Internationale Stimmen zum AfD-Wahlsieg: Von „Großartiger Abend“ bis „Nur Idioten können sich darüber freuen“

US-Milliardär Elon Musk gilt als Fan der AfD – oder ist es umgekehrt? Auch zur Wahl in Sachsen-Anhalt hat er sich geäußert.
AFP- Internationale Reaktionen auf AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt spalten Politik.
- Elon Musk schrieb „Gut gemacht!“, Trump postete eine Hochrechnung ohne Kommentar.
- Glückwünsche kamen von Orbán, Abascal und FPÖ-Chef – sie sprechen von Aufbruch.
- Italiens Regierung reagierte gespalten: Salvini lobte, Außenminister Tajani warnte.
- Kritik äußerten Corbyn, Frankreichs Europaminister und Polens Premier Donald Tusk.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt polarisiert auch die internationale Politik. Noch in der Nacht äußerten sich zahlreiche Vertreter aus den europäischen Nachbarstaaten. Doch selbst in den USA, wo europäische Innenpolitik in der Regel kaum eine Rolle spielt und deutsche Bundesländer gänzlich unbekannt sind, stieß die Wahl auf Aufmerksamkeit.
So postete der US-Präsident Donald Trump auf seinem Netzwerk „Truth Social“ eine Hochrechnung, allerdings ohne weiteren Kommentar. Der Milliardär Elon Musk reagierte auf einen Post der AfD-Chefin Alice Weidel in deutscher Sprache mit den Worten „Gut gemacht!“.
Enthusiastisch reagierte auch der vor Kurzem abgewählte ungarische Premierminister Viktor Orbán. Er gratulierte auf X Weidel, Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenmann Ulrich Siegmund und der gesamten AfD zum „erdrutschartigen Sieg“. Es sei ein „großartiger Abend für Deutschland und Europa“. „Haltet euch fest! Das ist erst der Anfang!“ Auch Santiago Abascal von den spanischen Vox-Populisten gratulierte zum „spektakulären Ergebnis, das eine große Hoffnung für Deutschland und Europa“ sei.
Der Chef der österreichischen FPÖ bewertete das Ergebnis der deutschen „Schwesterpartei“ als ein „Zeichen des politischen Umbruchs“. „Ab heute weht der mächtige Wind der Freiheit von 1989 wieder durch Deutschland“. Die Wähler hätten die „undemokratische Brandmauer“ eingerissen. Er sehe Weidel als nächste Bundeskanzlerin, zitierte ihn die Nachrichtenagentur dpa. Der Präsident des tschechischen Abgeordnetenhauses von der rechtsextremen Partei für Freiheit und direkte Demokratie, Tomio Okamura, äußerte die Hoffnung, dass die AfD nun Teil der neuen Landesregierung in Sachsen-Anhalt werde.
Geteilte Reaktionen kamen aus der italienischen Regierung. Der Vizepremier und Lega-Chef Matteo Salvini beglückwünschte seine „Freundin Alice Weidel“. Es handele sich um einen überwältigenden Erfolg, der die starke Nachfrage nach Veränderung belege. „Angst? Terror? Gefahr? Nein, das nennt sich DEMOKRATIE“, schrieb Salvini auf X. „Ein anderes Europa ist möglich.“
Der italienische Außenminister Antonio Tajani von Forza Italia bezeichnete das Ergebnis hingegen als „Bestätigung einer politischen Kraft, die antithetisch zu den liberalen und westlichen Werten steht, mit denen sich Forza Italia identifiziert“. Er hoffe, es handele sich um eine lokale Ausnahme. Man müsse Populismus und Fanatismus in Europa entgegenwirken.
Der ehemalige britische Labour-Chef Jeremy Corbyn zeigte sich „entsetzt“ über das AfD-Ergebnis. Die Partei liefere keine Lösungen für die Arbeiterklasse und erinnere mit ihrer Schuldzuweisung an Migranten und Minderheiten an Nazi-Botschaften. Der französische Europaminister Bejamin Haddad sprach von einem „ernsten Moment in Europa“. Man müsse mit Demut auf die Sorgen und Ängste der Menschen hören. Doch Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit seien nie eine Lösung. Das europäische Projekt müsse unbedingt verteidigt werden.
Der polnische Premierminister Donald Tusk nahm kein Blatt vor den Mund. Teils positive Bewertungen aus der polnischen Opposition konterte er: „In Polen können sich nur Idioten oder Verräter über den Triumph der AfD in Deutschland freuen.“

