Krieg in Gaza: Netanjahu hält an Plan zur Einnahme der Stadt Gaza fest

Ein Zeltlager in Gaza-Stadt ist von einem C-130-Flugzeug der jordanischen Luftwaffe aus zu sehen, das humanitäre Hilfe für die Palästinenser im Gaza-Streifen abwirft.
Raad Adayleh/AP/dpa- Israels Premier Netanjahu will Gaza-Stadt einnehmen – Plan trotz internationaler Kritik bestätigt.
- Ziel: Zivile Verwaltung ohne Hamas oder Palästinenserbehörde, keine dauerhafte Besetzung.
- Israel plant „sichere Korridore“ für humanitäre Hilfe im Gazastreifen.
- Massive Proteste in Israel: Sorge um Geiseln und Eskalation der humanitären Krise.
- UN-Sicherheitsrat und Deutschland reagieren kritisch; Rüstungsexporte nach Israel gestoppt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält trotz der massiven Kritik an dem Plan zur Einnahme der Stadt Gaza fest. Das vom Sicherheitskabinett gebilligte Vorhaben sei „der beste Weg, um den Krieg (im Gazastreifen) zu beenden, und der beste Weg, ihn schnell zu beenden“, sagte Netanjahu am Sonntag vor Journalisten. Israel werde „sichere Korridore“ für die „Lieferung und Verteilung von Hilfsgütern“ in das Palästinensergebiet ermöglichen, kündigte er zugleich an.
Sein Land habe nicht vor, den Gazastreifen zu besetzen, betonte Netanjahu erneut. „Unser Ziel ist es nicht, Gaza zu besetzen, sondern eine zivile Verwaltung in dem Küstenstreifen zu etablieren, die nicht mit der Hamas oder der palästinensischen Autonomiebehörde in Verbindung steht“, sagte er.
Der in der Nacht zum Freitag vom Sicherheitskabinett verabschiedete Plan zur Einnahme der Stadt Gaza durch die israelische Armee stößt international und auch innerhalb Israels auf scharfe Kritik.
Humanitäre Lage könnte sich noch verschlimmern
Während Netanjahus ultrarechte Koalitionspartner ihm vorwerfen, nur „halbherzig“ gegen die radikalislamische Hamas im Gazastreifen vorzugehen, gingen am Samstag zehntausende Menschen in Israel gegen die Regierungspläne auf die Straße. Sie befürchten, dass eine Ausweitung des Krieges das Leben der noch im Gazastreifen verbliebenen Geiseln gefährdet.
International wird befürchtet, dass sich die bereits katastrophale humanitäre Lage der Palästinenser im Gazastreifen weiter verschlimmert. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte nach Bekanntgabe des israelischen Vorhabens Sanktionen gegen Israel bekanntgegeben. Es würden „bis auf Weiteres keine Ausfuhren von Rüstungsgütern“ mehr genehmigt, „die im Gazastreifen zum Einsatz kommen können“, teilte er mit.
Am Sonntag befasst sich zudem der UN-Sicherheitsrat mit den israelischen Plänen zur Ausweitung des Militäreinsatzes im Gazastreifen.
