Winterwetter in Deutschland
: Weiter Verspätungen bei der Bahn – es droht Glatteis

Die Folgen von Sturmtief „Elli“ belasten den Bahnverkehr weiterhin. Zum Start in die neue Woche droht zudem gefährliche Glätte.
Von
Laura Mensch,
dpa
Berlin/Frankfurt
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Nach Sturmtief Elli - Lage am Hamburger Hauptbahnhof

Nach Sturmtief „Elli“: Lage am Hamburger Hauptbahnhof bleibt angespannt.

Daniel Bockwoldt/dpa
  • Nach Wintersturm „Elli“ bleibt die Bahnlage im Norden angespannt – Glätte droht am Wochenstart.
  • DWD warnt vor gefrierendem Regen ab Montag, der große Teile Deutschlands betreffen könnte.
  • Schnee und vereiste Weichen stören den Bahnverkehr – Testfahrten sind vor Wiederaufnahme nötig.
  • Hohe Lawinengefahr in den Alpen, Warnstufe vier – drei Todesfälle in Frankreich gemeldet.
  • Triebschnee bleibt Hauptursache für Lawinen – Warnungen besonders für die Allgäuer Alpen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem schweren Wintersturm „Elli“ kehrt am Sonntag zwar vorübergehend etwas Ruhe ein, für die Bahn – insbesondere im Norden – ist die Lage jedoch weiter angespannt. Zum Wochenbeginn könnte sich die Situation erneut verschärfen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor gefrierendem Regen und einer möglichen neuen Unwetterlage.

Mehrere zentrale Fernverkehrsverbindungen in Norddeutschland bleiben auch am Sonntag voraussichtlich gesperrt. Betroffen sind laut Deutscher Bahn unter anderem die Strecken Westerland–Hamburg sowie Binz/Stralsund/Rostock–Berlin. Auf der Schnellfahrstrecke zwischen Frankfurt und Köln wurde zudem die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt.

Schnee und vereiste Weichen sorgen für Probleme

Als Gründe nennt die Bahn Schneeverwehungen auf bereits freigeräumten Gleisen sowie festgefrorene und blockierte Weichen. An einigen Tunnelanlagen unterstützt das Technische Hilfswerk (THW) bei der Räumung der Zugänge. Vor der Wiederaufnahme des Fernverkehrs seien zudem Testfahrten erforderlich. Reisende werden gebeten, ihre Fahrt nach Möglichkeit zu verschieben.

Wettertechnisch gibt es am Sonntag zumindest einen kleinen Lichtblick: DWD-Meteorologe Marcel Schmidt spricht von einem „Wintertag wie aus dem Bilderbuch“. Bei zeitweisem Sonnenschein eigne sich das Wetter für Spaziergänge in der frisch verschneiten Landschaft. Vor allem im Nordosten und Westen bleibt es häufig sonnig, trocken sowie heiter bis wolkig.

Neue Glättegefahr zum Wochenstart

Bereits in der Nacht zum Montag könnte Schnee jedoch in Regen übergehen, der auf den weiterhin kalten Böden gefriert. Der DWD rechnet daher mit verbreitetem Glatteis. „Nach einer kurzen Verschnaufpause folgt die nächste Unwettersituation“, erklärte Meteorologe Thore Hansen. Am Montag werde sich der gefrierende Regen voraussichtlich über große Teile Deutschlands ausbreiten.

Hohe Lawinengefahr in den Alpen – Todesfälle in Frankreich

Auch in den Alpen hat sich die Lage nach den intensiven Schneefällen verschärft. Von den Allgäuer Alpen bis zu den französischen Alpen gilt vielerorts am Sonntag große Lawinengefahr – Warnstufe vier von fünf.

In der französischen Region Savoyen kamen Medienberichten zufolge drei Skifahrer bei Lawinenabgängen ums Leben. Zwei von ihnen wurden in Val d’Isère abseits gesicherter Pisten unter rund 2,5 Metern Schnee begraben. Ein weiteres Todesopfer wurde aus dem Skigebiet Arêches-Beaufort gemeldet, ebenfalls nach einem Lawinenabgang außerhalb der markierten Routen.

Der Lawinenwarndienst Bayern warnt besonders in den Allgäuer Alpen oberhalb der Waldgrenze vor großer Gefahr, darunter gilt Warnstufe drei. Als Hauptursache wird sogenannter Triebschnee genannt – vom Wind verfrachtete, instabile Schneemassen. Lawinen könnten bereits bei geringer Belastung oder sogar spontan abgehen.