Festnahme von AfD-Mitarbeiter
: Wer ist der mutmaßliche Spion für China?

Das Büro von Maximilian Krah gerät erneut in das Visier der Ermittler. Dieses mal wegen mutmaßlichen Verbindungen zu China.
Von
David Hahn
Brüssel
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Maximilian Krah: ARCHIV - 01.04.2024, Sachsen, Dresden: Maximilian Krah, AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl, steht während einer Kundgebung seiner Partei auf dem Schlossplatz. (zu "Mitarbeiter von EU-Politiker als mutmaßlicher China-Spion festgenommen") Foto: Sebastian Kahnert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Mitarbeiter von EU-Politiker Maximilian Krah (AfD) wurde als mutmaßlicher China-Spion festgenommen.

Sebastian Kahnert/dpa

Das Büro von AfD-Spitzenkandidat Maximilian Krah gerät erneut in den Fokus von Ermittlungsbehörden. Nachdem Krah zuletzt vom FBI wegen mutmaßlichen Zahlungen aus Russland befragt wurde, steht jetzt ein Mitarbeiter des EU-Spitzenkandidaten im Verdacht, für China spioniert zu haben. In Dresden kam es zur Festnahme. Was ist über den mutmaßlichen Spion bisher bekannt?

Wer ist der mutmaßliche chinesische Spion?

Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe gab am Dienstag bekannt, dass Jian G. Agententätigkeit für einen ausländischen Geheimdienst in einem besonders schweren Fall vorgeworfen wird. Es handele sich bei dem Beschuldigten um einen „Mitarbeiter eines chinesischen Geheimdienstes“. Auf der Website des EU-Parlaments wird ein Jian G. als akkreditierter Assistent des AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Maximilian Krah, aufgeführt.

Jian G. habe im Januar 2024 wiederholt „Informationen über Verhandlungen und Entscheidungen im Europäischen Parlament an seinen nachrichtendienstlichen Auftraggeber“ weitergegeben. Zudem habe er für den Nachrichtendienst chinesische Oppositionelle in Deutschland ausgespäht. Er soll Informationen aus dem Europäischen Parlament weitergegeben haben, teilte der Generalbundesanwalt mit.

Festnahme in Dresden

Der Beschuldigte wurde den Angaben zufolge von Beamten des Landeskriminalamts Sachsen in Dresden vorläufig festgenommen. Zudem seien die Wohnungen des Beschuldigten durchsucht worden. Er werde im Laufe des Dienstags einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, erklärte die Strafverfolgungsbehörde. Dieser werde über den Erlass eines Haftbefehls und den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden.

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