Im Auflauf, in Suppen, gegrillt oder mariniert: Die Zucchini ist ein wahrer Allrounder in der Küche. Das Sommergemüse hat tolle Nährstoffe und wenig Kalorien. Allerdings sollte man beim Verzehr einiges beachten – da giftige Bitterstoffe enthalten sein könnten. Was gibt es bei der Zucchini zu beachten? Wie kann man damit erfolgreich abnehmen? Wichtige Fragen und Antworten rund um das Kürbisgewächs.
  • Was ist eine Zucchini?
  • Ist Zucchini gesund?
  • Abnehmen mit Zucchini: Wie viele Kalorien hat eine Zucchini?
  • Zucchini bitter: Wann ist Zucchini giftig?
  • Zucchini zubereiten: Roh essen oder garen?

Was ist eine Zucchini? – Art, Erntezeit und Lagerung

Zucchini gehören zur Familie der Kürbisgewächse und zur Art der Gartenkürbisse. Ihre Schale kann grün, gelb, weiß oder sogar gestreift sein. Das Gemüse wird vorwiegend im April und Mai angepflanzt und von Juni bis Oktober geerntet. Ob länglich oder rund, die Zucchini ist eine pflegeleichte Pflanze, die auch in deutschen Beeten gut anzupflanzen ist. Entweder erntet man eine Zucchini bei einer Länge von 10 bis 20 cm und nutzt sie als zartes Gemüse, oder man lässt sie bis auf die Größe von Kürbissen wachsen. Dann ist das Lagern bis in den Winter hinein kein Problem. Allerdings entwickeln Zucchini meist eine harte Schale und ausgeprägte Kerne – und lassen sich wie Kürbisse verarbeiten. Der typische Geschmack ist dann meist nicht mehr sehr ausgeprägt.

Ist Zucchini gesund? – Nährstoffe und Vitamine

Ja, Zucchini sind durchaus gesund. Sie bestehen zu über 90 Prozent aus Wasser und enthalten dennoch viele Vitamine. Sie sind zudem kalorienarm und leicht verdaulich – durch die vielen Ballaststoffe, die besonders gut für den Darm sind, wenn man ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.
Zur Orientierung: Eine mittelgroße Zucchini wiegt etwa 300 Gramm. Die wichtigsten Mikronährstoffe für 100 Gramm des Gemüses im Überblick:
  • Kalium: 125 Milligramm
  • Calcium: 30 Milligramm
  • Eisen: 1,5 Milligramm
  • Magnesium: 18 Milligramm
  • Phosphor: 25 Milligramm
  • Natrium: 3 Milligramm
  • Vitamine A, B und C
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Ulm

Abnehmen mit Zucchini: Wie viele Kalorien hat eine Zucchini?

Da Zucchini zum größten Teil aus Wasser bestehen, haben sie sehr wenig Kalorien. Wie viele Kalorien hat eine Zucchini? Die Makronährstoffe (Proteine, Kohlenhydrate und Fette) verteilen sich bei 100 Gramm Zucchini wie folgt:
  • Kalorien: 17 kcal/100 g
  • Protein: 1,2 g
  • Kohlenhydrate: 3,1 g (davon 1 g Balaststoffe und 2,5 g Zucker)
  • Fett: 0,3 g

Zucchini bitter: Wann ist Zucchini giftig?

Wenn Zucchini bitter schmecken, liegt das an entstandenen Bitterstoffen, den sogenannten Cucurbitacinen. Ist das der Fall, darf das Gemüse nicht weiter gegessen werden. Die Bitterstoffe sind giftig und können auch in geringen Mengen zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und sogar lebensgefährlichen Darmschäden führen. Deshalb wird empfohlen, erst eine kleine Menge zu probieren und bei Bitterkeit sofort wieder auszuspucken. Auch Kochen kann das Gift nicht zerstören.
Die Giftstoffe entstehen bei selbst angepflanzten Zucchini meist durch Kreuzungen. Pflanzt man eine Zucchini beispielsweise in der Nähe von Zierkürbissen, können Pollen zur Übertragung führen und eine Rückkreuzung verursachen. Leiden Zucchini unter Stress durch Hitze oder Trockenheit, können die gefährlichen Bitterstoffe auch entstehen.
Zucchini nicht zu stark erhitzen oder verbrennen, sonst gehen wichtige Nährstoffe verloren.
Zucchini nicht zu stark erhitzen oder verbrennen, sonst gehen wichtige Nährstoffe verloren.
© Foto: Angela Henderson Orr/Pixabay

Zucchini zubereiten: Roh essen oder garen, schälen oder nicht?

Besonders gesund sind Zucchini, wenn man sie roh verzehrt – und zwar mit Schale. Durch das Erhitzen können die enthaltenen Nährstoffe wie Eisen und Vitamine verloren gehen. Ob gekocht oder roh gilt aber: Das Gemüse darf auf keinen Fall bitter schmecken. Ist das der Fall: sofort ausspucken und entsorgen. Dann haben sich nämlich die bereits erwähnten Bitterstoffe (Cucurbitacine) gebildet – die hochgiftig sind.