Waldbrände in Südfrankreich aktuell
: Diese Urlaubsorte sind betroffen

Wieder gibt es Waldbrände in Südfrankreich. Die Regionen um Narbonne sowie Marseille sind betroffen. Wo genau die Feuer wüten und welche Urlaubsorte betroffen sind.
Von
Nicole Züge
Berlin
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People look on near the Plage des Corbieres, on the outskirts of Marseille, southern France on July 8, 2025, as a smoke from a wildfire rages in the background. The fire that started late on July 8, 2025 morning in Les Pennes-Mirabeau (Bouches-du-Rhone), a town bordering Marseille, has entered France's second-largest city, where some residents were urged to shelter in place, according to a warning message at 4:00 PM from the prefect of Bouches-du-Rhone. (Photo by CLEMENT MAHOUDEAU / AFP)

Waldbrände in Südfrankreich nahe Narbonne und Marseille. Im Bild ist ein Bezirk von Marseille zu sehen. Karten zeigen, welche Orte und Regionen aktuell betroffen sind.

CLEMENT MAHOUDEAU/AFP

Waldbrände in Südfrankreich breiten sich erneut aus – diesmal in der Nähe von Narbonne und Marseille. Bereits Ende Juni hatte es heftige Feuer im Département Aude gegeben. Jetzt ist erneut die Küstenregion betroffen. Karten zeigen, wo die Brände wüten und welche Urlaubsorte betroffen sind.

Diese Regionen sind derzeit von den Waldbränden betroffen:

Es sind bereits Brand Nummer drei und vier in der Region innerhalb einer Woche. Extreme Hitze und starker Wind fachen die Feuer immer wieder an. Auch interessant: Das erste Urlaubsland verbietet Aufenthalte im Wald

Die Karte zeigt den Waldbrand bei Narbonne in Südfrankreich. Betroffen sind die Orte La Ferme, Auris, die Domaine de Réveillon, die Domaine de Java sowie die Region rund um Bages.

Waldbrand bei Narbonne in Südfrankreich am 7. und 8. Juli 2025

Waldbrand bei Narbonne in Südfrankreich am 7. und 8. Juli 2025

NASA FIRMS

Auf dieser Karte sind die Regionen zu sehen, die derzeit vom Brand in Marseille betroffen sind.

Waldbrände bei Marseille

Waldbrände bei Marseille

NASA FIRMS

Waldbrände in Südfrankreich: Überblick

  • Seit Montag (7. Juli 2025) frisst sich ein Flächenbrand nahe Narbonne durch mittlerweile mehr als 2000 Hektar Wald- und Buschland. Das entspricht 2800 Fußballfeldern. Mehrere Menschen, darunter ein Kind und Einsatzkräfte, wurden verletzt und medizinisch versorgt. Auch mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt.
  • Seit Dienstag (8. Juli 2025) brennt es auch nahe Marseille. Die Feuerwehr ist mit mehr als 800 Kräften und zahlreichen Löschflugzeugen im Einsatz. Der Brand breitete sich auf einer Fläche von 700 Hektar aus. Am Dienstagabend war es aber gelungen, eine Katastrophe zu verhindern und das Feuer unter Kontrolle zu bringen, sagte Innenminister Bruno Retailleau bei einem Besuch der Hafenstadt am späten Dienstagabend.
  • Nach bisherigem Stand gibt es in Marseille keine Todesopfer. 110 Menschen seien bei dem Brand nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) leicht verletzt worden. 400 Menschen seien evakuiert worden, darunter 71 Bewohner eines Altenheimes.
  • Der am Dienstagnachmittag unter anderem wegen des Einsatzes der Löschflugzeuge gesperrte Flughafen Marseille nahm den Flugbetrieb am Dienstagabend wieder auf.

Waldbrände in Südfrankreich: Das sagt das Auswärtige Amt

Das Auswärtige Amt (AA) warnt regelmäßig vor Waldbränden in Südfrankreich und auf Korsika. In den Sommermonaten komme es aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen mit Dürreperioden regelmäßig dazu. In von Waldbränden betroffenen Gebieten sind Verkehrswege häufig gesperrt. Es kann zu Ausfällen der Energieversorgung und der Kommunikationsinfrastruktur kommen.

Darf man eine geplante Frankreich-Reise nun stornieren?

Waldbrände rechtfertigen eine kostenlose Stornierung nur, wenn eine konkrete Gefährdung vorliegt, also wenn der Urlaubsorte direkt betroffen ist oder wenn Flüge nicht stattfinden können. Aber: Reisende sollten bei Waldbränden oder anderen Katastrophen am Urlaubsort immer zuerst den Reiseveranstalter kontaktieren.

Oft melden die sich schon vorab bei Reisenden, wenn die Zielregion durch außergewöhnliche Umstände beeinträchtigt ist. Auch wichtig: Am besten immer eine Pauschalreise buchen, also Flug und Hotel über ein und denselben Anbieter. Denn sollte es zu einer Situation kommen, die eine Reiseabsage nötig macht, schauen Individualtouristen immer in die Röhre. Sie haben viel weniger Rechte auf Rückerstattung und müssen sich an mehrere Stellen wenden, beispielsweise die Airline und den Vermieter der Ferienunterkunft vor Ort.