Der bayerische Ministerpräsident, Markus Söder, forderte bereits eine Verschärfung der Corona-Regeln im Freistaat. Doch was genau gilt jetzt in Bayern wegen des Coronavirus?

Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Bayern

Das Kabinett hat am Dienstag in München als Reaktion auf die teils in Bayern wieder stark steigenden Infektionszahlen folgende Maßnahmen beschlossen. Bei einer Überschreitung von 50 Neuinfektionen in einer Region innerhalb von sieben Tagen, gilt in den besonders vom Coronavirus betroffenen Kommunen im Freistaat jetzt:
  • auf stark besuchten öffentlichen Plätzen künftig gilt eine Maskenpflicht
  • und ein Alkoholverbot
  • zudem kann es eine Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr geben
Prinzipiell war diese Zeit der Sperrstunde bisher auch möglich, die neue Regelung der Staatsregierung sieht aber vor, dass die Kommunen klarer angehalten werden, die Maßnahmen auch umzusetzen.

Markus Söder: Zweiten Lockdown verhindern!

„Wir stehen an einer ganz spannenden Weggabelung“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Man dürfe nicht die Geduld verlieren im Kampf gegen das Coronavirus. Priorität in Bayern habe der Schutz von Arbeitsplätzen, Schulen und Kindergärten. Es müsse ein zweiter Lockdown unbedingt verhindert werden, dieser dürfte größere Schäden mit sich bringen als der Lockdown im Frühjahr. Neben der Strategie sei auch wichtig, dass die Menschen vernünftig und rücksichtsvoll miteinander umgingen.

Corona-Regeln in München verschärft

Die Stadt München hat nach der Forderung des Ministerpräsidenten ihre Corona-Maßnahmen verschärft. Ab Donnerstag sollen dann auf ausgewählten Plätzen und Straßen in der Innenstadt folgende Corona-Regeln gelten, wie der Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Montag nach der Sitzung des städtischen Krisenstabes mitteilte:

Diese Corona-Regeln gelten in der bayrischen Landeshauptstadt München

Mit einer Verschärfung der Regeln will München auf die gestiegenen Infektionszahlen reagieren. Das soll ab Donnerstag gelten:
  • Maskenpflicht: Eine Maskenpflicht ist unter anderem am Marienplatz und in der Sendlinger Straße geplant sowie auf dem Viktualienmarkt, wo bei schönem Wetter immer wieder Menschen dicht gedrängt stehen, ohne Rücksicht auf Abstands- und Hygieneregeln.
  • Private Feiern: Einschnitte gibt es auch bei Familienfeiern wie Hochzeiten oder Beerdigungen - wer privat ohne Anmeldung einlädt, darf künftig nur mit höchstens 25 Leuten feiern, im Freien mit 50.
  • Gastronomie: Wer dazu ins Lokal geht, darf aber weiterhin 100 beziehungsweise bei einer Party im Freien 200 Gäste einladen.
  • Schule: Als Reaktion auf die Ausbreitung hat München schon die Maskenpflicht während des Unterrichts an weiterführenden Schulen verlängert.
  • Alkoholverbot: Auch das nächtliche Alkoholverbot an beliebten Feierorten wie dem Gärtnerplatz soll am kommenden Wochenende wieder gelten.