KiKA bald nur noch online?
: Das müssen Eltern wissen

KiKA steht vor einem großen Wandel – ab 2026 könnten Kinder ihre Lieblingssendungen nur noch online sehen. Was müssen Eltern jetzt beachten?
Von
Judith Müller
Erfurt
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Der KiKa wechselt zu digital. Was bedeutet das für die Zuschauer?

Der KiKa wechselt zu digital. Was bedeutet das für die Zuschauer?

picture alliance/dpa/KiKA - Der Kinderkanal ARD/ZDF

Der Kinderkanal KiKA steht vor einem großen Wandel. Schon im kommenden Jahr könnte das bekannte TV-Programm ausschließlich online abrufbar sein. Doch was bedeutet das für Familien? Können Kinder weiterhin ihre Lieblingssendungen sehen? Wir erklären, welche Änderungen geplant sind und wie Eltern den Übergang problemlos gestalten können.

Warum KiKA digital wird

Die geplante Rundfunkreform von ARD und ZDF soll den öffentlich-rechtlichen Rundfunk moderner und effizienter machen. Dazu gehört, dass einige Spartensender, darunter auch KiKA, kein eigenes lineares Fernsehprogramm mehr ausstrahlen sollen. Statt über Satellit, Kabel oder Antenne werden alle Inhalte künftig über Streaming, Mediatheken oder Apps verfügbar sein.

Was sich für Familien ändert

Für Kinder bedeutet das vor allem, dass sie ihre Lieblingssendungen künftig flexibler und nach Bedarf schauen können. Eltern sollten jedoch beachten, dass ein stabiler Internetanschluss erforderlich ist und die SD-Ausstrahlung über Satellit bereits am 18. November 2025 endet. Das lineare HD-Programm läuft zunächst weiter, bis die vollständige Umstellung erfolgt ist.

Um den Zugriff auf KiKA-Inhalte zu sichern, können Kinder die KiKA-App nutzen, die kostenfrei für Smartphones und Tablets verfügbar ist. Auch über die ARD Mediathek und ZDFtivi lassen sich viele Sendungen online abrufen, und auf Smart-TVs gibt es ebenfalls passende Apps, sodass die Umstellung auf digitales Fernsehen weitgehend reibungslos gestaltet werden kann.

Chancen und Herausforderungen

Die Online-Umstellung bringt einige Vorteile: Kinder können Sendungen jederzeit sehen, ganze Serien stehen oft auf Abruf bereit, und interaktive Inhalte wie Lernspiele erweitern das Programm. Gleichzeitig erfordert sie einen kontrollierten Internetzugang, und Haushalte ohne Streaming-Geräte müssen möglicherweise nachrüsten. Die klassische TV-Erfahrung, bei der Sendungen gemeinsam zu festen Zeiten geschaut werden, entfällt teilweise.

Keine „Abschaltung“, sondern ein Wechsel

KiKA wird also nicht abgeschaltet, sondern modernisiert und digitalisiert. Eltern sollten sich frühzeitig auf den Wechsel vorbereiten, Apps installieren und die Nutzung des Internets für Kinder begleiten. So bleibt der Kinderkanal weiterhin ein sicheres und unterhaltsames Angebot – nur eben auf neuen Wegen.