Corona Regeln Weihnachten: Kann man an Weihnachten in den Gottesdienst gehen?

Wird des Besuch von Gottesdiensten an Weihnachten möglich sein? Ministerpräsident Kretschmann zeigt sich positiv gestimmt, allerdings unter Einschränkungen.
Foto: Klaus Dietmar Gabbertz/Julian Stratenschulte/Marijan Murat/dpaDer Besuch von Gottesdiensten gehört für viele immer noch zu Weihnachten dazu. Doch wird das auch dieses Jahr möglich sein? Baden–Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält kirchlicher Gottesdienste an Weihnachten und zwischen den Jahren immer noch für möglich — allerdings mit Corona–Beschränkungen.
„Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass die Gottesdienste voll geöffnet sind“, sagte der Grünen–Politiker in der SWR–Sendung „Zur Sache Baden–Württemberg“, die am Donnerstag (20.15 Uhr) im TV ausgestrahlt werden sollte. Er betonte allerdings, er glaube, Gottesdienste könnten mit entsprechenden Einschränkungen stattfinden.
Winterurlaub und Après–Ski: Verreisen an Weihnachten und Silvester
Kretschmann dämpfte laut SWR auch Erwartungen an einen Winterurlaub während der Weihnachtsferien: „Sicher werden wir dringend empfehlen, keine großen Reisen zu machen, schon gar nicht ins Ausland.“
Mit Blick auf die Infektionszahlen sagte der Ministerpräsident: „Die Kurve hat sich abgeflacht, aber sie geht auch nicht richtig runter. Deswegen kann es schon sein, dass wir jetzt vielleicht noch mal sogar verschärfen müssen. Lockerung ist jedenfalls nicht in Sicht.“
Kretschmann: Weihnachten von sinkenden Neuinfektionen abhängig
Baden–Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann macht Lockerungen der Corona–Kontaktbeschränkungen für Weihnachten von deutlich sinkenden Infektionszahlen abhängig. In Baden–Württemberg waren bis zum Mittwochnachmittag (Stand 16.00 Uhr) innerhalb eines Tages 3062 neue Corona–Infektionen gemeldet worden.
Kretschmann appellierte an die Disziplin der Bevölkerung: „Wir haben eigentlich alle genug von diesem Virus und seinen Folgen. Aber da muss der Kopf regieren und nicht einfach nur unsere Gefühle.“ Die weiteren Maßnahmen seien auch davon abhängig, ob jeder Einzelne seine Kontakte drastisch reduziere. „Das hat ja nun jeder in der Hand.“
Montgomery: „Müssen eher über weitere Einschränkungen reden, als über Lockerungen“
Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat trotz des Teil–Lockdowns vor einer sich abzeichnenden Überlastung der deutschen Krankenhäuser gewarnt. „Wenn es so weitergeht wie gegenwärtig, werden wir mit massiven Personalproblemen und am schlimmsten Bettenmangel kämpfen müssen“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“ (Montag).
