CDU-Politiker
: Steffen Bilger wird neuer Verkehrsminister

Steffen Bilger wird neuer Bundesverkehrsminister. Er kommt aus einem Wahlkreis, der lange auch in den Händen eines Vorgängers lag.
Von
dpa
Berlin
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Der CDU-Politiker Steffen Bilger soll neuer Verkehrsminister werden.

Michael Kappeler/dpa
  • Steffen Bilger soll neuer Bundesverkehrsminister werden – Nachfolger von Patrick Schnieder.
  • Der CDU-Politiker war 2018 bis 2021 Staatssekretär im Verkehrsministerium.
  • Seit Mai 2025 ist er Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion.
  • Bilger sitzt seit 2009 für den Wahlkreis Ludwigsburg im Bundestag und ist Jurist.
  • Große Aufgaben: Sanierung des Schienennetzes, Bahn-Strategie, Schienenmaut- und Führerschein-Reform.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Steffen Bilger (CDU), soll neuer Bundesverkehrsminister werden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) werde Bilger für die Nachfolge des bisherigen Ministers Patrick Schnieder (CDU) vorschlagen, erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Sonntagabend in Berlin. In einem Telefonat habe der Kanzler Schnieder für die geleistete Arbeit gedankt und sein „Bedauern“ darüber ausgedrückt, „dass der Amtswechsel wegen unvorhergesehener Umstände nicht wie geplant kommuniziert werden konnte“.

Schnieder hatte zuvor angekündigt, Kanzler Merz um seine Entlassung zu bitten. Er begründete dies mit dem „unwürdigen Zustand“, den die Umstände der Kabinettsumbildung für ihn herbeigeführt hätten. Er ziehe „die Konsequenzen aus den Entwicklungen der vergangenen Tage“.

Für den designierten neuen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger ist es eine Rückkehr. Der 47-jährige CDU-Politiker kennt das Ministerium gut. Von März 2018 bis Dezember 2021 war er unter dem damaligen Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) Parlamentarischer Staatssekretär beim Ministerium. Nun soll Bilger neuer Chef im Haus werden und Nachfolger von Patrick Schnieder (CDU). Seit Mai 2025 ist Bilger Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Damit hat er eine wichtige Funktion in der Fraktion.

Jurist und Verkehrspolitiker

Bilger sitzt seit 2009 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Ludwigsburg in Baden-Württemberg im Bundestag. Der Wahlkreis war zuvor lange in den Händen von Matthias Wissmann (CDU) - einem Vorgänger Bilgers. Wissmann war von 1993 bis 1998 Verkehrsminister. In seine Amtszeit fiel die Bahnreform mit einer gesetzlichen und organisatorischen Neuordnung des Schienenverkehrs. Aus der Bundesbahn im Westen und der Reichsbahn im Osten Deutschlands wurde zum Stichtag 1. Januar 1994 die bundeseigene Deutsche Bahn AG. 

Bilger studierte nach Abitur und Zivildienst Jura in Tübingen und war als Rechtsanwalt tätig. In der CDU ist der verheiratete Familienvater tief verankert. Auf seiner Homepage heißt es: „In der unionsgeführten Regierungskoalition arbeiten wir tagtäglich hart daran, unser Land wieder nach vorne zu bringen und für spürbare Verbesserungen zu sorgen.“ In der Verkehrspolitik kennt sich Bilger aus, er war Mitglied im Bundestags-Verkehrsausschuss.

Viele Aufgaben warten

Diese Erfahrung dürfte Bilger nun nützlich sein. Denn als Minister wird er viel zu tun haben. In erster Linie geht es um Verbesserungen bei der kriselnden Deutschen Bahn. Wichtige Bausteine einer im vergangenen Jahr von Schnieder vorgelegten Bahn-Strategie sind noch nicht umgesetzt. Ziel sind klarere Vorgaben für den bundeseigenen Konzern. Die Sanierung des maroden Schienennetzes dürfte noch Jahre dauern - und damit auch eine Verbesserung der Pünktlichkeit. Für den Neu- und Ausbau von Strecken fehlt Geld. Dazu kommen weitere Vorhaben wie eine Reform des Schienenmaut-Systems oder eine Führerschein-Reform mit dem Ziel, dass Führerscheine günstiger werden.