Deutschlandticket wird teuer
: Darum soll der Preis 2026 auf 63 Euro steigen

Der Preis des Deutschlandtickets im Nahverkehr soll im kommenden Jahr von derzeit 58 Euro auf 63 Euro im Monat steigen.
Von
Florian Huth
München
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Deutschlandticket

Das Deutschlandticket wird wieder teurer.

Julian Stratenschulte/dpa

Der Preis des Deutschlandtickets im Nahverkehr soll im kommenden Jahr von derzeit 58 Euro auf 63 Euro im Monat steigen. Hintergrund ist ein Finanzstreit zwischen Bund und Ländern. Die Folgen bekommen nun die Kunden zu spüren.

Deutschlandticket wird 2026 nochmal teurer

Der Preis des Deutschlandtickets im Nahverkehr soll im kommenden Jahr von derzeit 58 Euro auf 63 Euro im Monat steigen. Das beschloss die Verkehrsministerkonferenz in München, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Zu Jahresbeginn war der Preis des Tickets von 49 Euro auf 58 gestiegen. Das Deutschlandticket gibt es seit Mai 2023. Es wird nach Branchenangaben von rund 14 Millionen Menschen genutzt und ermöglicht bundesweit Fahrten im öffentlichen Regional- und Nahverkehr.

Deutschlandticket löst Finanzstreit zwischen Bund und Ländern aus

Die erneute Preiserhöhung zum 1. Januar 2026 geht auf einen Finanzkonflikt zwischen Bund und Ländern zurück. Streitpunkt war die Frage, wie die erwarteten Mehrkosten der Verkehrsunternehmen gedeckt werden sollen – zusätzlich zu den drei Milliarden Euro jährlich, die Bund und Länder bislang je zur Hälfte tragen und auch im kommenden Jahr beisteuern wollen. Da das Deutschlandticket im Vergleich zu bisherigen Abos günstiger ist, entstehen den Anbietern Einnahmeverluste.

Ohne eine „Dynamisierung“ der drei Milliarden Euro von Bund und Ländern drohe bereits 2026 eine massive Finanzierungslücke von prognostizierten 800 Millionen Euro, hatte Alexander Möller, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), gesagt.

Deutschlandticket: Kritik an Bund wegen Koalitionsvertrag

Im Vorfeld der Verkehrsministerkonferenz machten mehrere Länderminister die Bundesregierung für die Preiserhöhung verantwortlich. Die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Katrin Eder (Grüne) warf dem Bund vor, Zusagen aus dem Koalitionsvertrag nicht einzuhalten. Dort sei festgeschrieben, dass der Nutzeranteil am Deutschlandticket erst ab 2029 schrittweise und sozialverträglich steigen solle.