Ohne größere Schäden haben die meisten Regionen Baden-Württembergs die Unwetter am Donnerstagabend überstanden. Dies teilten die Polizeipräsidien des Landes am Freitagmorgen mit. In Oberstenfeld-Gronau (Landkreis Ludwigsburg) schlug am Donnerstagabend ein Blitz in den Dachstuhl eines Wohnhauses ein, wie die Polizei mitteilte. Die Feuerwehr rückte daraufhin an und konnte einen Vollbrand des Dachstuhls verhindern. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.
In anderen Teilen des Landes berichten Polizei und Feuerwehr von vollgelaufenen Kellern und umgestürzten Bäumen. In Stuttgart stand nach dem Starkregen Wasser in der Arnulf-Klett-Passage im Hauptbahnhof. In Knittlingen (Enzkreis) musste kurzzeitig eine Straße gesperrt werden, weil Wasser und Schlamm aus der Kanalisation auf die Straße traten - die Abwasserkanäle konnten das Regenwasser nicht mehr halten.
Vor allem die Gemeinden Mundelsheim, Grossbottwar und Oberstenfeld waren betroffen. In der Nacht zum Freitag schoben sich Wasser- und Schlammmassen durch die Straßen, bis zum frühen Morgen waren die Ortsdurchfahrten gesperrt, wie die Polizei mitteilte. Auch Autos wurden vom Wasser mitgerissen und trieben durch die Straßen. Verletzt wurde durch das Unwetter niemand. Die Feuerwehr versuchte, das Wasser mit Hochwasserbarrieren zu lenken, um schlimmere Schäden zu vermeiden. 
Allein in Oberstfeld liefen 50 Keller mit Wasser voll, in Mundelsheim waren es 25. Die Feuerwehr war mit über 200 Einsatzkräften unterwegs. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, war bislang nicht bekannt.

Wettervorhersage für Freitag

Für den Rest des Freitags meldet der Deutsche Wetterdienst weiterhin Starkregen und teilweise sturmartige Böen im Norden. Südlich der Donau und im Schwarzwald werden lokale Gewitter und Starkregen mit 35 Liter auf den Quadratmeter innerhalb weniger Stunden erwartet.