Wetter in BW
: Darum verschwindet Ulm zunehmend im Nebel

Ende Oktober noch Sonnenbaden – das verspricht die Wettervorhersage für die neue Woche. Aber an Donau und Co. ist der Nebel besonders zäh – warum eigentlich?
Von
Isabelle Jahn
Ulm
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Manchmal versinkt Ulm auch in einem Mix aus seinen Stadtfarben schwarz und weiß, dann ist alles (nebel-)grau.

Wintermorgen am Eselsberg

Winterstimmung: Das Ulmer Münster am Morgen vom Eselsberg aus gesehen

Der Nebel gewinnt im Herbst wieder zunehmend im Spiel gegen die Sonne. Dann ist auch vom Ulmer Münster kaum mehr was zu sehen.

Volkmar Könneke (Archivbild)
  • Nebel erschwert Sonnenbaden in BW Ende Oktober; besonders hart betroffen sind Donau, Bodensee und Rhein.
  • Temperaturen bleiben mild, mit bis zu 19 Grad; Ulm erreicht maximal 14 Grad am Montag.
  • Dienstag und Mittwoch nebelig, in Ulm nur 12 Grad; andere Regionen bis zu 17 Grad.
  • Nebel entsteht durch kühle, feuchte Luft und verdunstetes Wasser aus Flüssen und Seen.
  • Hochdruckgebiet Yürgen beeinflusst das Wetter; Oktober verliert an Glanz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Einen Aperol an der Donau schlürfen, in der Friedrichsau chillen – so lässt sich der Herbst zum Beispiel in Ulm aushalten. Schaut man auf die Wetterprognose des Deutschen Wetterdiensts (DWD), ist zu raten: Noch so viel Sonne tanken wie möglich, denn sie tut sich im Spiel gegen den Nebel zunehmend schwer. Deutliche Temperaturstürze sind immerhin nicht zu erwarten – es bleibt vorerst mild: Hoch Xelat ist nach Osteuropa abgezogen, ein neues Hoch über dem Ostatlantik schickt aber seinen Ableger Yürgen nach Deutschland.

Die letzte Oktoberwoche hält zwar für Baden-Württemberg viel Sonne und angenehme Temperaturen bereit, oft aber erst nach einem nebligen Start in den Tag. So soll sich am Montag vor allem an der Donau, am Bodensee und am Rhein zunächst länger Nebel oder Hochnebel bilden, bis der Himmel immer klarer wird und mehr Sonne durchkommt. Höchsttemperaturen von bis zu 19 Grad können erreicht werden. In der Donaustadt wird es wohl nicht ganz so warm: In Ulm schafft es das Thermometer laut dem Portal wetter.com zum Wochenstart maximal auf 14 Grad, genug Sonnenschein für einen ausgiebigen Spaziergang durchs bunte Laub dürfte aber durchaus drin sein, vor allem am Nachmittag.

Dienstag vielerorts sonnig – an Flüssen hält sich der Nebel

Auch der Dienstag startet den Prognosen nach gebietsweise nebelig. Im weiteren Verlauf soll es laut DWD zunehmend freundlich werden, auch wenn es in Niederungen zum Teil auch am Nachmittag noch trüb bleibe. So auch in Ulm, wo der Nebel im Spiel gegen die Sonne zunehmend an Macht gewinnt. Damit sinkt aber auch die Höchsttemperatur weiter ab auf 12 Grad. In anderen Regionen sind bis zu 17 Grad möglich.

Viel Nebel und Hochnebel gibt es voraussichtlich auch zu Beginn des Mittwochs. Während es nachmittags häufig heiter wird – bei Höchstwerten bis 17 Grad und schwachem Wind – bleibt Ulm wohl wieder bei höchstens 12 Grad vom Nebel verhüllt.

Warum ist es an Donau und Co. besonders nebelig?

Kühles und feuchtes Herbstwetter bietet für Nebel Idealbedingungen. Er entsteht meist bei Abkühlung in der Nacht, wenn sich der überschüssige Wasserdampf, der tagsüber vom Boden aufgestiegen ist, in der Luft zu klitzekleinen Wassertropfen verflüssigt. Durch das verdunstende Wasser aus Flüssen und Seen ist die kalte Luft besonders schnell mit Wasserdampf gesättigt. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto mehr Nebel bildet sich, weshalb er vor allem in der Nähe von Gewässern auftritt.

Im Herbst verliert die Sonne an Kraft, um die Luft deutlich zu erwärmen, sodass sich der Nebel dann oft auch tagsüber kaum auflöst. Der goldene Oktober verliert zunehmend an Glanz. „Während sich in den letzten Tagen die Sonne im Tagesverlauf in vielen Regionen noch durch den Nebel und Hochnebel kämpfen konnte, wird sie es in der kommenden Woche zunehmend schwerer haben“, teilte Markus Übel vom DWD in Offenbach am Wochenende gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) mit.

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