Allein für eine Demonstration der AfD gegen die Politik der Bundesregierung unter dem Motto „Energiesicherheit und Schutz vor Inflation - Unser Land zuerst“ sind nach Angaben der Berliner Polizei 4000 Teilnehmer angemeldet. Für den Nachmittag sind außerdem mehrere Gegendemonstrationen angekündigt, eine größere mit 2500 angemeldeten Teilnehmern in der Nähe des Reichstagsgebäudes.

AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel und Tino Chrupalla

Am Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude will auch die AfD ihre Demonstration mit einer Kundgebung (ab 13.30 Uhr) starten. Als Redner sind dort die beiden AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla angekündigt. Anschließend sollen die Teilnehmer durch Berlin-Mitte ziehen und am späten Nachmittag für die Abschlusskundgebung zum Ausgangsort zurückkehren.
Die AfD hat der Bundesregierung in ihrem Demonstrationsaufruf vorgehalten, deren Politik sorge für eine beispiellose Preissteigerung in allen Lebensbereichen. Die bisherige Energiepolitik und die gegen Russland verhängten Sanktionen stünden im Widerspruch zu den Interessen Deutschlands.

Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin

Zur größten Gegendemonstration (13 Uhr) haben die Initiative „Aufstehen gegen Rassismus“ und das Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin aufgerufen, zu dem zahlreiche Organisationen vom Landessportbund bis zum Zentralrat der Muslime in Deutschland gehören. Vorgesehen sind Beiträge von Rednern unter anderem vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), von der Amadeu Antonio Stiftung, der Evangelischen Kirche, der Berliner Grünen und der Berliner Links-Partei.

Aufruf zum Gegenprotest

Die Organisatoren haben der AfD in ihrem Aufruf zum Gegenprotest vorgeworfen, die steigenden Kosten für Lebensmittel und Energie instrumentalisieren zu wollen und kritisierten, die AfD-Demo sei offen für rechte Akteure und Gruppen. Sie forderten, die Bundes- und Landespolitik müsse alle Menschen in Not entlasten. Die Kosten müssten gerecht und solidarisch verteilt werden.
Nach Polizeiangaben sind mehrere weitere Gegendemonstrationen angemeldet, allerdings mit deutlich kleineren Teilnehmerzahlen.