Städte und Kommunen prüfen aktuell, inwieweit eine öffentliche Weihnachtsbeleuchtung trotz Energiesparmaßnahmen möglich ist. Der komplette Umstieg auf LED und Ökostrom, wie ihn einige Städte momentan in Betracht ziehen, wirkt sich positiv auf den Energieverbrauch und die CO2-Bilanz aus - ebenso feste Uhrzeiten für öffentliche Weihnachtsbeleuchtungen. Eine bundeseinheitliche Regelung gibt es dafür bislang aber noch nicht. Wie ist die Lage in Baden-Württemberg? Werden Weihnachtsmärkte in gewohnter Form stattfinden? Die aktuellen Infos im Überblick.

Weihnachten 2022 in Baden-Württemberg: Beleuchtung trotz Energiekrise erlaubt

Im aktuellen Energiespargesetz hat die Bundesregierung eine Ausnahme für die Beleuchtung von Gebäuden und Baudenkmälern anlässlich traditioneller oder religiöser Feste festgelegt. Grundsätzlich ist Weihnachtsbeleuchtung also bundesweit und dementsprechend auch in Baden-Württemberg erlaubt. Städte und Kommunen müssen allerdings bereit sein, die teuren Rechnungen zu bezahlen, die dann auf sie zukommen.

Baden-Württemberg: Welche Städte verzichten auf Weihnachtsbeleuchtung?

Einige Städte werden vermutlich aufgrund der hohen Kosten auf die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung verzichten. Wie ist die Lage in Baden-Württemberg?

Stuttgart

In Stuttgart sollen laut Stadt die Ökostrom-Lichterketten nur noch 240 statt 450 Stunden an Tannenbäumen leuchten. Das Rathaus verzichtet ganz auf Beleuchtung und den Adventskalender in seinen Fenstern.

Friedrichshafen

Die Stadt Friedrichshafen will die Zeiten der Weihnachtsbeleuchtung einschränken. Die Lichter sollen leuchten, allerdings nur von 16 bis 22 Uhr.

Überlingen

Auch in Überlingen soll eingeschränkt werden, wann die Weihnachtsbeleuchtung angeschaltet wird. Von nachmittags um 16 Uhr bis abends um 22 Uhr sollen hier die Lichter leuchten. Zusätzlich zur Begrenzung des Zeitraums sollen auch modernisierte Lichterketten beim Stromsparen helfen.

Konstanz

In Konstanz wird derzeit diskutiert, wie und ob die Weihnachtsbeleuchtung im Winter genutzt werden soll. Da die Stadt jedoch bereits vor einigen Jahren auf LED-Lichter umgestellt hat, sei der Stromverbrauch dort ohnehin nicht sehr hoch.

Heidelberg

In Heidelberg ist geplant, Weihnachtsbeleuchtung zwar einzusetzen, aber so zu reduzieren, dass mindestens 15 Prozent Energie gespart werden,

Tübingen

Auch in Tübingen wird es die „große“ Weihnachtsbeleuchtung im Winter 2022 nicht geben. Um Energie zu sparen, soll die Beleuchtung reduziert werden.

Immer weniger Menschen wünschen sich Weihnachtsbeleuchtung

Der Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach weihnachtlicher Beleuchtung an öffentlichen Gebäuden und Plätzen sinkt. Nach einer Umfrage der YouGov Deutschland befürworten aktuell nur noch 67 Prozent stimmungsvolle Beleuchtung in Städten und Gemeinden während der Weihnachtszeit. In den vergangenen Jahren waren es noch 78 Prozent (2020) bzw. 74 Prozent (2021). Auch die Deutsche Umwelthilfe hat zum Energiesparen aufgerufen. „In diesem Winter sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sowohl auf die Weihnachtsbeleuchtung in Städten wie auch die der Häuser und Wohnungen verzichtet wird“, sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. „Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der Energieknappheit, aber auch aus Gründen des Klimaschutzes sollten wir einmal innehalten.“
mit dpa

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