28-Punkte-Plan
: Treffen zwischen Ukraine, Europäern und USA am Sonntag

Nachdem Russland mit Donald Trump einen Plan für eine Beendigung des Ukraine-Krieges geschmiedet hat, soll es weitere Gespräche geben. So bereitet sich Präsident Selenskyi vor.
Von
dpa
Johannesburg
Jetzt in der App anhören

Rettungskräfte löschen in Ternopil, Ukraine, ein Feuer in einem Wohnhaus, das durch einen russischen Angriff schwer beschädigt wurde. Zuletzt hatten die USA mit Russlands Präsident Putin einen 28-Punkte-Plan ausgehandelt, um den Krieg zu beenden. Dieser war auf viel Kritik gestoßen.

Vlad Kravchuk/AP/dpa
  • USA und Russland einigten sich auf einen 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Ukraine-Krieges.
  • Der Plan stößt auf Kritik wegen der Zugeständnisse, die die Ukraine machen soll.
  • Vertreter der Ukraine, der USA und europäischer Staaten treffen sich am Sonntag in Genf.
  • Gespräche sollen den umstrittenen US-Friedensplan thematisieren.
  • In Ternopil, Ukraine, wurde ein Wohnhaus durch einen russischen Angriff schwer beschädigt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat sich vor den geplanten Verhandlungen über den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump gegen eine mögliche Straffreiheit für Russland ausgesprochen. „Es muss dafür gesorgt werden, dass nirgendwo in Europa und weltweit das Prinzip vorherrscht, dass Verbrechen gegen Menschen und Menschlichkeit, gegen Staaten und Völker irgendwie belohnt und vergeben werden können“, sagte Selenskyj in seiner in Kiew veröffentlichten Videobotschaft.

Mit Blick auf Trumps 28-Punkte-Plan für eine Beendigung des Krieges sagte er, dass es für die Ukraine um mehr gehe als bestimmte Aspekte eines Dokuments. In dem Entwurf gibt es einen Punkt, nachdem für alle Kriegsbeteiligten eine Amnestie gelten soll. „Echter Frieden basiert immer auf garantierter Sicherheit und Gerechtigkeit“, betonte Selenskyj.

Selenskyj zieht an Holodomor-Gedenktag Parallele zum Krieg

In seiner Videobotschaft am Holodomor-Gedenktag erinnerte Selenskyj an den massenhaften Tod durch Aushungern der ukrainischen Bevölkerung durch die Kommunisten zu Sowjetzeiten 1932 und 1933. Die Ukraine spricht von einem Genozid und macht Moskau dafür verantwortlich. Selenskyj sagte, dass das Leid früherer Generationen des ukrainischen Volkes eng mit dem verbunden sei, was die Menschen heute in dem Krieg durchmachten.

„Unabhängig davon, welche Form sein Regime hat, wenn es straffrei bleibt, versucht Russland, sein Unrecht zu wiederholen“, warnte Selenskyj mit Blick auf die bevorstehenden Gespräche.

An diesem Sonntag sollen Vertreter Europas, der USA und der Ukraine zu ersten Gesprächen über Trumps Plan in Genf zusammenkommen. Die Vertreter Kiews wüssten, was nötig sei, damit Russland „keinen weiteren Schlag gegen die Ukraine unternimmt - so wie es in der Vergangenheit wiederholt Verbrechen gegen unser Volk und auch gegen andere Völker begangen hat“, sagte Selenskyj.