Wieso gibt es eigentlich Zecken? Diese Frage mag einem bei so manchem Insekt und Parasit in den Sinn kommen - spätestens, wenn man ihnen näher kam, als einem lieb ist. Zwar sind sie ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette, für den Menschen können sie mitunter jedoch sehr gefährlich werden.

Was tun nach einem Zeckenstich?

Bei einem Zeckenstich gilt es, die Zecke so schnell wie möglich zu entfernen, um die Möglichkeit der Übertragung von Krankheitserregern einzudämmen. Hier sind die wichtigsten Schritte, die laut der Apotheken-Umschau umgehend befolgt werden sollten:
  • Eine Pinzette oder Zeckenzange verwenden, um die Zecke am Kopf so nahe wie möglich an der Haut zu greifen.
  • Die Zecke langsam und gleichmäßig herausziehen, ohne sie zu verdrehen oder zu quetschen. Dadurch wird vermieden, dass Teile des Körpers der Zecke in der Haut stecken bleiben und sie zusätzliche Bakterien freisetzen kann.
  • Die Stichstelle gründlich mit Seife und Wasser, einem Desinfektionsmittel, Alkohol oder Jodlösung reinigen.
  • Die Stelle sollte in den nächsten Wochen wegen möglicher Anzeichen von Rötung oder Schwellung beobachtet werden. Wenn diese auftreten, gilt es einen Arzt aufzusuchen.

Zeckenstich: Was unbedingt vermieden werden sollte

Diese Dinge sollte man nach einem Zeckenstich nicht tun:
  • Zecken nicht mit Öl, Klebstoff oder anderen Mitteln bedecken. Unter Umständen erstickt dadurch die Zecke, was dazu führen kann, dass sie zusätzliche Bakterien in die Wunde abgibt.
  • Die Zecke nicht mit bloßen Händen oder Fingernägeln herausziehen, da dies dazu führen kann, dass Teile des Körpers der Zecke in der Haut stecken bleiben und weitere Bakterien freigesetzt werden.
  • Quetschen oder Verdrehen der Zecke kann ebenfalls dazu führen, dass Bakterien aus der Zecke in die Haut gelangen können.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Zeckenstiche Krankheiten verursachen. Wenn jedoch Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Ausschlag auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Insbesondere bei Verdacht auf eine Lyme-Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) muss schnellstmöglich eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Gibt es Hausmittel gegen Zeckenstiche?

Es gibt einige Hausmittel, die laut verschiedenster Internetseiten bei Zeckenstichen helfen sollen. Sie ersetzen jedoch keine medizinische Behandlung bei einer möglichen Infektion mit Krankheitserregern.
  • Desinfektion: Reinigen der Bissstelle mit Seife und Wasser und anschließende Desinfektion mit Alkohol oder einer Jodlösung.
  • Kühlen: Ein kühles, feuchtes Tuch auf der Einstichstelle kann helfen, Schwellungen und Juckreiz zu lindern.
  • Aloe Vera: Aloe Vera-Gel vermag, auf die Bissstelle aufgetragen, Entzündungen und Schmerzen zu reduzieren.
  • Teebaumöl: Ein paar in Wasser verdünnte Tropfen Teebaumöl können auf der Stichstelle ebenfalls Entzündungen entgegenwirken.
  • Schwarzkümmelöl: Schwarzkümmelöl wird ebenfalls oft angeführt als Hausmittel, das bei einem Zeckenstich Schwellungen und Juckreiz lindern soll.

Auf welche Hausmittel man bei einem Zeckenstich unbedingt verzichten sollte

Auf folgende Hausmittel sollte man lieber verzichten nach einem Zeckenstich:
  • Öl oder Butter: Dies blockiert unter Umständen die Atmung der Zecke, sodass sich diese übergibt und eine Infektion wahrscheinlicher wird.
  • Klebstoff oder Nagellack: Dieser erhöht ebenfalls das Risiko, dass die Zecke Krankheitserreger in den Körper freisetzt.
  • Salz: Es wird nicht empfohlen, Salz aufzutragen, da dies die Haut reizen und den Juckreiz verschlimmern kann.
  • Zitronensaft: Dieser kann ebenfalls die Haut reizen und die Entzündung verstärken.
Treten Symptome wie Rötung, Schwellung oder Fieber auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Unwohlsein nach einem Zeckenstich?

In diesem Extraartikel haben wir die wichtigsten durch Zecken übertragbare Krankheiten und Symptome zusammengestellt: