Angriffe auf Ukraine
: Russland warnt Ausländer und Diplomaten in Kiew

Russland kündigt Angriffe auf Entscheidungszentren an und warnt Ausländer. ARD und Deutsche Welle melden schwere Schäden. Tote in Donezk, Brjansk, Belgorod und Charkiw. Verhandlungen stagnieren.
Von
afp
Kiew
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Russische Kampfdrohne: ARCHIV - 17.10.2022, Ukraine, Kiew: Kampfdrohne vermutlich vom Typ Shahed 136 (Schahed 136) iranischer Bauart. Diese Drohnen nutzt Russland oft für den Beschuss von Zielen in der Ukraine. (zu dpa: «Verletzte in der Ukraine nach russischen Angriffen») Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Laut der aktuellen Warnungen von Russland an Ausländer und Diplomaten in Kiew, sollen bald weitere Luftagriffe mit Raketen und Drohnen (wie hier im Bild zu sehen) auf die ukrainische Hauptstadt erfolgen.

Efrem Lukatsky/AP/dpa
  • Russland warnt Ausländer und Diplomaten in Kiew vor neuen Angriffen auf „Entscheidungszentren“.
  • Das Außenministerium fordert, die Hauptstadt „so bald wie möglich“ zu verlassen.
  • ARD-Studio und DW-Büro in Kiew wurden bei nächtlichen Angriffen stark beschädigt – niemand verletzt.
  • Behörden melden Tote: vier in der Region Donezk, zwei in Brjansk und Belgorod, vier in Charkiw.
  • Verhandlungen liegen auf Eis – der Krieg gilt als schlimmster Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Russland hat Ausländer und Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kiew aufgefordert, die ukrainische Hauptstadt angesichts bevorstehender neuer Angriffe zu verlassen. „Die Angriffe werden sowohl auf Entscheidungszentren als auch auf Kommandoposten zielen“, teilte das Außenministerium in Moskau am Montag mit. „Wir warnen ausländische Bürger, einschließlich des Personals diplomatischer Missionen und internationaler Organisationen, die Stadt so bald wie möglich zu verlassen“, erklärte das Ministerium.

Moskau hatte bereits vor gut zwei Wochen die Bewohner von Kiew und ausländische Diplomaten aufgefordert, das Stadtzentrum „rasch“ zu verlassen, falls das russische Weltkriegsgedenken am 9. Mai von der Ukraine gestört werden sollte.

ARD-Studio in Kiew durch Luftangriff zerstört

Russland hatte am Wochenende zahlreiche Drohnen und Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Moskau setzte dabei auch die Hyperschallrakete Oreschnik ein, die nach Angaben aus Moskau mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann. Bei nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew wurden auch das ARD-Studio sowie das Büro der Deutschen Welle (DW) massiv beschädigt und teilweise zerstört. Von den dort Arbeitenden wurde jedoch niemand verletzt.

Derweil gaben die russischen und von Russland kontrollierten Behörden sechs Tote bei ukrainischen Angriffen bekannt. Vier Menschen, darunter zwei Kinder, seien in der Region Donezk getötet worden, erklärte die von Moskau eingesetzte örtliche Verwaltung. Die Region Donezk wird teilweise von Russland kontrolliert.

Zwei Menschen seien zudem durch ukrainische Drohnenangriffe in den westrusssischen Grenzregionen Brjansk und Belgorod getötet worden, erklärten die örtlichen Behörden.

Vier Tote durch russische Angriffe

Die ukrainischen Behörden gaben ihrerseits vier Tote durch russische Angriffe bekannt. Zwei Männer wurden nach Angaben des Gouverneurs von Charkiw im Nordosten der Ukraine getötet. Im von der Ukraine kontrollierten Teil der Region Donezk wurden nach Angaben eines Bürgermeisters zwei Menschen bei russischen Angriffen getötet.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit Luftangriffen. Die Ukraine reagiert mit Gegenangriffen auf russisches Staatsgebiet. Die Verhandlungen über eine Beendigung der Kämpfe liegen derzeit auf Eis. Der Ukraine-Krieg ist der schlimmste Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.