith ein Omen für die Bundestagswahl sein. Wenn in beiden Ländern Regierungen ohne Beteiligung der CDU gebildet würden, sei das ein Dämpfer für den neuen Parteichef Armin Laschet, sagte Eith der Deutschen Presse-Agentur. Sollte es in Baden-Württemberg hingegen bei einem grün-schwarzen Bündnis bleiben, bedeute das weiter ein Alleinstellungsmerkmal und sei ein Modell für eine neue Koalitionsoption im Bund nach der Wahl im Herbst.
Dieser Punkt werde bei den Sondierungsgesprächen und Koalitionsverhandlungen aber eine geringere Rolle spielen, sagte der Experte. Wichtiger seien pragmatische Aspekte: dass es mit einem Partner einfacher und schneller sei als mit zwei anderen Parteien, eine Einigung zu finden. Zudem gehe es um inhaltliche Kriterien: Die vergangene Legislaturperiode habe gezeigt, dass Grüne und CDU in der Wirtschafts- und Finanzpolitik viele Gemeinsamkeiten hatten. „Das hat diese Koalition auch getragen“, sagte Eith. Andere Themen, die unter Grün-Rot von 2011 bis 2016 noch als Reforminitiativen sichtbar waren, seien weniger zur Geltung gekommen. Als Beispiele nannte der Forscher Integrations- und Bildungspolitik sowie Frauenförderung.
Zumal es selbst in Zeiten von Corona die Erkenntnis in der Bevölkerung gebe, dass es auch andere drängende Fragen gebe wie Klimaschutz, soziale Gleichberechtigung, den Strukturwandel in der Automobilindustrie und Digitalisierung. Daher wäre eine Verlängerung von Grün-Schwarz aus Eiths Sicht bloß im Sinne einer Verlängerung einer bekannten Koalition nicht sinnvoll. Ein Weiter-so nur unter dem „Label der Pandemiebekämpfung“ fände keine Begeisterung, sagte er.
Für die CDU im Südwesten steht aus Sicht des Forschers die Aufarbeitung der erneuten Stimmverluste im Fokus. „Da stellen sich viele Fragen“, sagte Eith. Schon am Anfang der Kampagne sei die Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann wenigen bekannt gewesen. Und selbst im Laufe der Zeit hätten selbst Christdemokraten lieber Winfried Kretschmann als Ministerpräsident gehabt. Da müsse sich die CDU und ihr Wahlkampfteam fragen, warum man weiter den Wahlkampf auf eine Person konzentriert habe, statt thematisch etwa mit Wirtschaftspolitik dem „Renommee-Bonus“ Kretschmanns zu begegnen. „Das war vielleicht nicht die erfolgversprechendste Entscheidung.“
Für die Grünen wiederum stellt sich mit Blick auf den 72-jährigen Kretschmann die Frage nach einem Nachfolger. Dass die Fußstapfen von Wahlsieg zu Wahlsieg größer werden ist nach Eiths Einschätzung kein Problem. „Da kann man hineinwachsen.“ Kretschmann selbst habe sich auch erst im Amt zum Landesvater entwickelt. „Ich glaube aber schon, dass Kretschmann den größten Teil der Legislatur im Amt bleiben wird und bleiben sollte“, so Eith. „Dafür haben die Menschen ihn gewählt.“

CDU-Landesvorsitzender Strobl scheitert im eignenen Wahlkreis

Update: Montag, 15.03.2021, 09:24 Uhr

Strobl hat es nicht geschafft, den Wahlkreis Heilbronn für seine Partei zurückzuerobern. Nach Angaben der Stadt Heilbronn erhielt er nur 23,0 Prozent der Stimmen. Die Grünen-Landtagsabgeordnete Susanne Bay kam demnach auf 30,0 Prozent und verteidigte ihr Mandat. Vor fünf Jahren hatte sie sich mit 27,1 Prozent gegen den CDU-Kandidaten Alexander Throm (22,7 Prozent) durchgesetzt. Strobl hat bislang kein Landtagsmandat. Er saß bis 2016 im Bundestag und wechselte dann nach Baden-Württemberg, um die grün-schwarze Koalition mit aufs Gleis zu setzen.

Nach Landtagswahl BW: Strobl will Gespräche für die CDU führen

Update: Montag, 15.03.2021, 09:08 Uhr

Der baden-württembergische CDU-Chef Thomas Strobl soll für seine Partei die sich abzeichnenden Gespräche mit den Grünen über eine mögliche Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition im Land leiten. Das Präsidium der Südwest-CDU habe einstimmig beschlossen, dass er solche Verhandlungen „vollumfänglich“ führen solle, sagte Strobl am Sonntag im SWR. Gespräche mit anderen Parteien als den Grünen werde es nicht geben. Strobl ist zurzeit Innenminister in der Landesregierung.

Röttgen alarmiert über Absturz der CDU bei Landtagswahlen

Update: Montag, 15.03.2021, 08:15 Uhr

Die historisch schlechten Ergebnisse der CDU bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben die Union in Aufruhr versetzt. CDU-Politiker Norbert Röttgen zeigte sich besorgt über den Zustand seiner Partei und sprach von einem "Weckruf". CSU-Generalsekretär Markus Blume warnte vor einem "weiter so" und mahnte Verbesserungen bei der Corona-Politik an. Die SPD sieht sich dagegen mit Blick auf die Bundestagswahl im September im Aufwind.
Röttgen mahnte zu einer raschen Reaktion auf den Absturz bei den Wahlen vom Sonntag. "Die Ergebnisse der CDU in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz sind ein Weckruf für die gesamte CDU", sagte Röttgen der "Rheinischen Post" vom Montag. "Die Zeit drängt, aber noch ist Zeit, konkrete Maßnahmen zu ergreifen", betonte das CDU-Präsidiumsmitglied.

Endergebnis der Landtagswahl BW 2021

Update: Montag, 15.03.2021, 08:02 Uhr

Nach dem vorläufigen Endergebnis schaffen die Grünen 32,6 Prozent, ein Plus von 2,3 Punkten. Die CDU verliert fast 3 Punkte und landet bei nur noch 24,1 Prozent. Die AfD büßt am meisten ein im Vergleich zu der Wahl vor fünf Jahren und landet nur auf Platz fünf. Sie bekommt 9,7 Prozent, das ist ein Minus von 5,4 Prozent. Die SPD liegt mit schwachen 11,0 Prozent auf Platz drei vor der FDP, die sich auf 10,5 Prozent steigern kann - ein Plus von 2,2 Prozent. Die Linke verfehlt mit 3,6 Prozent klar den Einzug in den Landtag.

Sitzverteilung im neuen Landtag BW: Hat Klimaliste Grün-Rot vermasselt?

Update: Montag, 15.03.2021, 07:55 Uhr

Die 154 Sitze im Stuttgarter Landtag verteilen sich wie folgt: Die Grünen kommen auf 58 Sitze, die CDU auf 42, die SPD schafft 19, die FDP 18 und die AfD 17. Grün-Rot kommt auf 77 Mandate, die Mehrheit liegt aber bei 78. Grün-Rot kam auf 43,6 Prozent, die anderen drei Parteien zusammen auf 44,3 Prozent. Rechnerisch könnte damit die neu gegründete Klimaliste den Grünen und der SPD eine Regierungsbildung vermasselt haben. Die neue Partei kam auf 0,9 Prozent der Stimmen.

Nach LTW Baden-Württemberg: Das sind Kretschmanns Koalitions-Optionen

Update: Montag, 15.03.2021, 07:35 Uhr

Die Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann haben die Landtagswahl in Baden-Württemberg mit einem bundesweiten Rekordergebnis gewonnen und können sich die Koalitionspartner aussuchen. Die bisher mitregierende Südwest-CDU stürzte am Sonntag in ihrer einstigen Hochburg auf das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte. Die grün-schwarze Koalition könnte zwar weiterregieren, die Grünen haben aber auch die Möglichkeit, mit SPD und FDP ein Ampel-Bündnis zu bilden. Für eine Neuauflage von Grün-Rot reichte es knapp nicht.
Er werde mit CDU, SPD und FDP Gespräche führen, sagte Kretschmann. Zunächst will er mit der CDU sprechen, dies sei aber nicht als Zeichen zu werten. Sowohl Grün-Schwarz als auch eine Ampel hätten stabile Mehrheiten.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat nach dem Endergebnis der Landtagswahl BW die Qual der Wahl, mit welchen Parteien oder welcher Partei er in eine Koalition gehen möchte.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat nach dem Endergebnis der Landtagswahl BW die Qual der Wahl, mit welchen Parteien oder welcher Partei er in eine Koalition gehen möchte.
© Foto: AFP

Oettinger nach Landtagswahl BW: CDU braucht Vision 2030

Update: Montag, 15.03.2021, 06:53 Uhr

Die CDU in Baden-Württemberg muss nach Ansicht ihres früheren Ministerpräsidenten Günther Oettinger jünger und weiblicher werden, um an alte Erfolge im Südwesten anknüpfen zu können. Außerdem müsse es der Partei gelingen, eine Vision zu vermitteln, sagte Oettinger der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montag). Die Gründe für die Verluste bei der Landtagswahl am Sonntag sollte die Partei vor allem in Baden-Württemberg suchen: „Kretschmann war und ist das Zugpferd der Grünen. Aber zu glauben, das Problem wäre erledigt, wenn Kretschmann geht, wäre leichtsinnig und falsch“, sagte er.
Das zeigten auch Erfolge der Konservativen im Nachbarland Bayern: „Markus Söder startet jeden Tag eine Rakete, dort sehe ich riesigen Ehrgeiz“, sagte der frühere Regierungschef. „Baden-Württemberg ist dagegen zurückgefallen, wir haben den Spitzenplatz teils an Bayern verloren. Bei Kretschmann erkenne ich keine Vision 2030. Diese Vision muss die CDU entwickeln.“
Oettinger war von 2005 bis 2010 Ministerpräsident in Baden-Württemberg. Zwischen 2010 und 2019 gehörte er der EU-Kommission an.

Aktuelle Hochrechnung zur Landtagswahl BW

Update: Sonntag, 14.03.2021, 23:18 Uhr

  • Grüne: 32,7 Prozent
  • CDU: 24,0 Prozent
  • AfD: 9,7 Prozent
  • SPD: 11,1 Prozent
  • FDP: 10,5 Prozent
  • Linke: 3,6 Prozent
  • Freie Wähler: 2,9 Prozent
  • Sonstige: 5,5 Prozent
(Stand: 23:09 Uhr; Quelle: SWR)

Sitze und vermutliche Sitzverteilung im Landtag nach der Landtagswahl BW

Update: Sonntag, 14.03.2021, 23:09 Uhr

Die Grünen sind bei der Landtagswahl BW klar stärkste Partei in Baden-Württemberg. Doch wie schlägt sich das in Sitzen und bei der Sitzverteilung im Landtag in Stuttgart nieder?
  • Grüne: 58
  • CDU: 41
  • SPD: 19
  • AfD: 17
  • FDP:18
    (Stand: 23.09 Uhr; Quelle: tagesschau.de)

Landtagswahl BW: Steigende Chancen auf Grün-Rot in Baden-Württemberg?

Update: Sonntag, 14.03.2021, 22:30 Uhr

Die rechnerischen Chancen auf eine Neuauflage des grün-roten Bündnisses in Baden-Württemberg nehmen zu. Beide Parteien kämen nach einer neuen Hochrechnung von infratest dimap von 21.44 Uhr für die ARD auf eine Mehrheit von zwei Sitzen im neuen Landtag. Demnach würden die Grünen mit 32,6 Prozent (2016: 30,3 Prozent) der Stimmen 55 der insgesamt nun 148 Abgeordneten stellen, die SPD käme nach ihrem historisch schlechten Abschneiden mit 11,5 Prozent (2016: 12,7 Prozent) auf 20 Sitze.
Die mitregierende CDU würde nach Verlusten auf 23,5 Prozent (2016: 27,0 Prozent) und 40 Sitze abrutschen. Die FDP legt laut Hochrechnung auf 10,4 Prozent zu (2016: 8,3 Prozent), 17 Abgeordnete kämen dann künftig von den Liberalen. Die AfD landete bei 9,8 Prozent (2016: 15,1 Prozent) und 16 Abgeordneten.
Nach der Hochrechnung der Forschungsgruppe Wahlen/ZDF von 21.50 Uhr reicht es dagegen nicht für Grün-Rot. Die Koalition kommt dort mit einer anderen Berechnung auf 78 Sitze, bräuchte aber laut ZDF-Hochrechnung für eine absolute Mehrheit 79 Abgeordnete.
Die Sitzverteilung in Baden-Württemberg ist kompliziert, weil sie abhängig ist von der noch unklaren Verteilung der Direkt-, Zweit- und Überhangmandate. Mit einer Entscheidung über Grün-Rot ist laut ZDF erst mit vorläufigem amtlichen Endergebnis zu rechnen.

Ergebnisse der Landtagswahl im Wahlkreis 10 Göppingen und im Wahlkreis 11 Geislingen

Update: Sonntag, 14.03.2021, 21:03 Uhr

Das vorläufige, amtliche Endergebnis der Landtagswahl in Baden-Württemberg liegt auch für den Wahlkreis Göppingen (10) und den Wahlkreis Geislingen (11) bereits vor. So haben die Wählerinnen und Wähler hier abgestimmt - Diese Spitzenkandidaten ziehen per Direktmandat ein.

Ergebnisse des Landtagswahl im Wahlkreis 21 Hohenlohe und 22 Schwäbisch Hall und Crailsheim

Update: Sonntag, 14.03.2021, 20:36 Uhr

So haben die Wählerinnen und Wähler im Wahlkreis 21 (Hohenlohe) und Wahlkreis 22 (Schwäbisch Hall und Crailsheim) abgestimmt. Welcher Spitzenkandidat welcher Partei hat wie viele Stimmen bekommen und wo liegt das vorläufige, amtliche Endergebnis bereits vor? Die aktuellen Ergebnisse des Wahlsonntags auf einen Blick.

Schwäbisch Hall

Umfrage: Sieg der Grünen bei der Landtagswahl BW geht auf Kretschmann zurück

Update: Sonntag, 14.03.2021, 20:09 Uhr

Die Grünen haben ihren Wahlsieg in Baden-Württemberg nach einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen vor allem ihrem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zu verdanken. Dieser sei bei der Landtagswahl ein „überragender Faktor“ gewesen. Ihm bescheinigten 80 Prozent aller Menschen im Land eine gute Arbeit. Er verkörpere wie kaum ein anderer den „idealtypischen Landesvater“.
„Der grüne Ministerpräsident genießt lagerübergreifend eine hohe Reputation“, heißt es in der Wahlanalyse. Mit einem beeindruckend hohen Imagewert von 2,4 auf der +5/-5-Skala wünschten sich 69 Prozent aller Befragten Kretschmann als Ministerpräsidenten, darunter auch die meisten CDU-Anhänger (56 Prozent). Lediglich insgesamt 14 Prozent hätten sich für Susanne Eisenmann als Regierungschefin ausgesprochen, die mit minus 0,2 einen der schlechtesten Ansehenswerte von CDU-Kandidatinnen oder -Kandidaten bei Landtagswahlen verzeichne.

Aktuelle Ergebnisse für die Wahlkreise 65 Ehingen und 66 Biberach

Update: Sonntag, 14.03.2021, 20:04 Uhr

Während einige Wahlkreise noch am Auszählen der Stimmen sind, liegen in anderen bereits die vorläufigen amtlichen Endergebnisse vor.

Aktuelle Hochrechnung zur Landtagswahl BW

Update: Sonntag, 14.03.2021, 19:53 Uhr

  • Grüne: 32,3 Prozent
  • CDU: 23,5 Prozent
  • AfD: 10,5 Prozent
  • SPD: 11,1 Prozent
  • FDP: 10,7 Prozent
  • Linke: 3,2 Prozent
  • Freie Wähler: 3,3 Prozent
  • Sonstige: 5,4 Prozent
(Stand: 19:24 Uhr; Quelle: SWR)

Eisenmann zur LTW Baden-Württemberg: Strebe keine führende Rolle in der Partei an

Update: Sonntag, 14.03.2021, 19:43 Uhr

Die abgeschlagene CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann strebt keine führende Rolle in der Partei an. „Das ist das, was für heute Abend gilt. Und alles andere wird man dann in den nächsten Tagen sehen“, sagte sie am Sonntagabend im Stuttgarter Landtag. Für das Wahlergebnis trage zunächst sie als Spitzenkandidatin die Verantwortung, sagte die Kultusministerin. Aber die Partei müsse gemeinsam aufarbeiten, was sich verändern müsse, um der Entwicklung der vergangenen zehn Jahre entgegenzuwirken. Trotz Stimmverlusten sei die CDU aber bereit für Koalitionsverhandlungen.

Nach der Landtagswahl BW: Ampelkoalition unter Führung der Grünen?

Update: Sonntag, 14.03.2021, 19:35 Uhr

Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz könnte es in beiden Bundesländer zu einer Ampelkoalition kommen: In Mainz regiert die Ampel unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) seit 2016. Wenn es jetzt - wie von Dreyer gewünscht - zur Neuauflage kommt, wäre dies das erste Mal, dass eine "Ampel" im Amt bestätigt wird. Das wäre vor allem für die FDP ein Erfolg: Denn überall, wo sie sich bisher an einer Ampel-Regierung beteiligte, kam sie nach der nächsten Wahl unter die Räder - und flog sogar aus dem Landesparlament.
In Baden-Württemberg wäre eine Ampel unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) allerdings ein Wagnis. Schließlich tragen Dreierbündnisse stets ein größeres Konflikpotenzial in sich als Zweierkoalitionen, wie die bisherige schwarz-grüne. Das gilt allemal für die drei ungleichen Partner SPD, Grüne und FDP. Kretschmann will trotzdem auch mit SPD und FDP sprechen, kündigte er am Abend an.

Aktuelle Ergebnisse der Landtagswahl Baden-Württemberg für Wahlkreis 64 Ulm, 65 Ehingen und 66 Biberach

Update: Sonntag, 14.03.2021, 19:17 Uhr

Wie schneiden die Spitzenkandidaten der jeweiligen Parteien in den einzelnen Wahlkreisen ab? So sind die Stimmen aktuellen in den Wahlkreisen 64, 65 und 66 sowie im Wahlkreis Heidenheim verteilt:

Karlsruhe

Winfried Kretschmann zur Landtagswahl BW: „Nehme Wahlauftrag gerne an“

Update: Sonntag, 14.03.2021, 18:55 Uhr

In einer ersten Reaktion auf die Hochrechnungen zur Landtagswahl BW hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gesagt, dass er den Auftrag zum Regieren gerne an nimmt. Er tue das auch mit „Respekt vor denen, die mich nicht gewählt haben“, sagte er in der ARD.
In einer ersten Reaktion auf die Hochrechnungen zur Landtagswahl BW bedankte sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann für das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler in Baden-Württemberg.
In einer ersten Reaktion auf die Hochrechnungen zur Landtagswahl BW bedankte sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann für das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler in Baden-Württemberg.
© Foto: Marijan Murat/DPA

Ziemiak zur Landtagswahl BW: Ampelkoalition schlecht für Baden-Württemberg

Update: Sonntag, 14.03.2021, 18:45 Uhr

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat das schlechte Abschneiden seiner Partei bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit der Lage in den Ländern und der Maskenaffäre der Union begründet. „Das ist heute kein guter Wahlabend für die CDU“, räumte Ziemiak am Sonntag in Berlin nach den schweren Verlusten der CDU ein. Es habe keine Wechselstimmung gegeben. In der Krise vertrauten die Menschen den Regierenden und den Regierungschefs. Insbesondere in Baden-Württemberg sei es „ein ganz persönlicher Sieg von Winfried Kretschmann“ gewesen.
Eine linke Ampel sei nicht gut für das Land, kritisierte Ziemiak vor dem Hintergrund einer möglichen Ampel-Regierung in Baden-Württemberg. Die Bundestagswahl sei für die Union kein Selbstläufer. Es werde ein harter Wahlkampf, bei dem die CDU für eine bürgerliche Koalition der Mitte kämpfen werde. Für die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur zwischen CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder spiele der Wahlausgang keine Rolle. Die Parteivorsitzenden würden zwischen Ostern und Pfingsten darüber miteinander sprechen.

FDP-Landeschef Theurer: Offen für Gespräche mit den Grünen

Update: Sonntag, 14.03.2021, 18:39 Uhr

FDP-Landeschef Michael Theurer steht Gesprächen mit den Grünen über eine mögliche Zusammenarbeit offen gegenüber. Ministerpräsident Kretschmann habe mit dem Wahlsieg der Grünen den Regierungsbildungsauftrag. „Wenn er uns zu Regierungsgesprächen einlädt, werde ich unseren Gremien vorschlagen, diese Gespräche ergebnisoffen zu führen“, sagte Theurer am Sonntagabend im ZDF. „Denn wir wollen ja was bewegen für Bildung, für Innovation, für Digitalisierung und vor allen Dingen für die mittelständische Wirtschaft, die wieder auf die Beine kommen muss.“

Kreise: Eisenmann will Verantwortung für Niederlage übernehmen

Update: Sonntag, 14.03.2021, 18:28 Uhr

Baden-Württembergs CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann will nach Angaben aus der Führungsspitze der Partei die Verantwortung für den Absturz bei der Landtagswahl übernehmen. Das bestätigten mehrere Teilnehmer der Sitzung des Präsidiums der Südwest-CDU der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag in Stuttgart.
CDU-Landeschef Thomas Strobl soll dem Vernehmen nach federführend mit den Grünen sondieren, ob eine Neuauflage der grün-schwarzen Koalition möglich ist. Die Entscheidung, ihm dieses Mandat zu geben, sei einhellig gewesen, hieß es.

Sozialminister Manne Lucha: Gutes Abschneiden ist Bestätigung

Update: Sonntag, 14.03.2021, 18:20 Uhr

Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (Grüne) sieht im absehbar guten Abschneiden der Grünen bei den baden-württembergischen Landtagswahlen eine Bestätigung der Arbeit seiner Partei. „Wir sind deutlich stärkste Fraktion und wurden bestätigt“, sagte er am Sonntagabend in einer ersten Reaktion. Nach ersten Hochrechnungen dürften die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann wie schon 2016 stärkste Kraft in Baden-Württemberg werden. Ihr Koalitionspartner CDU musste dagegen deutliche Verluste einstecken.

Kretschmanns Grüne triumphieren - CDU stürzt ab

Update: Sonntag. 14.03.2021, 18:17 Uhr

Die Grünen mit Ministerpräsident Kretschmann an der Spitze haben die Landtagswahl in Baden-Württemberg nach Prognosen von ARD und ZDF mit großem Abstand gewonnen. Die Südwest-CDU stürzte am Sonntag in ihrer einstigen Hochburg ab und steuert auf das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte zu.
ndreas Schwarz (Bündnis 90/Die Grünen), Fraktionsvorsitzender der Grünen in Baden-Württemberg und Sandra Detzer (Bündnis 90/Die Grünen), Landesvorsitzende der Grünen in Baden-Württemberg reagieren nach der Bekanntgabe der ersten Prognose zum Ergebnis der Landtagswahlen in Baden-Württemberg.
ndreas Schwarz (Bündnis 90/Die Grünen), Fraktionsvorsitzender der Grünen in Baden-Württemberg und Sandra Detzer (Bündnis 90/Die Grünen), Landesvorsitzende der Grünen in Baden-Württemberg reagieren nach der Bekanntgabe der ersten Prognose zum Ergebnis der Landtagswahlen in Baden-Württemberg.
© Foto: Marijan Murat/dpa
Die grün-schwarze Koalition könnte zwar weiterregieren, allerdings haben die Grünen wohl auch die Möglichkeit, mit SPD und FDP ein Ampel-Bündnis zu bilden. Für den 72 Jahre alten Kretschmann wäre es schon die dritte Wahlperiode an der Macht. Er hat sich noch nicht festgelegt, mit wem er regieren will.
Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand sprach von einem „großen Vertrauensbeweis“ für seine Partei. „Wir wissen heute Abend nicht, mit wem wir wollen.“ CDU-Generalsekretär Manuel Hagel sagte: „Das ist ein ganz bitterer Abend für die CDU Baden-Württemberg.“ Man drücke sich nicht davor, weiter zu regieren. Aber der Ball liege nun bei den Grünen.

Landtagswahl: Kretschmann in der Pole-Position

Winfried Kretschmann und die Grünen triumphieren, die CDU stürzt ab – was das für eine neue Koalition bedeutet. Ein Kommentar von SWP-Chefredkatuer Ulrich Becker.

Landtagswahlen Baden-Württemberg: Erste Prognosen

Update: Sonntag, 14.03.2021, 18:01 Uhr

Laut ersten Hochrechungen der ARD haben die Parteien in Baden-Württemberg foolgendermaßen abgeschnitten:
  • Grüne: 31 Prozent
  • CDU: 23 Prozent
  • AfD: 11,5 Prozent
  • SPD: 12 Prozent
  • FDP:11,5 Prozent
  • Die Linke: 3,5 Prozent
  • Freie Wähler: 3 Prozent
  • Andere Parteien: 4,5 Prozent
Nach diesen Zahlen wären die Grünen im nächsten Landtag mit 51 bis 55 Abgeordneten vertreten. Die CDU käme auf 37 bis 41 Mandate, die SPD auf 18 bis 19, die AfD auf 18 bis 22 und die FDP auf 18 bis 19 Mandate.

Wahllokale schließen in einer Viertelstunde

Update: Sonntag, 14.03.2021, 17:45 Uhr

Noch eine Viertelstunde können die Bürgerinnnen und Bürger in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz noch abstimmen. Dann werden die ersten Hochrechungen der Ergebnisse erwartet. Das endgültige Wahlergebnis wird dann im Laufe des Abends erwartet.

Landtagswahl BW 2021: Hochrechnungen, Prognosen, Wahlbeteilligung

Update: Sonntag, 14.03.2021, 15:20 Uhr

Die Landeswahlleiterin wollte, so eine Ankündigung der Nachrichtenagentur DPA, um 14.30 Uhr einen Zwischenstand zur Wahlbeteiligung geben. Diese Daten sind aktuell, Stand 15:20 Uhr noch nicht übermittelt.
Wegen der hohen Briefwählerzahl sind deutlich weniger Leute ins Wahllokal gegangen. Nach einer repräsentativ erhobenen Wahlbeteiligung in den Wahllokalen zur Landtagswahl um 14.00 Uhr wurde ein Rückgang um 15,9 Prozentpunkte gegenüber 2016 zum selben Zeitpunkt verzeichnet (35,5 Prozent). Landeswahlleiterin Cornelia Nesch erklärte dies mit dem pandemiebedingt erwarteten Anstieg der Briefwähleranzahl. In den repräsentativ ausgewählten Wahlbezirken haben demnach 36 Prozent aller Wahlberechtigten Briefwahl beantragt. 7,7 Millionen Baden-Württemberger sind zur Wahl aufgerufen.
Alle Informationen zu Hochrechnungen der Landtagswahl BW, zu Prognosen und Umfragen gibt es hier.

2021 ist eine ganz besondere Landtagswahl in Baden-Württemberg

Update: Sonntag, 14.03.2021, 15:01 Uhr

Die Landtagswahl BW 2021 ist eine Wahl, wie sie der Landtag in Baden-Württemberg noch nie gesehen hat: Keine Wahlpartys, keine frenetischen Umarmungen vor den Bildschirmen um 18 Uhr, keine tröstenden Schulterklopfer nach den Hochrechnungen. Dafür Masken, Hygieneregeln, Abstand. Im Landtag werden am Sonntagabend deutlich weniger Menschen unterwegs sein als üblich bei Wahlen. Dafür wurden rund 80 neue Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Es ist ein Wahlabend im Ausnahmezustand.
Da ist einmal der Sicherheitsaspekt: Die Gegend rund um das Neue Schloss und den Landtag im Stuttgarter Zentrum wurde weiträumig abgesperrt - mit 390 Metern Zaun und 335 Metern Absperrgitter. Fernsehsender haben große weiße Zelte auf dem Gelände aufgebaut, in die nur die Mitarbeiter dürfen. Die Polizei patrouilliert das Gelände.
Die Landtagswahl BW 2021 ist anders als viele Landtagswahlen in Baden-Württemberg - auch wegen Corona. Das Gelände des Landtags in Stuttgart jedenfalls wird weiträumig abgesperrt, nur wenige Menschen erhalten Zutritt.
Die Landtagswahl BW 2021 ist anders als viele Landtagswahlen in Baden-Württemberg - auch wegen Corona. Das Gelände des Landtags in Stuttgart jedenfalls wird weiträumig abgesperrt, nur wenige Menschen erhalten Zutritt.
© Foto: Bernd Weissbrod/DPA

Umfragen zur Landtagswahl BW sehen Grüne vorne

Update: Sonntag, 14.03.2021, 14:27 Uhr

Nach Umfragen zur Landtagswahl BW dürften die Grünen wie 2016 stärkste Kraft werden. Ihrem Koalitionspartner CDU werden Verluste vorhergesagt. Ob das grün-schwarze Regierungsbündnis fortgesetzt wird, ist unsicher. Die Grünen könnten womöglich eine Ampel-Koalition mit SPD und FDP bilden. Auch eine Neuauflage von Grün-Rot ist nach Umfragen in Reichweite - ebenso wie eine völlig neue Koalition aus Grünen und FDP. Kretschmann hatte offen gelassen, mit wem er koalieren will, die Regierung müsse allerdings stabil und verlässlich arbeiten können.
Bereits der Wahlkampf gestaltete sich deutlich anders als normalerweise. Die Corona-Beschränkungen haben einen Wahlkampf mit Hausbesuchen, Infoständen und großen Veranstaltungen in Hallen und auf Plätzen unmöglich gemacht.

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Hochrechnung zur Wahlbeteiligung

Update: Sonntag, 14.03.2021, 14:10 Uhr

Am Sonntag wird nicht nur in Baden-Württemberg gewählt, sondern auch in Rheinland-Pfalz. Dort kämpft Ministerpräsident Malu Dreyer (SPD) gegen den CDU-Kandidaten Christian Baldauf um eine weitere Amtszeit als Ministerpräsidenten. Alle Informationen zur Landtagswahl RLP mit Ergebnissen, Hochrechnungen, Prognosen und einer ersten Tendenz zur Wahlbeteiligung gibt es hier.

Landtagswahl BW 2021: Briefwahl wird Rekordwert erreichen

Update: Sonntag, 14.03.2021, 13:04 Uhr

Der Anteil der Briefwähler lag nach einer Umfrage eine Woche vor der Wahl bereits deutlich über der Zahl von der letzten Landtagswahl. Auf die Wahlbeteiligung dürfte sich die hohe Zahl der Briefwähler nach Einschätzung der Experten in den Rathäusern aber kaum auswirken. Es ändert sich demnach nur der Abstimmungsweg. Auch die Corona-Pandemie hat aus Sicht von Wahlforschern keinen großen Einfluss auf die Wahlbeteiligung.
Im Jahr 2016 hatte landesweit etwa jeder fünfte Wähler (21 Prozent) bei der Landtagswahl seine Stimme auf dem Postweg abgegeben. Vor 25 Jahren war es noch etwa jeder zehnte Wähler (11 Prozent).
Laut Umfrage ist der Anteil der Briefwählerinnen und Briefwähler bei Menschen mit einer Neigung zu SPD, zur CDU oder zu den Grünen überdurchschnittlich hoch. Deutlich geringer ist er demnach bei den Anhängern der Linken. Eine große Mehrheit der AfD-Anhänger wolle im Wahllokal wählen, hieß es am Montag weiter.

Kretschmann und seine Frau Gerlinde haben gewählt

Update: Sonntag, 14.03.2021, 12:27 Uhr

Am Sonntagvormittag gingen auch der amtierende Ministerpräsident Kretschmann und seine Frau Gerlinde wählen. Sie gaben ihre Stimmen in einem Wahllokal in Sigmaringen ab.
 Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, und seine Frau Gerlinde geben ihre Stimmen bei den Landtagswahl ab.
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, und seine Frau Gerlinde geben ihre Stimmen bei den Landtagswahl ab.
© Foto: Marijan Murat/dpa

Verhaltener Auftakt in den Wahllokalen

Update: Sonntag, 14.03.2021, 11:11 Uhr

Bei Kälte und Schmuddelwetter hat sich am Sonntagmorgen der Andrang in den baden-württembergischen Wahllokalen in Grenzen gehalten. „Im Moment ist es noch ein bisschen verhalten“, sagte eine Sprecherin aus dem Wahlamt der Landeshauptstadt Stuttgart am späteren Morgen. Sie führte dies auf das unwirtliche Wetter und auch auf den großen Anteil der Briefwähler zurück.
Gleiches war auch aus Mannheim oder Karlsruhe zu hören: „Der Andrang hält sich in Grenzen.“ In Ulm, wo es am Morgen geschneit hatte, bemerkte ein Sprecher mehr Zulauf, nachdem die Straßen wieder frei waren. Auch in Baden-Baden hieß es: „Bei einem sonnigen Frühlingstag wären schon mehr auf den Beinen.“ Maskenverstöße oder andere besondere Vorfälle wurden zunächst nicht bekannt. Wer seine Stimme persönlich abgeben will, muss in den Wahllokalen Maske tragen.

Fünf-Prozent-Hürde, Überhangmandate, Prognosen am Wahltag: Wissenswertes zur Wahl

Update: Sonntag, 14.03.2021, 10:23 Uhr

Rund um die Landtagswahl in Baden-Württemberg fallen immer wieder bestimmte Begriffe. Was genau sind Überhang- und Ausgleichsmandate? Ist jeder Politiker auch ein Abgeordneter? Und warum gibt es im deutschen Wahlsystem eine Fünf-Prozent-Hürde? Wir erklären die wichtigsten Bergriffe in einem kleinen Wahl-Lexikon:

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: Baden-Württembergs Landesvater ist beliebt

Update: Sonntag, 14.03.2021, 09:15 Uhr

Kretschmann soll Landesvater bleiben: Etwa zwei Drittel der Baden-Württemberger hätten laut Umfragen lieber den Grünen weiter als Ministerpräsident, nur um die 13 Prozent wünschen sich Eisenmann. Besonders bemerkenswert: Nur gut ein Viertel der CDU-Anhänger wollen sie als Regierungschefin, aber 60 Prozent wollen Kretschmann behalten. Die Kultusministerin hatte sich im Endspurt zur Wahl deutlich angriffslustiger gegeben und Kretschmanns Kurs in der Corona-Pandemie kritisiert - vor allem beim Impfen und Testen. Zudem kämpfte sie für offene Schulen, ist deshalb aber immer wieder unter Beschuss bei Lehrer- und Elternverbänden geraten.

Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz: Enges Rennen zwischen Spitzenkandidaten

Update: Sonntag, 14.03.2021, 08:43 Uhr

Nicht nur im „Ländle“ wird heute ein neuer Landtag gewählt, auch die Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz sind zur Stimmabgabe aufgerufen.
Umfragen sagen ein engeres Rennen zwischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und ihrem Herausforderer Christian Baldauf (CDU) voraus. Die SPD liegt bei 30 bis 33 Prozent, die CDU bei 28 bis 29 Prozent. Die Grünen könnten ihr Ergebnis von 2016 auf zehn bis zwölf Prozent mehr als verdoppeln und damit deutlich vor der FDP mit Werten zwischen sechseinhalb und neun Prozent landen. Der AfD drohen mit neun bis zehn Prozent Verluste, die Linke würde mit drei Prozent erneut an der Fünfprozenthürde scheitern. Für eine Überraschung könnten die Freien Wähler sorgen. Die Partei könnte zwei Umfragen zufolge die Fünfprozenthürde knacken und erstmals in den Mainzer Landtag einziehen.
Rechnerisch könnte die derzeit regierende Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen weiterregieren. Reichen könnte es auch für ein Jamaikabündnis aus CDU, Grünen und FDP. Eine große Koalition wäre ebenso möglich, gilt aber als unwahrscheinlichste Option.

Wahllokale in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz geöffnet

Update: Sonntag, 14.03.2021, 8 Uhr

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben die Landtagswahlen begonnen. Um 8.00 Uhr öffneten in beiden Bundesländern die Wahllokale und sind bis 18 Uhr geöffnet. Die beiden Wahlen sind der Start in das Superwahljahr 2021 mit sechs Landtagswahlen und der Bundestagswahl im Herbst - und gleichzeitig die ersten Landtagswahlen während der Corona-Pandemie. In den Wahllokalen gelten am Sonntag strenge Hygienevorschriften.
Im Südwesten sind rund 7,7 Millionen Bürger wahlberechtigt, darunter sind etwa 500.000 Erstwählerinnen und Erstwähler. Wegen der Corona-Pandemie haben viele schon früher per Brief abgestimmt. Der Wahlkampf spielte sich vor allem im Netz und im Fernsehen ab. Im Zentrum stand der Umgang mit der Corona-Pandemie und dem Lockdown.
Wer noch nicht gewählt hat und auch noch unentschieden ist, kann zum Beispiel beim Wahl-O-Mat prüfen, welche politischen Ansichten mit den eigenen am besten übereinstimmen.

Die Spitzenkandidat*innen der Parteien

Die Wahlkreise (Direktmandate) in den einzelnen Regierungsbezirken

Die Aufteilung der der Wahlkreise in Baden-Württemberg entspricht der Verteikung der baden-württembergischen Bevölkerung auf die vier Regierungsbezirke:
  • Stuttgart: 26
  • Karlsruhe: 19
  • Freiburg: 14
  • Tübingen: 11

Bildung, Verkehr, Corona-Management: Diese Themen bewegen die Bürger*innen - Der BaWü-Check

Wie zufrieden sind die Menschen in Baden-Württemberg mit der Arbeit der Landesregierung? Werden die richtigen Schwerpunkte gesetzt, wo wird nur geredet, wo wird tatsächlich gehandelt?
Das wollen die Tageszeitungen in Baden-Württemberg in ihrer gemeinsamen Umfrage, dem BaWü-Check, genauer wissen und arbeiten dafür mit dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) zusammen. Das IfD befragt einmal im Monat im Auftrag der Tageszeitungen 1000 Menschen im Land, um repräsentative Ergebnisse zu erhalten. Das IfD gehört zu den namhaftesten Umfrage-Instituten Deutschlands.
Die Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

Landtagswahl BW: Der Podcast „Wahl-Check Südwest“

Der Wahlkampf für die Landtagswahl Baden-Württemberg wird wegen der Corona-Krise so digital wie nie – und wir sind es auch. In unserem Podcast „Wahl-Check Südwest“ sprechen wir über die heißen Eisen und die Schlüsselfiguren dieses Wahlkampfs. Im Superwahljahr inmitten der Pandemie kommt der Wahl im Südwesten eine besondere Bedeutung zu. Auf dem Weg zu dieser Richtungswahl begleiten unsere Redakteure und Korrespondenten Sie in diesem Audio-Format mit Einschätzungen und Analysen – kompakt und hintergründig. Außerdem entsteht begleitend zum Podcast auch jeweils eine Karte der Person der Woche für unser – nicht ganz ernst gemeintes – „Politiker-Quartett“.
Hier gibt es alle bisherigen Folgen des Podcasts „Wahl-Check Südwest“, der sich auch auf allen gängigen Plattformen und Apps (kostenlos) abonnieren lässt.

Grüne laut Umfragen vorne - Wahldebakel für die CDU?

Laut Umfragen sieht es derzeit nicht danach aus, dass die CDU-Politikerin Eisenmann Ministerpräsidenten Kretschmann ablöst: Das ZDF-Politbarometer hatte zuletzt ergeben, dass die Grünen zehn Prozentpunkte vor der CDU liegen. Demnach sind neben einer möglichen Fortsetzung von Grün-Schwarz und einer Ampel aus Grünen, SPD und FDP auch andere Konstellationen in Reichweite. So könnte es womöglich auch knapp für eine Wiederauflage von Grün-Rot oder sogar für ein Bündnis von Grünen und FDP reichen.
Baden-Württembergs FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke kann sich grundsätzlich auch eine Koalition mit den Grünen nach der Landtagswahl am Sonntag vorstellen. „Wenn es rechnerisch reicht und ein Wahlsieger Winfried Kretschmann, bei dem dann der Regierungsauftrag läge, uns zu Gesprächen einlädt, werden wir uns solchen Sondierungsgesprächen sicherlich nicht verweigern“, sagte Rülke, der auch Landtagsfraktionschef ist, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart.
Kretschmann hat sich noch nicht festgelegt, mit wem er im Falle eines Sieges regieren will. Ein Bündnis mit der AfD haben aber alle anderen bisher im Landtag vertretenen Parteien ausgeschlossen. Rülke hatte zuletzt immer gesagt, man ziehe eine Deutschlandkoalition mit CDU und SPD vor. Da die Sozialdemokraten ein solches Bündnis aber ablehnen, sei auch eine Ampel denkbar.
Youtube

Youtube

Gerlinde Kretschmann erkrankt: Ministerpräsident zieht sich teilweise aus dem Wahlkampf zurück

Der Wahlkampf in diesem Jahr unterschied sich für Winfried Kretschmann nicht nur wegen der Corona-Pandemie von anderen, die er bisher geführt hat. Mitte Februar wurde bekannt, dass seine Frau, Gerlinde Kretschmann, an Brustkrebs erkrankt ist. Die Priorität des Ministerpräsidenten war nach dieser Nachricht klar: er wird sich um seine kranke Frau kümmer und sich - zumindest teilweise - aus dem Wahlkampf zurück ziehen. „Es geht ihr den Umständen entsprechend, aber es kommen nun schwere Zeiten auf sie zu“, sagte Kretschmann. „Ich will für sie da sein, so gut es geht.“