CDU-Politiker
: Jens Spahn zieht sich aus Haushaltsausschuss zurück

Laut einem Medienbericht verzichtet der frühere Unionsfraktionschef Jens Spahn offenbar nun auch auf seinen Sitz im Haushaltsausschuss.
Von
jbr/dpa
Deutschland
Jetzt in der App anhören
Bezirksparteitag der CDU Münsterland: 15.09.2026, Nordrhein-Westfalen, Havixbeck: Jens Spahn (CDU) sitzt auf dem Bezirksparteitag der CDU Münsterland auf dem Podest. Spahn war nach seiner Leihmutter-Affäre als Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestags zurückgetreten. Nun verzichtet er im nächsten Schritt auf den Vorsitz im Münsterland, Bundestagsabgeordneter seines Wahlkreises im westlichen Münsterland will er aber bleiben. (zu dpa: «Spahn gibt Bezirksvorsitz im Münsterland auf - Feller folgt») Foto: Lars Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

CDU-Politiker Jens Spahn: Nachdem er als Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestags zurückgetreten war, verzichtet Spahn nun auch auf seinen Sitz im Haushaltsausschuss.

Lars Berg/dpa
  • Jens Spahn verzichtet auf seinen Sitz im Haushaltsausschuss des Bundestags.
  • Es ist sein zweiter Rückzug innerhalb weniger Wochen.
  • Zuvor war er als Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag zurückgetreten.
  • Der „Spiegel“ berichtete darüber, eine Nachricht lag auch der dpa vor.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist der zweite Rückzug innerhalb weniger Wochen: Der frühere Unionsfraktionschef Jens Spahn zieht sich nach Informationen des „Spiegel“ aus dem Haushaltsausschuss des Bundestags zurück. Eine entsprechende Nachricht des CDU-Politikers an die Unionsabgeordneten im Ausschuss lag auch der dpa vor.

Am Freitag war es bereits zu einer Aussprache in der Fraktions-Arbeitsgruppe Haushalt gekommen, nachdem mehrere der 14 Mitglieder den Rauswurf Spahns aus dem Ausschuss gefordert haben sollen. Die Fraktionsführung habe interveniert, am Ende sei eine Art Bewährungsfrist bis Ende des Jahres vereinbart worden.

Foto aus Sardinien löst Proteste aus

Die Irritationen wurden durch die Veröffentlichung eines Fotos von Spahn bei „Bild“ ausgelöst, das ihn während der laufenden Sitzungswoche des Bundestags mit seinem Sohn auf dem Arm auf der italienischen Insel Sardinien zeigen soll. Die „Bild“ zog das Foto später zurück. Es sei „in einem privaten Rahmen entstanden“, mit der Veröffentlichung habe „Bild“ gegen „seine eigenen Regeln verstoßen“, hieß es.

Die Aufregung, die zu der AG-Sitzung am Freitag führte, war aber nicht mehr zu stoppen. Spahn selbst erklärte die zweitägige Abwesenheit laut „Stern“ mit „familiären Gründen“. „Eine Vertretung für die Sitzung des Haushaltsausschusses wurde, wie es üblich ist, organisiert“, zitiert das Medium das Umfeld Spahns.

Spahn war im Juli als Fraktionschef zurückgetreten, nachdem er und sein Mann mit Hilfe einer Leihmutter Eltern geworden waren - was in der Partei massive Empörung auslöste. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Die Union tritt dafür ein, dass dieses Verbot beibehalten wird. Anfang September teilte die Fraktionsführung mit, dass Spahn den Posten im Haushaltsausschuss bekommt.