Einstimmig nominiert
: SPD-Vorstand will Scholz als Kanzlerkandidaten

Die SPD-Führungsgremien haben Olaf Scholz am Montag einstimmig als Kanzlerkandidaten nominiert.
Von
afp, dpa
Berlin
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Olaf Scholz

Der Kanzler will wieder Kanzler werden.

Kay Nietfeld/dpa
  • SPD nominiert Olaf Scholz einstimmig als Kanzlerkandidaten.
  • Verteidigungsminister Boris Pistorius verzichtet auf Kandidatur.
  • Scholz muss auf Parteitag am 11. Januar offiziell bestätigt werden.
  • SPD liegt in Umfragen bei 14-16%, Union mit Friedrich Merz über 30%.
  • Schwieriger Wahlkampf für Scholz erwartet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach zäher und kontroverser Debatte hat der SPD-Vorstand Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten nominiert. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur während der Sitzung des Führungsgremiums in Berlin aus Teilnehmerkreisen.

Die Entscheidung für Scholz im Bundesvorstand am Montag einstimmig aus, nachdem der deutlich populärere Verteidigungsminister Boris Pistorius vergangene Woche auf die Kanzlerkandidatur verzichtet hatte. Offiziell bestätigt werden muss Scholz nun noch bei einem Parteitag am 11. Januar. Auch durch das SPD-Präsidium wurde Scholz dem Vernehmen nach nominiert. Dort fand aber keine Abstimmung ab.

Debatte um Scholz als Kandidat

Nach dem Bruch der Ampel-Koalition Anfang November war in der SPD eine Debatte geführt worden, ob Scholz der richtige Kanzlerkandidat sei. Angesichts schwacher Umfragewerte des Amtsinhabers hatte sich eine Reihe von Parteivertretern für Pistorius ausgesprochen. Dieser teilte dann aber am Donnerstag mit, er stehe nicht zur Verfügung.

Scholz steht nun vor einem schwierigen Wahlkampf um den erneuten Einzug ins Kanzleramt. Die SPD kommt derzeit in den Umfragen nur auf Werte zwischen 14 und 16 Prozent. Die Union mit ihrem Kanzlerkandidaten Friedrich Merz (CDU) steht bei deutlich über 30 Prozent, die AfD mit 17 bis 19 Prozent auf Platz zwei.