• Doch welche Vorgaben gelten jetzt für Arbeitnehmer und Arbeitgeber beim Thema Homeoffice?
Ab sofort sollen also mehr Beschäftigte als bisher wegen der Corona-Krise im Homeoffice arbeiten. Die entsprechende Regelung des Bundesarbeitsministeriums dazu tritt am Mittwoch, den 27.1.2021, in Kraft. Doch was genau gilt jetzt beim Arbeiten von zu Hause? Mit den neuen Vorgaben werden Arbeitgeber jetzt verpflichtet, ihren Mitarbeitern in bestimmten Fällen das Arbeiten im Homeoffice anzubieten:
„Wer kann, arbeitet zu Hause“, das sei das Ziel der neu in Kraft tretenden Verordnung, sagte SPD-Fraktionsvize Katja Mast. „Nachdem wir unsere privaten Begegnungen bereits massiv heruntergefahren haben, geht es jetzt um berufliche Kontakte.“

Neue Regelung für Homeoffice - Das gilt jetzt im Job wegen Corona

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hatte dem Bundeskabinett eine Verordnung vorgelegt, mit der die von Bund und Ländern besprochenen Homeoffice-Vorgaben für Unternehmen umgesetzt werden sollten. Das Ministerium spricht in den Erläuterungen zu der Verordnung von einer „Pflicht“, Homeoffice anzubieten, „soweit dies nach den betrieblichen Gegebenheiten möglich ist“.

Diese Regeln zum Homeoffice gelten jetzt:

  • Arbeitgeber sollen Beschäftigten im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anbieten, auch zu Hause arbeiten zu können
  • Nur wenn zwingende betriebsbedingten Gründe dagegen sprechen, ist kein Homeoffice notwendig

Homeoffice-Verordnung: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Laut der neuen Corona-Verordnung müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Homeoffice anbieten, wenn es möglich ist. Doch näher betrachtet ist dieser Anspruch nicht viel wert. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Ulm

Kontrollen: Diese Bußgelder drohen bei Verstoß gegen Corona-Regeln zum Homeoffice

Gerade Bürojobs sollten von zu Hause aus erledigt werden, forderte Mast. Zugleich sei sie zuversichtlich, „dass es harte Kontrollen gar nicht braucht“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. „Vieles regelt sich durch vorbildliches Verhalten und gemeinsam nacheinander schauen. Das gilt im Berufs- wie Privatleben gleichermaßen.“
Die Einhaltung der Verordnung soll von den Arbeitsschutzbehörden der Länder kontrolliert werden. Laut Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) muss der Arbeitgeber auf Verlangen der Behörden Gründe darlegen, weshalb Homeoffice nicht möglich sei. Im „allergrößten Notfall“ seien auch Bußgelder von theoretisch 30.000 Euro möglich.