Mit Blick auf Temperaturen deutlich über 30 Grad am Wochenende hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Hitzewarnung für viele Regionen von Deutschland herausgegeben – und das noch vor dem kalendarischen Sommeranfang. In großen Teilen des Landes, vor allem aber am Oberrhein und in Ostsachsen, sei mit sehr hohen Temperaturen zu rechnen, teilte der DWD am Morgen des 18. Juni 2022 mit. Diese brütende Hitze macht vielen Menschen zu schaffen.
  • Doch wie gefährlich kann sie für den Körper sein?
  • Wie hoch ist die UV-Strahlung?
  • Welche Tipps geben Experten für Abkühlung?
Die Frage lautet also: Was tun bei starker Hitze? Hier eine Übersicht zur aktuellen Hitzewelle.

Hitzewarnung und wohl der bisher heißeste Tag des Jahres

Vielerorts steht ein heißes Wochenende bevor. Der Deutsche Wetterdienst spricht von „heißer nordafrikanischer Luft“, die zu uns gelangt. Knackige Temperaturen soll es vor allem im Südwesten geben.In Bayern werden sogar Höchstwerte von etwa 37 Grad erwartet. Aber auch in Berlin und Brandenburg wird das Thermometer weit über 30 Grad anzeigen. Samstag, der 18.06.2022, könnte mancherorts der bisher heißeste Tag des Jahres werden.

Hitzewelle in Deutschland aktuell: Sind die hohen Temperaturen gefährlich?

Wegen Höchstwerten – etwa von 37 Grad in Bayern – rät der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Wochenende zu „kühlen Getränken und Schatten“. Die hohen Temperaturen sind nicht ungefährlich für den Körper. Die Landesapothekenkammer aus Hessen warnt vor Sonnenbrand, Heuschnupfen und Kreislaufproblemen. Die Menschen sollten viel trinken und Sport in der größten Hitze vermeiden. Nach Angaben des Wiesbadener Gesundheitsamtes sind grundsätzlich alle Menschen von den Gefahren der Hitze betroffen. Besonders gefährdet seien aber Kleinkinder, ältere Menschen und chronisch Kranke.
Expertinnen und Experten hatten vor dem hochsommerlichen Wochenende auch die besonders hohe Waldbrandgefahr angemahnt und vor den Gefahren beim Schwimmen in unbewachten Gewässern gewarnt.

UV-Strahlen und Index: Wie hoch ist die UV-Strahlung?

Auch die UV-Strahlung werde laut DWD hohe Werte erreichen. Experten machen aktuell vielerorts auf die ungewohnt hohe UV-Strahlung und die Notwendigkeit entsprechender Schutzmaßnahmen aufmerksam. Der Deutsche Wetterdienst gibt für Samstag, 18.06.2022, an, wie hoch die Strahlung ist und wie gefährlich das sein kann. Während der UV-Index im Norden von Deutschland in einem hohen Bereich (6 und 7) liegt, sieht es in der Mitte von Deutschland nochmal extremer aus. Dort wird die „gesundheitliche Gefährdung“ als sehr hoch (8) eingeschätzt. Ebenso verhält es sich für einen Großteil des Südens von Deutschland und kleinere Gebiete im Westen – der UV-Index wird dort jeweils sogar mit einer 9 (sehr hoch) angegeben. Wegen der Hitze und der hohen UV-Strahlung sei es in jedem Fall sinnvoll, möglichst viel im Schatten zu bleiben.

Was tun bei starker Hitze?

Viele fragen sich also, welche konkreten Tipps es gibt, um bei starker Hilfe den Körper nicht allzu sehr zu belasten und für etwas Abkühlung zu sorgen:
  • Körperliche Anstrengung meiden
  • Sonnencreme benutzen
  • Große Flächen mit Beton und Asphalt meiden
  • Während der Mittagshitze Innenräume oder Schatten aufsuchen
  • Generell möglichst Schatten aufsuchen
  • Genug trinken – mehr als sonst und möglichst mineralstoffhaltige Getränke
  • Tätigkeiten im Freien nur morgens und abends ausüben
  • Leichte Mahlzeiten essen
  • Leichte und helle Kleidung tragen
  • Schützende Kopfbedeckung tragen
  • Tagsüber die Innenräume abdunkeln und in der Nacht lüften
  • Am Tag die Fenster zulassen und ggf. einen Ventilator nutzen
  • Klimaanlage trotz Hitze nie zu kalt stellen
  • Nasse Handtücher aufhängen zum Kühlen der Raumluft

In der Hitze locken die Seen: Das gilt beim Baden

Ab ins Wasser bei der Hitze: Viele zieht es raus an die Seen. Rettungsschwimmer warnen vor den Gefahren beim Schwimmen in unbewachten Gewässern. Für das Baden und Schwimmen bei brütender Hitze empfahl der Lebensretter eine alte Regel: „Vor dem Baden abkühlen, an die Wassertemperatur gewöhnen, sich selbst nicht überfordern.“ Eine halbe Stunde Sonnenbad und dann gleich zur Abkühlung ins Wasser könne den Kreislauf belasten. Auch Stand-Up-Paddler und Hobby-Kanuten sollten ihre Kräfte bei Fahrten hinaus auf den See genau einschätzen, viel trinken und sich gegen die pralle Sonne schützen. Am Ufer entlang zu fahren, sei vielleicht nicht so „cool“, dafür könne man dort mitunter noch stehen, empfahl etwa Landesverbandssprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Brandenburg, Daniel Keip. Nicht jeder komme nach einem Fall ins Wasser wieder ins Boot oder aufs Board und sei dann fernab jeglicher Hilfsmöglichkeit.
mit dpa und AFP