Attentat in den USA: Schock und Entsetzen nach Schüssen auf Ex-Präsidenten Donald Trump

Donald Trump wurde bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania angeschossen.
Gene J. Puskar/AP/dpaSchock und Entsetzen nicht nur in den USA: Der frühere US-Präsident Donald Trump ist am Samstag knapp einem Mordanschlag bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat Pennsylvania entgangen. Ein 20-Jähriger schoss auf den republikanischen Präsidentschaftsbewerber und verletzte ihn leicht am Ohr. US-Präsident Joe Biden sowie zahlreiche andere Politiker weltweit reagierten entsetzt und wandten sich gegen jegliche Form von Gewalt in der Politik.
Auf seiner Online-Plattform Truth Social erklärte Trump später, eine Kugel habe „den oberen Teil meines rechten Ohres durchbohrt“. „Es ist unglaublich, dass sich in unserem Land solch eine Tat ereignen kann.“ Später stieg Trump ohne Hilfe aus seinem Flugzeug, wie auf einem von seinem Presseteam veröffentlichten Video zu sehen war. Laut den Sendern NBC und CBS identifizierte die US-Bundespolizei FBI den mutmaßlichen Täter als den 20-jährigen Thomas Matthew Crooks aus Bethel Park in Pennsylvania.
Bestürzung auf der ganzen Welt
Der versuchte Mordanschlag auf Trump löste in den USA und international Bestürzung aus. US-Präsident Biden nannte die Tat „krank“. In den USA gebe es „keinen Platz für diese Art von Gewalt“. Laut Weißem Haus telefonierte Biden nach den Schüssen mit Trump und reiste vorzeitig aus seinem Heimat-Bundesstaat Delaware zurück nach Washington.
Der ehemalige demokratische US-Präsident Barack Obama erklärte im Onlinedienst X, die Menschen in den USA sollten „diesen Moment nutzen, um uns in unserer Politik wieder zu Anständigkeit und Respekt zu verpflichten“.
Auch Staats- und Regierungschefs in aller Welt reagierten erschüttert auf den Schusswaffenangriff. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nannte den Angriff „verabscheuungswürdig“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief zu politischer Mäßigung auf. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der britische Premierminister Keir Starmer, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wandten sich gegen jegliche Form von Gewalt in der Politik und warnten vor einer Gefahr für die Demokratie.
Ebenso hat sich Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg schockiert über den Angriff gezeigt. „Ich bin schockiert über das versuchte Attentat auf den ehemaligen Präsidenten Trump“, schrieb der Norweger auf X. Er wünsche ihm eine baldige Genesung und sei in Gedanken bei den Betroffenen. „Ich verurteile diesen Anschlag“, so Stoltenberg. Politische Gewalt habe in Demokratien keinen Platz. Die Nato-Verbündeten stünden zusammen, um Freiheit und Werte zu verteidigen.

Vor dreieinhalb Jahren stachelte der abgewählte US-Präsident seine Anhänger zum tödlichen Angriff auf das Kapitol an. Er hat damit die gesellschaftliche Stimmung in den USA vergiftet. Nun wurde er selbst zum Opfer.