Am 8. Dezember gegen 11 Uhr haben in ganz Deutschland die Handys geklingelt. Es ertönte ein Warnsignal und eine Nachricht ploppte auf dem Bildschirm auf, in der über die Situation aufgeklärt wird: Am 8.12. ist der bundesweite Warntag. Es werden an diesem Tag die Warnsysteme in Deutschland getestet. Wie gut ist Deutschland auf den Notfall vorbereitet?

Plötzlich piept das Handy: Der Cell Broadcast funktioniert

Wer auf dem Handy eine SMS bekommen hat begleitet von einem Warnsignal, bei dem ist der sogenannte Cell Broadcast aktiv. Es wurde beim Warntag 2022 zum allerersten Mal getestet. Der Cell Broadcast versendet an alle empfangsbereiten Geräte in einer bestimmten Funkzelle eine Warnmeldung. Nicht alle Handys sind aber mit dem neuen System kompatibel. Vor dem Warntag ging man davon aus, dass rund 60 Prozent der Handys in Deutschland über diesen Weg erreicht werden können.

Sirenen heulen auf: Test am 8.12.

Es wurde aber auch auf vielen anderen Wegen gewarnt. Neben dem Cell Broadcast gibt es noch die Warnapps NINA und Katwarn, die beide am 8. Dezember um 11 Uhr eine Pushnachricht an alle senden sollten. Zudem wurde über Radio und Fernsehen gewarnt. Und dann gibt es noch die Sirenen. In Deutschland besteht kein flächendeckendes Sirenennetz, deshalb waren sie nicht überall zu hören. Seit zwei Jahren wird aber intensiv in die Wartung, Instandhaltung und in den Neubau von Sirenen investiert. Die Städte und Gemeinden entscheiden eigenständig, ob und wie viele Sirenen es gibt.

Umfrage nach dem Probealarm: Wurde ich erreicht?

Wer am Warntag in irgendeiner Form erreicht wurde, kann das auch direkt einer zentralen Stelle mitteilen. Unter www.warntag-umfrage.de befindet sich nach dem Alarm eine Umfrage, die man nutzen kann, um die Beobachtungen zu melden. Vor allem interessiert das Bundesamt für Katastrophenschutz, ob sie eine Warnung erhalten haben und wenn ja, auf welchem Wege.
Begleitet wird der zweite bundesweite Warntag außerdem von einer repräsentativen Umfrage, die diese Woche beginnt und vor Weihnachten abgeschlossen sein soll. Auch hier geht es nach Auskunft des Bundesamtes darum herauszufinden, wie gut die Abdeckung durch die verschiedenen Warnkanäle ist.