Konflikt mit Venezuela: Laut Trump ist ein zweiter Angriff auf Venezuela vorerst gestoppt

Bereitschaftspolizisten treffen am Sitz des venezolanischen Geheimdienstes und des Gefangenenlagers El Helicoide ein, nachdem die venezolanische Regierung angekündigt hat, eine große Zahl venezolanischer und ausländischer Gefangener werde freigelassen.
Ariana Cubillos/AP/dpa- Trump stoppt vorerst einen zweiten Angriff auf Venezuela – US-Kriegsschiffe bleiben vor Ort.
- Venezuela lässt zahlreiche politische Gefangene frei, darunter prominente Oppositionelle.
- US-Ölkonzerne planen Investitionen von „mindestens 100 Milliarden Dollar“ in Venezuelas Energiebranche.
- Venezuelas Ölreserven sind weltweit die größten, doch die Industrie ist in marodem Zustand.
- Ex-Staatschef Maduro wurde von US-Soldaten festgenommen – Nachfolgerin verurteilt den Vorgang.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein zweiter Angriff auf Venezuela ist laut US-Präsident Donald Trump vorerst abgesagt. Als Gründe nannte er auf seiner Onlineplattform Truth Social unter anderem die Freilassung von politischen Gefangenen in dem südamerikanischen Land und die gute Zusammenarbeit der beiden Länder unter anderem bei der Öl- und Gasinfrastruktur. US-Kriegsschiffe sollen aus Sicherheitsgründen vor der venezolanischen Karibikküste allerdings nicht abgezogen werden.
Trump will große Öl-Investitionen
Nach Angaben Trumps seien von großen Ölkonzernen Investitionen in Höhe von „mindestens 100 Milliarden Dollar“ zu erwarten. Ein Treffen im Weißen Haus solle noch am Freitag folgen. Die venezolanische Öl- und Gasinfrastruktur solle „in einer wesentlich größeren, besseren und moderneren Form“, wiederaufgebaut werden, so Trump.
Freilassung der Gefangenen als Friedenssymbol
Venezuela lasse „eine große Zahl politischer Gefangener als Zeichen der „Suche nach Frieden"“ frei, schrieb Trump. Die Regierung in Caracas hatte zuvor die Freilassung zahlreicher venezolanischer und ausländischer Häftlinge angekündigt, darunter sollen Medienberichten zufolge prominente Oppositionelle wie die Menschenrechtlerin Rocío San Miguel sein.
Am vergangenen Wochenende hatten US-Soldaten Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro festgenommen und in die Vereinigten Staaten gebracht. Dort soll ihm wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. Seine Nachfolgerin Delcy Rodríguez gilt als treue Anhängerin und hat die Gefangennahme als völkerrechtswidrige Aggression verurteilt. Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war in den letzten Monaten eskaliert. Seit September hatte das US-Militär vor der Küste Venezuelas zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Soldaten zusammengezogen.
Größten Ölreserven der Welt – Marode Industrie
Der US-Präsident hatte schon zuvor Ansprüche auf Einnahmen aus dem Export venezolanischen Öls angemeldet. Das südamerikanische Land verfügt mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel (je 159 Liter) über die größten Ölreserven der Welt. Es handelt sich dabei vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik raffiniert werden kann – mehrere Raffinerien an der US-Golfküste sind darauf spezialisiert.
Trotz der enormen Reserven ist Venezuelas Ölindustrie marode. Die Förderung liegt mit rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag deutlich unter dem Niveau von fast drei Millionen Barrel vor 20 Jahren. Dennoch ist Öl die wichtigste Devisenquelle des Landes. Der Wiederaufbau der maroden venezolanischen Ölindustrie dürfte nach Einschätzung von Experten Jahre dauern und Investitionen in Milliardenhöhe erfordern.
