„Gesundheitliche Gründe“: Höcke zieht sich aus dem AfD-Wahlkampf zurück

Der Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzender Björn Höcke zieht sich vorerst zurück.
Martin Schutt/dpaDer Thüringer AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke zieht sich aus gesundheitlichen Gründen kurzzeitig aus dem Wahlkampfgeschehen zurück. Höcke wird nicht an einer weiteren Diskussionsrunde der Spitzenkandidaten vor der Landtagswahl am Sonntag in Thüringen teilnehmen. Zuvor hatte der Sender ntv berichtet, dass Höcke nicht wie geplant an einer TV-Runde von ntv und Antenne Thüringen teilnehmen werde.
Gesundheitliche Belastung durch Wahlkampf
„Es ist die momentane Gesamtbelastung im Wahlkampf“, sagte Thüringens AfD-Co-Sprecher Stefan Möller der Deutschen Presse-Agentur. Höcke sei „gesundheitlich ein bisschen angeschlagen“. Daher wolle man die Arbeit verteilen. Er habe noch viele Aufgaben bis zur Wahl vor sich, „und das muss er noch durchstehen können“, sagte Möller.
Statt Höcke werde nun Möller in der Diskussionsrunde sein. Der Pressesprecher der Thüringer AfD, Torben Braga, sagte, Höcke habe alle Termine am Mittwoch abgesagt, die übrigen Termine werde er wie geplant wahrnehmen. „Er wird auch morgen wieder gesund sein.“
Wahl in Thüringen steht kurz bevor
In Thüringen wird ebenso wie in Sachsen am Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Die AfD liegt in Umfragen zur Wahl in Thüringen mit rund 30 Prozent auf dem ersten Platz vor der CDU von Spitzenkandidat Mario Voigt, dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und der Linkspartei von Ministerpräsident Bodo Ramelow. Die SPD liegt knapp über der Fünfprozenthürde, während Grüne und FDP den Wiedereinzug in den Erfurter Landtag verpassen könnten.

Eigentlich war SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert kein großer Gegner von Koalitionen seiner Partei mit dem BSW. Nun formuliert er Ablehnung. Die Gründe sind bedenkenswert, helfen der SPD aber nicht weiter, wenn sie unter fünf Prozent fällt.